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Der positive Leukosetest ist für viele Katzenhalter beängstigend. Allerdings heißt der positive Test überhaupt nicht, dass die Katze richtig krank ist oder bald stirbt. Der Test weist nur nach, dass die Katze den Leukosevirus in sich trägt. Das heißt, es besteht das Risiko, dass die Katze in Zukunft krank werden könnte. Es kann aber genauso gut sein, dass die Katze gesund bleibt. Die Krankheit muss also nicht ausbrechen! Wenn die Krankheit nicht ausbricht, kann die Mietze genauso alt werden wie alle anderen gesunden Mietzen.

Wann bricht Leukose aus?

Bei intaktem Immunsystem besteht keine Gefahr eines Ausbruchs. Sobald jedoch das Immunsystem durch z. B. Stress oder einer anderen Krankheit oder auch Trägheit geschwächt wird, können sich die Viren stark vermehren und die Leukose bricht aus.

Wie können Katzenhalter gegen einen Leukose-Ausbruch vorsorgen?

Die beste Möglichkeit das Immunsystem intakt zu halten, ist eine gesunde Ernährung. Katzen gehören von Natur aus zu den Karnivoren und sind reine Fleischfresser. Nur eine naturnahe Ernährung mit mindestens 95%igem Fleischanteil kann das Immunsystem stärken. Nährstoffe wie Kohlenhydrate (Kartoffeln, Reis, Getreide, Weizen, Hafer, Mais, Erbsen usw.) widersprechen der Natur einer Katzenernährung. Eine Ausnahme sind die wenigen gut vorverdauten Körnerreste, die sich im Magen des natürlichen Beutetieres Maus befinden.

Das gesamte Verdauungssystem der Katze ist rein evolutionär auf das Verdauen von Fleisch ausgerichtet. Das erkennen Wissenschaftler am sehr kurzen Darm, den zur Verfügung stehenden Verdauungs-Enzymen und dem typischen Fleischfressergebiss (ohne platte Mahlzähne).

Leider besteht das meiste industriell hergestellte Katzenfutter aus einem viel zu geringen Fleischanteil und viel zu vielen Kohlenhydraten. Wenn die Katze auf Dauer dieses, für sie von Natur aus, schwer verdauliche Futter fressen muss, schwächt es das Katzen-Immunsystem.

Das Immunsystem der Katze braucht hochwertige Proteine (Fleisch). Diese Proteine werden optimal verdaut und im Körper zu dringend benötigter Energie umgewandelt. Auch die gesamte Zellerneuerung der Katze funktioniert nur durch Zufuhr von Proteinen. Um zu „funktionieren“, den Körper möglichst gesund zu halten (mit einem intakten Immunsystem) und so gegen Krankheiten und Stress geschützt zu sein, braucht jede Mietz also hochwertiges, kohlenhydratfreies Fleischfutter, am besten in Lebensmittelqualität.

Ich persönlich empfehle auch noch darauf zu achten, dass das Katzenfutter aus Schweden kommt, weil dort die Verabreichung von Antibiotika „auf Verdacht“ an Schlachtvieh verboten ist. In Deutschland ist es leider normal Antibiotika nur auf Verdacht an Schlachttiere zu verabreichen.

Wer möchte schon freiwillig seine an Leukose erkrankte Katze mit unnützen Antibiotika-Resten belasten? Niemand!

Hier können Sie ein Katzenfutter testen, das 99% Fleischanteil in Lebensmittelqualität hat und in Schweden hergestellt wird: https://www.katzennothilfe.de/futter-fuer-immunsystem

Ist Leukose bei Katzen ansteckend?

Wenn eine Katze an Leukose erkrankt ist, ist sie auch ansteckend für andere Katzen. Nicht übertragen werden kann das Virus an Menschen, Hunde, Kaninchen und Meerschweinchen.

Wie wird Leukose bei Katzen übertragen?

Der Übertragungsweg ist z. B. Speichel, Blut und alle anderen Körperflüssigkeiten. Leukose kranke Tiere müssen deswegen in der Wohnung gehalten werden, damit sich die Ansteckung nicht weiter fort trägt.

Auf Menschenhänden oder auch Menschenkleidung kann der Leukosevirus nicht überleben. Daher sind Nachbarskatzen nicht in Gefahr sich anzustecken.

Ist Leukose bei Katzen heilbar?

Heilbar ist der Leukosevirus nicht. Es gibt kein Medikament und auch keine spezielle Katzenernährung, die den Virus wieder aus dem Körper entfernen kann. Es kann nur darauf geachtet werden, dass das Immunsystem immer gestärkt bleibt, damit ein schlimmer Ausbruch verhindert wird. Wenn der Virus wirklich ausbricht, gibt es viele Möglichkeiten wie er das genau tut. Je nach Ausbruchsform kann dann mit Hilfe einer intensiven Betreuung durch den Tierarzt das Katzenleben zwar noch erträglich gemacht werden und eventuell verlängert, aber eine Heilung ist ausgeschlossen.

Diese intensive Betreuung ist aber wirklich nur notwendig, sollte das Leukosevirus ausbrechen.

Wie lange kann eine Katze mit Leukose leben?

Ohne Ausbruch und mit gesunder Ernährung, kann die Katze ein sehr schönes Katzenleben mit normaler, für Katzen typischen Lebensdauer im Kreise ihrer liebenden Zweibeiner haben.

Medizinische Infos über die Leukose der Katze

Die Leukose ist eine Krankheit, die auf einer Veränderung des Blutbildes beruht. Meist ist es eine Art der Leukozyten (weiße Blutkörperchen), die sich so massiv vermehrt, dass man von einer krebsartigen Wucherung sprechen kann.

Du möchtest die Krankheit Katzenleukose ganz genau verstehen?

Wenn die eigene Katze betroffen ist, hat man meist ein großes Interesse daran genau zu verstehen, was im Katzenkörper geschieht. Oftmals möchte man als liebender Katzenbesitzer genau wissen wie die Krankheit entstanden ist. Es gibt natürlich viele verschiedene Quellen, wie zum Beispiel das Internet oder diverse Fachbücher. Die Fachbücher sind meistens schwer verständlich und viele populäre Texte sind zwar einfach zu verstehen, aber sehr uninformativ. Mit der folgenden Buchempfehlung* wird hier die goldene Mitte gefunden. Es werden fundierte und wissenschaftlich belegte Fakten vermittelt und trotzdem wird eine Sprache verwendet, die jeder Katzenbesitzer verstehen kann.

Auch für diejenigen gut geeignet, dich sich gerne in Sachen Tiermedizin weiterbilden möchten. Als gelungene Ergänzung gibt es Ratschläge zur Behandlung mit alternativer Medizin.

Wenn du dich gerne tiefer einlesen möchtest in das Thema Leukosekrankheit, kann ich dir ein Buch* von ganzem Herzen empfehlen.

Auf das folgende Bild klicken und in der Leseprobe stöbern:

Es folgt ein

Gastartikel

von Fr. Dr. med. vet. Dipl. biol. Wittmer:

Eine andere Bezeichnung für Leukose, die den meisten von uns gebräuchlicher ist, ist Leukämie. Man nannte das Virus, das die Katzenleukose auslöst, früher auch Felines Leukämievirus. Die Leukose gibt es nicht nur bei der Katze, sondern auch bei anderen Tierarten wie Hund und Rind (und als Leukämie auch beim Menschen). Allerdings ist nur bei der Katze ein Virus als Erreger der Krankheit nachgewiesen worden. Die meisten, jedoch nicht alle Leukose-Erkrankungen der Katze werden durch das Leukosevirus (FeLV) ausgelöst: bei alten Tieren kommt es manchmal zu einer Leukose-Erkrankung, die nicht mit dem Virus zu tun hat.

BENNY starb im Alter von 13 Jahren.
Bei ihm löste die Leukose Rachenkrebs aus.

Man kennt das Leukosevirus noch gar nicht so lange; 1964 wurde es erstmals bei einem Tier festgestellt. Daraufhin dauerte es noch viele Jahre, bis man wusste, für welche Erkrankungen es verantwortlich ist und durch welche Mechanismen das Virus die Krankheit auslöst. Mitte der 80er Jahre kannte man den Erreger dann gut genug, um einen Impfstoff dagegen entwickeln zu können, aber es hat einige Jahre gedauert, bis dieses Wissen an die Tierbesitzer weitergegeben war und sie die Gefährdung ihrer Katze durch das Leukosevirus erkannten.

Was bedeutet Leukose positiv bei Katzen?

Der Infektionsweg verläuft hauptsächlich direkt, also von Katze zu Katze. Speichel, Blut und manchmal auch Urin sind infektiös. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion (z.B. beim Anfauchen oder Niesen) übertragen. Am meisten gefährdet sind Katzen, die viel Kontakt zu anderen Katzen haben, also Freigänger in dicht besiedelten Gegenden. Gefährdet sind natürlich auch Katzen in Vielkatzenhaushalten, wenn nicht alle FeLV-getestet bzw. geimpft sind.

Wenn aber eine gesunde Katze auf einen FeLV-Überträger trifft, muss sie sich nicht unbedingt anstecken. In vielen Fällen ist das Immunsystem stark genug, um das eindringende Virus zu vernichten, noch bevor es in die Blutbahn gelangen kann. Gelingt es dem Virus jedoch, sich über den Blutweg im Körper auszubreiten, so kommt es meist zu fortdauernder Infektion und über Besiedelung der Speicheldrüsen auch Verbreitung auf andere Katzen.

Selten kommt es zu sogenannten latenten Infektionen. Hierbei nistet sich das Virus im Körper ein, vermehrt sich jedoch nicht und ist auch im Blut nicht nachweisbar. Solche Tiere sind im FeLV-Test negativ. Sie sind auch meist keine Virus-Überträger, aber es kann bei Schwächung der körpereigenen Abwehr (durch Stress oder Krankheit) jederzeit zu einem Eindringen der Viren in das Blut und damit zum Ausbruch der Infektion kommen.

Woran erkennt man Leukose bei Katzen

Die Leukose ist eine der gefährlichsten und heimtückischsten Infektionskrankheiten bei Katzen. Katzen können seit Jahren FeLV-infiziert sein und auch andere Katzen anstecken, ohne selbst krank zu werden. Leukose ist für Katzen so gefährlich wie AIDS, aber so leicht übertragbar wie Schnupfen.

Darin liegt die große Gefahr. Monate bis Jahre nach der Ansteckung kommt es zum Ausbruch der Krankheit. Häufig ist eine Stress-Situation (Umzug, Besitzerwechsel etc.) als Auslöser feststellbar.

Wie äußert sich Leukose bei Katzen?

Nur bei etwa 20% der kranken Katzen kommt es zu der Leukose-Form, die der Krankheit den Namen gegeben hat, nämlich zu einer bösartigen Wucherung bestimmter Blutzellen. Die weitaus meisten Tiere (ca. 80%) sterben jedoch an sogenannten FeLV-assoziierten Krankheiten, die bei Leukosekatzen eindeutig häufiger anzutreffen sind als bei anderen Katzen.

KING LOUIS war 1,5 Jahre alt, als bei ihm die Leukose

ausbrach. Sein Knochenmark produzierte keine

roten Blutkörperchen mehr.

Folgende Krankheitsanzeichen gelten unter anderem als FeLV-assoziiert:

Anämie, bestimmte Darmentzündungen, Gelbsucht, Zahnfleischentzündungen, Muskelschwund, Toxoplasmose, Gebärmutterentzündungen, Lymphknotenschwellungen.

Leukosekatzen erkranken beispielsweise mehr als doppelt so oft an Zahnfleischentzündungen wie normale Katzen, ihr Toxoplasmoserisiko ist fünffach erhöht.

Man kann also das Auftreten oben genannter Befunde als Warnzeichen ansehen. Ein ernstzunehmendes Warnsignal ist es auch, wenn irgendwelche Erkrankungen vorhanden sind, die sich trotz tierärztlicher Behandlung nicht oder nur wenig bessern. Man geht davon aus, dass das Leukosevirus die Abwehrkräfte des Körpers schwächen und dadurch viele Krankheiten einen schlimmeren Verkauf nehmen als zu erwarten wäre.

Aus tierärztlicher Sicht ergeben sich folgende Hinweise für den Katzenbesitzer:

Abschließend noch eine zusätzliche Information, die verdeutlicht, wie groß die Gefahr einer FeLV-Infektion ist: Im Institut der Veterinärpathologie der Universität Gießen ist etwa jede sechste Katze, deren Todesursache untersucht wird, mit Leukose infiziert! Leukose ist die häufigste dort festgestellte Infektionskrankheit, häufiger als Katzenseuche oder FIP.

Dr. med. vet. und Dipl. biol.
Gisela Wittmer
Westerbachstr. 226
65936 Frankfurt

Auch Tierheimkatzen haben Leukose und leiden darunter. Spende heute etwas für die betroffenen Tiere: Zum Spendenaufruf