Das Besondere der norwegischen Waldkatze

Die norwegische Waldkatze ist eine wunderschöne große Katze, der man ihre wilde Herkunft noch deutlich ansieht. Ihr dichtes wolliges halblanges Fell mit deutlicher Halskrause, der dreieckige Kopf mit den haarbesetzten spitzen Luchsohren erinnern sehr an die skandinavische Wildkatze. Aber sie ist eine typische Hauskatze, menschenbezogen, freundlich und sanft. Die norwegische Hauskatze ist darüber hinaus sehr intelligent und liebebedürftig – ein richtiger kleiner Schmusetiger ohne Allüren.

Worauf achten bei der Anschaffung einer norwegischen Waldkatze?

Was braucht eine solche große und sehr lebhafte Katze, um artgerecht gehalten werden zu können? Worauf sollte geachtet werden, bevor man sich eine norwegische Waldkatze ins Haus holt:

  1. Die große kräftige Katze hat einen hohen Bewegungsdrang und ist ein wahres Kraftpaket. Sie kann sehr gut klettern, weit und hoch springen. Deshalb ist sie eigentlich keine reine Wohnungskatze und ist glücklich, wenn sie sich draußen austoben darf. Lässt sich das nicht einrichten, dann sollte unbedingt dafür gesorgt werden, dass in der Wohnung viel Platz für die Katze ist und es Kratzbäume, Klettergelegenheiten und Spielzeug gibt, um das Tier ausreichend zu beschäftigen. Das Interieur muss darüber hinaus auch sehr stabil sein, damit es nicht zusammenfällt, wenn 5 bis 10 Kilo Katzen mit Schwung darauf herumspringen. Am besten sind bei Wohnungshaltung mehrere Katzen, weil die Norwegerin sehr gesellig und verspielt ist und sich alleine schnell langweilt.
  2. Das dichte Fell mit der Unterwolle, das die norwegische Waldkatze in ihrer nordischen Heimat zum Überleben braucht, verlangt relativ viel Pflege. Die Rasse verliert im Frühjahr die gesamte Unterwolle und wechselt dann zum Sommerfell. Dann ist es wichtig, den Stubentiger täglich und ausgiebig zu bürsten, wenn man nicht will, dass die abgestoßenen Haare überall herumliegen oder durch die Gegend fliegen. Ist gerade kein Fellwechsel, genügt wöchentliches Ausbürsten. Tut man das nicht, verfilzt das Fell und bildet unentwirrbare Knötchen und Filze. Die meisten norwegischen Waldkatzen schätzen diese notwendige Prozedur aber nicht wirklich, deshalb sollten sie liebevoll und spielerisch mit weichen Bürsten daran gewöhnt werden, auch wenn es nicht viel auszukämmen gibt. Das bewahrt die Halter davor, später wahre Ringkämpfe mit einer unwilligen Katze durchstehen zu müssen, wenn der Kamm oder die Bürste notwendig zum Einsatz kommen müssen.
  3. Die norwegische Waldkatze ist eigentlich von robuster Gesundheit und wird durchschnittlich bei guter Pflege über 15 Jahre alt. Trotzdem sollten bei der Anschaffung nach Möglichkeit ein Gentests auf Glykogenspeicherkrankheit (GSD IV) gemacht werden und schneeweiße Norweger sollten auch auf mögliche Hörschäden hin untersucht werden.

Norwegische Waldkatze aus dem Tierheim

Wer einer norwegische Waldkatze aus dem Tierheim ein neues liebevolles Zuhause geben möchte, trifft eine gute Wahl und tut außerdem ein gutes Werk. Trotzdem sollte auch dabei einiges beachtet werden, damit Tier und Mensch glücklich miteinander werden:

Tierheime gibt es in jeder größeren Stadt und es ist sinnvoll, zunächst verschiedene aufzusuchen, um sich ein Bild von den dort wartenden Tieren und ihren Lebensumständen zu machen und sich nicht beim ersten Blick kauf eines zu versteifen. Auch das Gespräch mit den Tierheimmitarbeitern ist sehr wichtig, schließlich kennen sie die Tiere und oft auch ihre Lebensumstände bzw. ihre Vorgeschichte. Das macht es leichter, genau die Katze zu finden, die zu einer Familie mit kleinen Kindern, zu anderem Katzen, zu einem Haushalt mit einem Hund, zu vielbeschäftigten Singles oder zu Senioren passt. So kann man schon im Vorfeld manchen Ärger vermeiden und das Zusammenleben in möglichst positive Bahnen lenken.

Wenn die Wahl im Prinzip getroffen ist, kann es auch sehr ratsam sein, den neuen tierischen Hausgenossen nicht sofort aus dem Tierheim mitzunehmen, sondern bei mehreren Besuchen erst einmal besser kennen zu lernen und sein neues Zuhause in Ruhe etwas vorzubereiten. Verantwortungsvolle gute Tierheime schauen sich vor der endgültigen Vermittlung oft auch das neue Zuhause ihrer Schützlinge an und geben wertvolle Tipps zur Eingewöhnung und Haltung.

Wenn die Katze dann ihr neues Heim bezieht, braucht sie erst einmal Ruhe und viel Zuwendung. Deshalb ist es gut, das Wochenende oder besser noch ein paar Ferientage zu nutzen, um ihr die Eingewöhnung zu erleichtern. Bei manchen Tieren geht die sehr schnell und unproblematisch vonstatten, ältere Katzen und solche mit schlechten Erfahrungen, brauchen viel länger, manche sind zuerst ängstlich und misstrauisch. Aber mit viel Geduld und Liebe wird es gelingen, dass sich eine liebevolles und entspanntes Verhältnis zwischen den Menschen und ihren tierischen Hausgenossen und der neu angekommenen Katze entwickelt.

Kostenloses Futter für norwegische Waldkatzen und alle anderen Tierheimtiere

Die Aufnahme eines Tierheimtieres wird mit kostenlosem Futter gefördert. Sie als neuer Katzenbesitzer bekommen für einen Monat lang gratis Futter. Die Bedingung ist, dass der Übernahmevertrag nicht älter als 14 Tage sein darf. Sie können sich hier für das Futterprogramm bewerben: https://www.katzennothilfe.de/bewerbung-fuer-kostenloses-katzenfutter/