Die Katzenrasse Savannah

Katzen sind neben Hunden nach wie vor die beliebtesten Haustiere. Etwa 14,7 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten, 200 Millionen weltweit. Durch die World Cat Federation werden 70 Katzenrassen anerkannt.

Rassekatzen üben auf viele einen besonderen Reiz aus. Dennoch ist der Anteil der dieser gesehen auf die gesamte Katzenpopulation relativ gering, denn Züchter müssen bestimmte Auflagen erfüllen um Rassekatzen züchten zu dürfen.

Seit vielen Jahren werden Katzen bewusst wegen ihres Charakters oder Äußerlichen Merkmalen wie die Schwanz oder Ohrenform, Fellzeichnung, Bewegungslevel. Der Letztere darüber entscheidet auch ob man für die gewählte Katze auch den geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen kann.

Eine Rasse die viele Katzenliebhaber in ihren Bann zieht ist zum Beispiel die Savannah

Die Savannah ist eine so genannte Hybridrasse, die aus Kreuzungen zwischen der afrikanischen Serval und verschiedener Hauskatzenrassen entstanden ist. Sie ist von der The International Cat Association als Rasse anerkannt und wird mit je nach Widlblutanteil und Generation zwischen 1000 – 15.000 Euro gehandelt und ist somit eine der teuersten Katzenrasse der Welt.

Der sogenannte Leptailurus Serval, was ich wahrscheinlich vom Lopos cerval vom Luchs im portugiesischen ableitet, wie die Servalkatze im lateinischen heißt, gehört mit ihrer Körperlänge von 80 bis 100 cm und einer Schulterhöhe von 54 bis 60 cm zu den mittelgroßen Wildkatzenarten. Mit einem Gewicht bei Katzen von 7 – 12 kg und bei den Katern zwischen 9 – 18 kg sind sie etwas schwerer im Vergleich zum Durchschnitt bei normalen Hauskatzen. Merkmal dieser Tiere sind die in Relation langen Beine zum Rest des Körpers, neben dem kleinen Kopf und den runden Ohren. Das Muster des Felles unterscheidet sich von Tier zu Tier. Dabei unterschieden sich sowohl die Größe der Fleckenfärbung, also auch die Form die vom Nacken aus in eine Streifenfärbung übergehen kann. Durch taxonomische Untersuchungen hielt man es jedoch für möglich, dass die Großgefleckten und Kleingefleckten zwei unterschiedliche Arten sein könnten. In Hochlandgebieten Kenias existieren auch komplett schwarze Servale, die hauptsächlich gesichtet wurden in Höhenlagen von 2440 bis 2745 Metern.

Die Hauskatze im lateinischen auch Felis Silvestris catus, die bei Züchtern in eingetragenen Zuchtverbänden als Rassekatze gehandelt wird, zählt zu einer Untergruppe der Wildkatzen und ist deren Haustierform.
Je nach Verbreitungsgebiet unterscheidet sich das äußere Erscheinungsbild der Tiere. Bei Zuchtformen sind sie Rassestandards abhängig. Die kulturfolgenden Generationen unterliegen dem Selektionsdruck und der wiederum hängt von den Umwelteinflüssen ab.
Hauskatzen haben eine durchschnittliche Körper Länge von 50 cm und ein Gewicht zwischen 2,5 bis 8kg. Kater sind im Schnitt etwas größer und schwere als Katzen. Die Schwanzlänge beträgt zwischen 25 und 30 cm, die Schulterhöhe etwa 30 bis 40cm. Die Fellfärbung variiert von schwarz und weiß, verschiedenen Grautönen bis hin zu warmen Brauntönen, die Fellzeichnungen werden als Tabby bezeichnet. Die Ohren sind Dreieckförmig mit abgerundeten Spitzen und können unabhängig von einander gedreht und angelegt werden.

Geschichte der Savannah Katzen

Wie bereits erwähnt ist die Savannah eine Kreuzung aus Verschiedenen Hauskatzenrassen und den Servalkatzen. 1986 wurde die erste Savannah gezüchtet, allerdings durch Zufall durch eine unbeabsichtigte Kreuzung einer Siamkatze und einer Serval. Denn eigentlich sollte der Servalkater mit einer ebensolchen Katze verpaart werden, wurde allerdings mit einer Siamkatze untergebracht, wo es dann zur wo es dann letzlich zur Paarung dieser kam. Suzi Mustacio, Besitzerin des Servalkaters bekam das einzige Kitten, das geworfen wurde und begann somit die erste F2 Zucht der Savannahs.
Der erste Rassestandard wurde 1996 von Joyce Sroufe und Patrick Kelley verfasst. 2010 erkannte die TICA Savannah als Rassekatzen an, 2012 wurde dann der Championship Status erlangt.

Filialgenerationen zeigen, in welchem Verhältnis die Katze zu ihren Vorfahren steht.
Die mit F1-F4 Klassifizierten Tiere gehören zu den Hybridrassen und besitzen einen hohen Wildblutanteil und sind somit als Wohnungskatzen hauptsächlich ungeeignet. ab F5 also in der 5. Filialgeneration ist diese Rasse erst als Heimtier geeignet.

Bei direkter Verpaarung mit einem Serval erhält man beispielsweise ein F1. Bei F2 ist der Urgroßvater Serval und so weiter. Der Verwandtschaftsgrad kann durch Verwendung von Buchstaben allerdings präziser bestimmt werden. A bedeutet zum Beispiel, dass ein Elternteil eine Savannah Katze ist, B gibt an, dass beide Elternteile Savannahs sind und C zeigt an, dass beide Großeltern und Elterntiere Savannahs sind. gesteigert wird das vom SBT, in dem die gesamten letzten Generationen aus Savannah Katzen besteht. Die angewandte Strenge Linienführung in der Zucht hat dabei als Intention, die attraktive Fellzeichnung und Fellfarbe bei zu behalten, allerdings zu Lasten des Tiereswohls.

So sieht eine Savannah Katze aus

Eine Savannah Katze ist größer als eine einfache Hauskatze, wirkt aber wie eine kleineres Imitat einer Serval. letzteres ist auch von Züchtern geplant, um diese majestätische Katzenrasse auch für Liebhaber greifbar zu machen. Diese 8 bis 10 Kg schwere Katze ist groß und Schlank, mit muskulösen langen Beinen, wobei die Vorderläufe etwas kürzer sind als die Hinterläufe. die Pfoten sind mittelgroß und oval. Der Schwanz einer Savannah ist mittellang und relativ breit. Der Hals ist schlank und muskulös, der Kopf ist klein mit großen, spitzen,nach hinten angesetzten aber denn aufrecht stehenden Ohren und spitz zulaufendem Kinn. die Augen sind mittelgroß und tiefsitzend. Erlaubt sind bei der Züchtung alle Augenfarben, die auch nicht abhängig von der Fellfarbe ist. Savannahs sind bekannt für ihre charakteristische gepardenähnliche Tränenzeichnung, wodurch diese Katzenart ihr exotisches Aussehen bekommt. Durch ihre schlanke Statur wirken ihre Bewegungen sehr anmutig und grazil.
Die Farben die erlaubt sind, gehen von Black, über Brown tabby spotted, Black smoke und Black silver spotted tabby. Am häufigsten ist aber eine hellbraun golden bis beigefarbene Fellfärbung mit der charakteristischen Tupfenzeichnung.

Größentechnisch gesehen sind die Savannah Katzen der ersten und zweiten Generation am größten. Vom Gewicht her liegen die Tiere zwischen 4,5 und 10 kg und hängt ebenfalls von der Generation und somit von dem Einfluss der afrikanischen Wildkatze ab. Bis auf Größe und Gewicht bleiben ansonsten körperliche Servalähnliche Erscheinungen und Bewegungsmuster erhalten.

Charakter dieser seltenen Katzenrasse

Der Charakter kann pauschal nicht beschrieben werden, da er so wie das Wesen auch vom Wildblutanteil und somit von der Generation abhängig ist. Allerdings gelten sie in Generation ab F5 als verträgliche und gesellige Vertreter. die sowohl mit Katzen als auch mit anderen Hunden und begrenzt auch mit Kindern wobei hier auch wie bei vielen anderen Tieren das Alter des Kindes entscheidend ist, verträglich sind. Sie gelten als nicht wasserscheu im Gegensatz zu anderen Artgenossen. Was sie auch anderen Katzenrassen gegenüber anders ist, ist die durch ihre Konstitution beträchtliche Sprungkraft von über 2 Metern aus dem Stand. Auch sind sie sehr sturköpfig und haben ihren eigenen Willen, bauen allerdings auch eine extrem enge Bindung zu ihren Haltern auf. Savannahs werden auch als Hund im Katzenpelz bezeichnet da sie man ihnen Fertigkeiten wie Apportieren beibringen kann. Das macht diese Katzenrasse zu hervorragenden Kandidaten für das Klickertraining.

Artgerechte Haltung und Pflege der Savannah Katzen

Grundsätzlich ist die Haltung mit einigen Auflagen verbunden. Je nach Bundesland und Filialgeneration, insbesondere bei F1 bis F4, liegt eine Meldepflicht vor. Bei F1 und F2 Bedarf es unbedingt ein beheiztes Außengehege von mindestens 50qm sowie ein großzügiges Innengehege, denn als Wohnungskatze eignen sich diese definitiv nicht, da sie als gefährliche Tiere eingestuft werden.

Auch bei der nicht mehr als Hybrid geltenden F5 müssen einige Sachen beachtet werden. Als erstes gehört dazu, dass der Wohnraum großzügig genug ist. Kleinere Wohnung reichen aufgrund des hohen Bewegungsniveaus nicht aus. Allein sollte eine Savannah auch nicht gehalten werden, da sie sehr verspielt sind. Ausreichend Spielzeug und ein mehrstöckiger, stabiler Kratzbaum ist unabdingbar. Man kann der Katze im Kittenalter an das Laufen an der Leine gewöhnen und ihr so einen gesicherten Ausgang ermöglichen. Auch liebt diese Rasse das Wasser sehr, sodass sie sich sehr über eine Bademöglichkeit, zum Beispiel in Form einer mit Wasser gefüllten Wanne, freut.
Ein mit Katzennetz gesicherter Balkon gibt der Katze zusätzlichen Freiraum, da sie rassenbedingt immer auf der Suche nach Abenteuern sind. Intelligenzspiele sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Ausreichend Versteckmöglichkeiten und Spielzeug wäre ratsam, da es gut möglich ist, dass sie sich an der Wohnungseinrichtung vergreifen können, wenn sie sich langweilen. Aufgrund des Temperaments und der vielen Besonderheiten ist diese Rasse als Anfängerkatze recht ungeeignet, sondern eher etwas für erfahrene Katzenhalter.

Auch wenn Savannahs relativ kurzes Fell besitzen, sollte man das Fell regelmäßig pflegen in dem man es bürstet oder kämmt. Um sicherzustellen, dass die Tiere gesundheitlich fit bleiben, kommt man um regelmäßige Untersuchungen, Entwurmungen, Impfungen und Gänge zum Tierarzt nicht herum. Die Lebenserwartung dieser faszinierenden Katzen liegt bei guter Pflege, Artgerechter Haltung und Ernährung zwischen 12 und 20 Jahren.

Ernährungsempfehlungen für Savannah Katzen

Eine artgerechte Fütterung ist grade in der Generation F1 bis F4 das A und O. Da diese reine Carnivoren sind, ist da ein besonderes Augenmerk auf die Rohfütterung zu legen.

Savannahs ab F5 und höher sind bei der Fütterung weniger anspruchsvoll, Hauptsächlich muss bei Futter neben einen möglichst hohen Fleischanteil, am Besten auf welches über 95% geachtet werden, außerdem dass es in Lebensmittelqualität und dass es ohne Zucker ist, da Katzen generell zu Diabetes neigen, bei einer erhöhten Zuckerzufuhr. Auch auf eine eindeutige Deklarierung der Inhaltsstoffe auf der Verpackung des Futters ist Wert zu legen. Denn oft verstecken sich hinter dem Begriff Innereien minderwertige und schwer verdauliche Bestandteile.

Von Trockenfutter ist aus zwei Gründen eher abzuraten, da es zu größtem Teil aus für Katzen unverdaulichen Kohlenhydraten besteht und somit bei Katzen zu Fettleibigkeit führen kann. und zweitens da Katzen generell wenig trinken und es dem Körper Wasser entzieht und somit allmählich zu einer Dehydrierung beitragen kann.

Eine weitere artgerechte Fütterungsform ist das BARFen und das Selberkochen. Diese Formen sind zwar aufwendig, allerdings auch, wenn er mit der nötigen Prise Fachwissen durchgeführt wird, die Artgerechtesten. Am wichtigsten ist dem Falle die nötigen Bedürfnisse zu kennen und somit dem Fleisch die passenden Supplemente hinzufügen.

Züchter der Savannah Katze

Es ist in allererster Linie darauf zu achten, dass der Züchter im Züchterverband eingetragen ist. Ein seriöser Züchter legt Wert auf eine artgerechte Haltung der Kitten, auf Inzest Vermeidung und dass die Kleinen nicht vor der 12. Woche abgegeben werden. Regelmäßige Arztbesuche sind auch fester Bestandteil. Dafür ist dann ein Preis in der Spanne von 1000 Euro für niedrige Generationen bis hin zu 10.000 Euro Abhängig von der höhe der Generation und je nach Wurfgröße.