rentnerkatze versorgen

Es sollte nicht überraschen, dass die Bedürfnisse einer älteren Katze ganz anders sind als die, einer jungen Katze. Aber die Frage ist, wie erkennt man, ob es der geliebte Katze im hohen Lebensalter noch gut geht? Wann erkennt man, ob der alten Katze etwas fehlt?

In der Regel gelten Katzen im Alter von sieben bis zehn Jahren als ältere Katzen. Und wenn sie im Alter vorankommen, wird es Veränderungen geben, die natürlich in ihrem Körper auftreten. Wenn Du zum Beispiel bemerkst, dass deine Katze weniger aktiv wird, kann es daran liegen, dass sie die Krankheit Arthritis hat.

Ohne richtige Pflege, gute Ernährung durch hochwertiges Katzenfutter und regelmäßige Tierarztbesuche ist die Gesundheit deiner Katze gefährdet, und die Anzahl der glücklichen, gesunden Jahre, die deine Katze noch mit dir verbringen wird, kann stark reduziert werden – und beides sind Dinge, wo Du dein Bestes geben solltest, um dies zu vermeiden.

So solltest du deine alte Katze pflegen, damit sie den Höhepunkt ihres Lebens genießen kann.

#1 Plane regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Tierarzt für deine „Senior-Katze“ ein

Während deine Katze noch gesund ist, wäre es super, wenn deine Katze ein gutes Verhältnis zu eurem Tierarzt entwickelt. Auf diese Weise kann der Arzt deine Katze besser kennen lernen und subtile Veränderungen erkennen, die auf eine Krankheit hinweisen. Mit alter Katze zum Tierarzt zu gehen ist dann ein „Kinderspiel“, wenn deine Katze es gewohnt ist zum Tierarzt zu gehen!

Ältere Katze impfen?

Aktuelle Katzenimpfungen, einschließlich Auffrischungs-Impfungen, sind wichtig, um die Gesundheit zu erhalten und dein Haustier vor bestimmten Krankheiten zu schützen. Du solltest also auf jeden Fall darauf achten, dass Deine alte Katze einen aktuellen Impfstatus hat.

Mit zunehmendem Alter der Katze, solltest Du öfter zum Tierarzt gehen, am besten alle sechs Monate. Selbst wenn Deine Katze gesund erscheint, gibt es Erkrankungen, die für das Auge nicht sichtbar sind, so dass es immer besser ist, Routineuntersuchungen durchzuführen.

Damit sich Ihre ältere Katze während Ihres Besuchs beim Tierarzt wohl fühlt, sollten Sie diese Tipps beachten.

  • Reduziere den Stress, der bei Tierarztbesuchen entsteht, indem die Transportbox Deiner Mietz wirklich bequem machst. Du kannst die Box zum Beispiel mit einer weichen, vertrauten Bettwäsche auslegen. Dies macht es einfacher, deine Katze freiwillig in die Transportbox zu bekommen.
  • Gehe frühzeitig, damit Du genügend Zeit hast und Deine Katze nicht in Stressgefühle kommt.
  • Frage beim Tierarzt nach, ob es einen Wartebereich gibt, in dem Du Deine Katze beruhigen kannst. Am besten etwas abgesondert von anderen furchteinflößenden Haustieren, z. B. wie Hunden.
  • Mache Dir im Alltag Notizen, welche Fragen Dir zwischendurch einfallen. Nur durch Notizen kannst Du dich dann auch wirklich an alle Fragen erinnern, wenn du direkt vorm Tierarzt stehst.

Hier mal ein paar Beispiele von Fragen, die du unbedingt stellen solltest, falls sie auf deine Katze zutreffen:

Wenn Deine alte Katze Blut im Urin hat, nicht mehr frisst, oder ständig Hunger hat, solltest du unbedingt beim Tierarzt nachfragen was zu tun ist. Auch wenn Deine alte Katze dünner aussieht, plötzlich blind ist, unruhig ist oder ständig miaut, inkontinent wird oder sich kalt anfühlt, ist der Tierarzt der richtige Ansprechpartner. Weitere wichtige Gründe einen Tierarzt aufzusuchen sind, wenn deine Katze viel trinkt, erbrechen muss, sich nicht mehr putzt, verfilztes Fell bekommt oder nachts schreit.

Wie viele Stunden schlafen alte Katzen?

Alte Katzen brauchen mehr Schlaf als junge Katzen. Zwischen 20 und 22 Stunden Schlaf sind als normal anzusehen. Biete Deiner Katze eine Schlafplatz an, der in der Nähe des Bodens ist, damit sie nicht hochklettern oder gar springen muss, um endlich schlafen zu können.

#2 Achte auf Änderungen

Katzen sind eigentlich Experten im Verstecken von Krankheiten. Es ist leicht, subtile Zeichen zu übersehen! Das heißt also für dich, wenn Du eine noch so kleine Verhaltensänderung bemerkst, ignoriere diese nicht! Behalte die Verhaltensänderungen im Auge, indem Du sie auf einem Notizblock auflistest und mit Deinem Tierarzt besprichst.

Auch im hohen Lebensalter ist es wichtig, dass deine Mietz nicht zu sehr an Gewicht zu nimmt. Mehr denn je muss Deine Katze ein gesundes Gewicht halten, um chronische Krankheiten zu vermeiden. Du kennst Deine Katze besser als jeder andere, also stelle sicher, dass Du alle Änderungen dem Tierarzt meldest.

Warum stinken alte Katzen?

Wenn Deine Katze anfängt zu stinken, kann das ein ernsthaftes Anzeichen einer Krankheit sein! Gehe schnellstmöglich mit ihr zum Arzt und lass deinen Rentner mal gründlich untersuchen. Oftmals ist es so, dass ältere Katzen weniger gelenkig sind und es deswegen nicht schaffen sich hinten rum abzuputzen. Wenn die Seniorkatze nun also ihr Geschäft erledigt hast, musst Du ihr helfen sich hinten abzuwaschen. Am besten du ziehst Dir Handschuhe an und wäschst sie hinten rum ab.

#3 Was kann man alten Katzen Gutes tun? Idee zB. besondere Unterkünfte bereitstellen

Es wird notwendig sein, Anpassungen in deiner Wohnung für Deine ältere Katze vorzunehmen. Deine Mietz wird Wärme und zusätzliche Polsterung für mehr Komfort im Alter benötigen. Also achte darauf, dass Du einen weichen Schlafplatz bereitstellst. Mache den Schlafbereich Deiner Katze leicht zugänglich, indem Du Rampen, Tritthocker und andere einfache und unkomplizierte Klettermöglichkeiten hinzufügst, um deinen Senior bei ihren Bewegungen zu unterstützen.

Wenn Deine Katze an Arthritis leidet, profitiert sie von einem Katzenklo mit niedrigen Seiten für einen einfachen Zugang. Achte auch darauf, dass Futter- und Wasserschalen gut erreichbar sind. Es ist wichtig, dass Du Deine Arthritis-kranke Katze nicht zwingst, sich beim Treppensteigen zu abzustressen, um zu trinken, zu essen oder das Katzenklo zu benutzen. In dem Fall von Arthritis solltest Du ihr in jeder Etage deines Hauses etwas zu Fressen, zu Trinken und eine Toilette anbieten.

#4 Überwachung der Essgewohnheiten

Der Nährstoffbedarf älterer Katzen wird sich ändern. Überwache die Essgewohnheiten Deiner Katze und bespreche die Ernährung mit Deinem Tierarzt. Wegen des Alters Deiner Katze sollten Dir alle Lebensmittel bekannt sein, die für Deine Katze giftig sind und du solltest sicherstellen, dass deine Mietz jeden Tag das beste Katzenfutter bekommt.

Bald werden wir auf die folgenden Fragen im Detail eingehen:

Welche Vitamine für alte Katzen?

Mit dem Alter einer Katze sinkt der Kalorienbedarf. Was jedoch steigt ist der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen und Spurenelementen. Es ist umso wichtiger, dass Du mit Deiner Katze zum Tierarzt gehst und dort die Ernährung deines rüstigen Rentners anpassen lässt.

Wieviel Futter braucht eine alte Katze?

Eine alte Katze braucht weniger Futter, aber dafür an Spurenelementen und bestimmten Vitaminen reichhaltigeres Futter. Genaueres kann Dir Dein Tierarzt sagen! Bitte unbedingt von ihm die benötigte Menge an Futter bestimmen lassen.

Welches Katzenfutter für alte Katzen

Was fressen alte Katzen gerne?

Welches Nassfutter für alte Katzen?

Welches Trockenfutter für alte Katzen?

Was tun, wenn alte Katze nicht frisst?

Das Wissen um die Nahrungsaufnahme Deiner Katze lässt Dich sofort wissen, wann immer sie weniger isst, was auf ein Gesundheitsproblem hinweisen könnte. Dies hilft auch Deinem Tierarzt, bei Problemen direkt einzugreifen.

Warum laufen alte Katzen weg?

Alte Katzen laufen nur dann weg, wenn die Bindung zum Herrchen oder Frauchen nicht besonders stark ist. Hier kannst du einiges nachholen und die Bindung stärken. Lese dir dazu den nächsten Absatz Nummer 5 durch:

#5 Genießt Eure Bindung

Die Bindung, die Du zu Deiner älteren Katze hast, ist etwas Besonderes und ist etwas, wonach sich Deine Katze sehnt. Eine ältere Katze braucht mehr Aufmerksamkeit als in ihrem frühen Leben. Sie ist verschmuster und möchte mehr Streicheleinheiten haben. Biete kontinuierlich mentale und physische Stimulation durch Spielen und Interaktion mit Deiner Katze an.

Die Bereicherung der Gesundheit ist sowohl für ältere Katzen als auch für Katzen jeden Alters wichtig. Beginne mit der Pflege Deiner Katze von Jugend an, um sicherzustellen, dass es eine gesunde Grundlage gibt, die deiner Mietz im Alter zugute kommt. Gebe vor allem Deiner jetzigen Senior-Katze genügend medizinische Versorgung und Aufmerksamkeit, damit sie die besten Momente ihres Lebens mit dir gemeinsam erleben kann.

 

katze haarausfall

Extremer Haarausfall bei Katzen was tun, um der Katze zu helfen?

Genau wie Menschen können auch Katzen Haarausfall erleiden. Und während es nur das Ergebnis des Alters oder eines unsichtbaren Unfalls sein kann, kann es auch ein Symptom für etwas Ernsteres sein. Glücklicherweise ist es ziemlich einfach festzustellen, ob ein Besuch beim Tierarzt notwendig ist:
Wenn Du eine kahle Stelle im Fell entdeckt hast, ohne Anzeichen von einer Verletzung, solltest Du diese Stelle gut im Blick behalten. Natürlich kann es sein, dass Deine Katze sich nur zu stark gekratzt oder an einer rauen Oberfläche gerieben hat. Sollte das Fell allerdings innerhalb einer Woche nicht nachwachsen und oder ändert sich die Größe, Deine Katze sich vielleicht auch anders verhält, dann solltest du einen Tierarzt aufsuchen.

Wie kann man Haarausfall bei Katzen stoppen?

Um den Haarausfall nachhaltig zu stoppen, musst du zuerst herausfinden oder besser gesagt vom Tierarzt herausfinden lassen wodurch die Haare deiner Katze ausfallen.

Warum hat meine Katze Haarausfall?

Wir haben fünf Gründe recherchiert, die möglicherweise die Ursache des Haarausfalls sind.

Haarausfall Grund #1: Umwelt- oder Lebensmittelallergien

Deine Katze kann aufgrund von Umwelt- oder Lebensmittelallergien Haare verlieren. Tatsächlich ist dies die Hauptursache für Haarausfall. Der beste Weg, die Allergie Deiner Katze herauszufinden, ist durch Tests des Tierarztes. Zusätzlich kannst Du auch versuchen, das Futter deiner Katze zu ändern oder Dinge aus ihrer Umgebung zu entfernen, welche die Ursache sein könnten. Manchmal können Gluten und Getreide Allergien auslösen – ebenso wie bestimmte Proteine. Es ist wichtig, dass Deine Katze von Ihrem Tierarzt untersucht wird, um die wahre Ursache zu finden.

Welches Katzenfutter bei Haarausfall ist geeignet?


Wenn Lebensmittelallergien das Problem sind, gibt es spezielles Katzenfutter wie z.B. getreide- und zuckerfreies Alleinfuttermittel für Katzen* zu kaufen, das eine Besserung verspricht.

Vitaminmangel kann ebenfalls die Katzenhaare ausfallen lassen (#2)

Es empfiehlt sich bei Vitaminmangel ein Ergänzungsfuttermittel anzubieten, das die folgenden Zusätze enthält: Vitamin B-Komplex, EPA und Taurin. Felimove bietet ein Ergänzungsfuttermittel mit diesen Bestandteilen hier günstig an (Klick)*.

Haarausfall bei Katzen aufgrund der Schilddrüse #3: Hyperthyreose

Die Hyperthyreose ist eine Drüsenerkrankung, die durch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüsenhormonen verursacht wird. Haarausfall ist nur eines von vielen Symptomen. Der Haarausfall tritt typischerweise auf, indem das Fell dünner wird, seinen natürlichen Glanz verliert und beim Bürsten Deiner Katze sehr viele Haare ausfallen. Wenn Du befürchtest, dass Deine Katze eine Schilddrüsenfehlfunktion hat, gehe direkt zum Tierarzt, der eine Blutanalyse durchführen kann, um den Verdacht zu bestätigen.

Für Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion gibt es spezielles Katzenfutter*, das der Katze hilft die Überfunktion zu regulieren.

Haarausfall Grund #4: Flöhe

Einige Katzen sind allergisch gegen den durch Flohbisse zurückgelassenen Speichel (Flohallergie-Dermatitis). Befallene Katzen haben den typischen Juckreiz und sind übermäßig mit ihrer Fellpflege beschäftigt. Allergische Katzen,

weisen auch lückenhaften Haarausfall auf. Insbesondere an Hals und Gesicht. Es ist wichtig zu beachten, dass diese allergische Reaktion bis zu zwei Wochen nach dem Verschwinden aller Flöhe auftreten kann. Ein Tierarzt wird Deiner Katze ein Medikament empfehlen, um Juckreiz und Entzündungen Deiner Katze zu lindern. Er wird auch empfehlen, Deiner Katze eine ganzjährige Behandlung mit Flohschutzmittel, wie beispielsweise diesem hier* zukommen zu lassen.

Ebenso wichtig ist es, Euer Zuhause auf Flöhe und Eier zu behandeln, indem Ihr Teppiche, Bettwäsche, Möbel usw. reinigt.

Ich kann dieses Langzeit-Flohspray hier empfehlen*:

Haarausfall bei Deiner Katze aufgrund von Pilz (#5 Die Ringelflechte)

Ringelflechte ist eine Pilzinfektion, die zu Haarausfall führen kann. Wenn Deine Katze Ringelflechte hat, ist es unerlässlich, dass Du Dich sich sofort darum kümmerst. Die Ringelflechte ist für andere Katzen und Menschen sehr ansteckend! Wenn Katzen mit der Ringelflechte infiziert sind, werden ältere Katzenhaare spröde und fallen aus, während Kätzchen rötliche Stellen im Gesicht, in den Ohren und auf den Pfoten erhalten. Manchmal auch von einer weißen oder grauen Kruste begleitet. Wenn Deine Katze diese Anzeichen von Ringelflechte zeigt, bringe sie direkt zum Tierarzt, der bestätigen wird, ob Ringelflechte die richtige Diagnose ist und welche Behandlung jetzt angemessen ist.

In Frage kommen Medikamente wie:

  • Lamisil
  • Micatin, monistat-derm
  • Lotrimin, mycelex

Gegen Juckreiz hilft dieses Naturprodukt: Zum Bestseller auf Amazon*

 

Katzenhaarausfall wegen zuviel Stress #6: Psychogene Dermatitis

Eine Katze, die an psychogener Dermatitis leidet, leckt sich zwanghaft bis zum Haarausfall. Die gute Nachricht ist, dass es sich hierbei nicht um eine Erkrankung handelt, die ernsthafte Gesundheitsrisiken verursachen kann. Aber Du solltest sie trotzdem als Grund zur Sorge betrachten, da es sich um ein Anzeichen für Stress oder Langeweile handelt.

Wenn Langeweile der Fall ist, betrachte es als einen guten Grund Dich mehr mit Deiner Katze zu beschäftigen und jeden Tag mehrmals für je mind. 10 Minuten mit ihr zu spielen.

Wenn Stress das Problem ist, musst Du etwas mehr nachdenken. Hat sich in letzter Zeit für Deine Katze etwas verändert? Hat Deine Katze keinen Zugang mehr zu ihren Lieblingsplatz. Wurden Möbel verschoben, oder wurden neue gekauft? Hast Du eine neue Katze oder ein anderes Tier ins Haus gebracht? Hat sich Ihr Tagesablauf verändert?

Wie Du siehst, können besonders empfindliche Katze durch eine Vielzahl von Dingen gestresst werden und sie sind nicht immer leicht zu beheben. Sehr hilfreich und gut verträglich sind Bachblüten für Katzen gegen Stress*.

Wenn du Schwierigkeiten hast, den Stress deiner Katze zu lindern, konsultiere deinen Tierarzt und frage nach Möglichkeit einer Verhaltenstherapie oder Angstmedikamenten (in extremen Fällen – es ist immer besser es vorher mit sanften, naturbelassenen Mitteln zu versuchen*). Wie immer solltest du dich umgehend an deinen Tierarzt wenden, um eine korrekte Diagnose zu erhalten und deiner Katze bei der Heilung ihres Stressproblemes zu helfen.

katzenkinder entwurmen

So ermöglichst Du Katzenkindern einen wurmfreien und gesunden Start ins Leben

Was kann entzückender sein als verspielte, lebensfrohe Katzenkinder?

Damit sich die kleinen Stubentiger ungestört entwickeln können, sollten zweibeinige Katzeneltern den wichtigsten Kinderkrankheiten ihrer Schützlinge* schon frühzeitig zu Leibe rücken. Typische Kinderkrankheiten der Katze sind Würmer.
Bereits in den ersten Lebenstagen infizieren sich viele Katzenwelpen mit Spulwürmern. Das infizierte Muttertier überträgt die Wurmlarven mit der Milch auf ihre Jungen. Über die Speiseröhre gelangen die Larven in den Welpendarm. Dort werden sie geschlechtsreif und produzieren Wurmeier, die mit dem Katzenkot ausgeschieden werden.

In ihrem Bemühen, sich durch Belecken sauber zu halten, infizieren sich Jung- und Alttiere mit den Wurmeiern stets aufs Neue. Die sich aus den aufgenommenen Eiern entwickelnden Larven wandern auf unterschiedlichen Wegen durch den Katzenkörper, um in den Darm zu gelangen. Unterwegs können sich einige Larven in der Körpermuskulatur abkapseln. Sie bilden ein Infektionsreservoir, das immer dann aktiviert wird, wenn die Körperabwehr nachlässt, zum Beispiel unter Stress oder während der Trächtigkeit.

Dann setzen die Larven ihre Wanderung fort und gelangen so auch in das Gesäuge.
Hakenwürmer sind ebenfalls häufig bei Jungkatzen anzutreffen. Ihre Eier werden von infizierten Tieren mit dem Kot ausgeschieden. In der Außenwelt entwickeln sie sich zu Larven, die sich durch die Haut in den Körper ihres Wirtes bohren.

Werden die Parasiten nicht frühzeitig ausgemerzt, kümmern die Jungkatzen, bekommen ein struppiges Fell und wässrigen bis blutigen Durchfall. Bei ausgewachsenen Katzen kommt es nur selten zu klinischen Erscheinungen. Als Infektionsüberträger spielen sie aber ebenso wie die infizierten Jungtiere eine bedeutende Rolle.

Denn nicht nur Katzen sind durch Wurmbefall gefährdet, sondern auch der Mensch.

Insbesondere Kinder, die in engem Kontakt mit Katzen leben, können Wurmeier oder Wurmlarven aufnehmen und durch wandernde Larven Gesundheitsschäden erleiden.

Der Infektionsgefahr für Tier und Mensch kann durch ein tierärztlich kontrolliertes Entwurmungsprogramm vorgebeugt werden. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte bereits die trächtige Kätzin auf Wurmbefall untersucht und entwurmt werden. Da im Gewebe abgekapselte Wurmlarven durch die Behandlung nicht erreicht werden können, müssen etwa 14 Tage nach der Geburt die Welpen und die Mutterkatze erneut und in regelmäßigen Abständen bis zur Wurmfreiheit behandelt werden.

Wurmkur Katzentest

Hast Du den Verdacht auf Würmer aber bist dir nicht sicher? Ein Test kann helfen!

Wurmkur Test von zuhause aus

Du kannst den Wurmtest* auch per frankiertem Rückumschlag ins Labor einsenden. Er ist für Hunde und Katzen geeignet.

Dafür musst du jedoch erst den folgenden Test rezeptfrei online kaufen (einfach auf das Bild klicken):

 

Wurmkur Test beim Tierarzt

Bei Kätzchen oder auch erwachsenen Katzen kannst du Kotproben über den Zeitraum von 3 Tagen verteilt mit Hilfe von Kotbechern sammeln*. Die Kotproben bringst du dann zum Tierarzt und der kann es genau austesten welche Art von Würmern die Beschwerden verursachen.

Kitten entwurmen – womit?

Der Tierarzt muss entscheiden, welche Kur die richtige Kur ist. Je nach Wurmtyp gibt es die verschiedenste Katzenmedizin. Wenn der Katzenkot zum Beispiel nur Bandwürmer enthält, muss auch nur das Bandwurmmittel gegeben werden.

Wurmkur für Kitten kaufen

Die richtige Wurmkur fürs Katzenkind kannst du beim Tierarzt deines Vertrauens erwerben. Es gibt allerdings auch ein freiverkäufliches, rezeptfreies Mittel, dass ich empfehlen kann (einfach auf das Bild klicken):

 

Wurmkur Katze rezeptfrei kaufen?

Nein die richtigen Wurmkuren gibt es nur mit Rezept vom Tierarzt zu kaufen. Die rezeptfreien Mittelchen – da ist Vorsicht geboten, denn viele enthalten Knoblauch oder Alkohol und das solltest du deiner Katze auf keinen Fall geben! Das einzige empfehlenswerte Mittel ist hier zu finden*.

Viele Katzenbesitzer suchen auch nach Wurmkur  Katze-Spot-On, aber die gängigen Spot Ons sind nur gegen Flöhe, Milben und Haarlinge!

Die Wurmkur  Katze Milbemax gibt es nur auf Rezept zu kaufen. Es ist ein gängiges Wurmmittel gegen Bandwürmer, Rundwürmer und Hakenwürmer. Außerdem hilft es zusätzlich gegen Katzen-Herzwürmer. Der Wirkstoff von Milbemax ist Praziquantel und Milbemycinoxim.

Von den Wurmkuren für Katzen, die pastenförmig sind, kann ich kein freiverkäufliches Mittel empfehlen.

Katze entwurmen mit Hausmittel?

Leider sind Hausmittel kaum wirksam gegen Würmer. Bitte geh lieber zum Tierarzt und lass dich beraten. Man kann ja auch garnicht wissen welche Art von Wurm die Mietze hat. Je nach Wurmart muss das Mittel ja auch unterschiedlich lang gegeben werden. Das einzige empfehlenswerte Mittel, das komplett aus Kräutern besteht und einem Hausmittel sehr nahe kommt ist dieses hier:

Entwurmungsplan Kitten

Die Frage „Wie oft Kitten entwurmen?“, kann nicht so pauschal beantwortet werden, da es unterschiedliche Arten von Würmern gibt. Letztendlich kann nur der Tierarzt genau feststellen um welche Würmer es geht, welches Mittel empfohlen wird und wie oft das Mittel gegeben werden muss.

Was man jedoch sagen kann ist:

Die Kitten sollten in der dritten Lebenswoche das erste Mal entwurmt werden. Solange sie noch bei der Katzenmutter ihre Milch bekommen dann alle 3 – 4 Wochen. Sollte ein Kitten bereits Würmer haben, sollte sogar aller zwei Wochen entwurmt werden. Frage bitte auf jeden Fall bei deinem Tierarzt nach, ob es eine bestimmte Art von Würmern ist und ob eine andere Entwurmungshäufigkeit empfohlen wird.

Anschließend müssen sie zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat aller vier Wochen entwurmt werden. Anschließend, also wenn sie mindestens 6 Monate alt sind, müssen die Kätzchen nur noch zwei bis vier mal pro Jahr entwurmt werden.

Folgebehandlung nach der Entwurmung

Wurmfreie Kätzchen verfügen über ein unbelastetes Immunsystem und dies ist Voraussetzung, um die Jungtiere im Alter von etwa acht Wochen gegen Infektionskrankheiten wie Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut und Leukose zu impfen.

Vorbeugen gegen Würmer bei Kätzchen

Es ist immer besser, wenn einem erneuten Wurmbefall vorgebeugt wird, denn jede neue Wurmkur geht leider auf die Darmflora. Die folgenden Maßnahmen eignen sich zur Prävention gegen Würmern bei Katzen.

  • Ein Vorteil ist eindeutig, wenn die Mietz nur in der Wohnung gehalten wird. Aber es gibt natürlich auch viele Argumente gegen Wohnungshaltung. Das muss jeder Katzenhalter im Einzelfall selbst entscheiden. Auch die Qualität des Katzenfutters spielt eine Rolle. Ich habe gute Erfahrung mit diesem Katzenfutter hier gemacht (Klick).*
  • Rohes Fleisch und nur halbherzig abgekochtes Fleisch ist absolut tabu, denn dort können sich Würmer drin verstecken!
  • Mache regelmäßig Kotproben und gib sie bei deinem Tierarzt zur Untersuchung ab.
  • Wenn deine Kitten oder Katze ein starkes Immunsystem hat, ist das die perfekte Abwehr gegen Würmer. Hier können Multivitamin-Präperate* behilflich sein, die zusätzlich zum normalen Katzenfutter gegeben werden.
  • Freigängerkatzen kommen natürlich mit anderen Tieren in Kontakt und schleppen auch mal eine tote Maus in ihrem Mäulchen. Das muss aber nicht bedeuten, dass diese Katze davon gleich Würmer bekommt. Es gehört zum natürlichen Lebensraum der Katzen dazu, dass sie auch mal mit einem toten Kadaver in Berührung kommen.

Quellenangabe: Ein Teil des Textes kommt vom Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V., Frankfurt

 

Wenn dir dieser Artikel nützlich ist, dann unterstütze auch du die lokalen Tierheime: Zum Spendenaufruf

 

 

katze flug kosten

Wie transportiere ich meine Katze im Flugzeug?

Am besten in einer Katzenflugzeugtransporttasche oder -box. wie z. B.  die Petshoney-Tasche*.


Hier musst Du unbedingt die Bedingungen Deiner Airline durchlesen und eine fürs Flugzeug passende Transportbox oder -tasche* kaufen.

Kaufe die Katzentransportbox rechtzeitig, damit sich Deine Katze an die Katzenbox gewöhnen kann. Während des Fluges solltest Du eine saugfähige Unterlage* in die Box legen.

Wer eine Katze im Flugzeug mitnimmt, sollte die folgenden Vorbereitungen treffen:

Mache bitte einen Gewichtstest wieviel die Katze inklusive der Transportbox wiegt. Oftmals ist das Gewicht ein wichtiger Faktor, ob die Katze mit ihrer Box mit darf. Bei einigen Fluggesellschaften muss die Katzenbox unter den Flugzeugsitz passen und die Mietz sollte sich trotzdem gut darin drehen können und sich aufrecht hinsetzen können.

Katze Flugzeug Beruhigungsmittel geben oder nicht?

So ein Flug ist natürlich super stressig für eine Katze. Du kannst beim Stewardpersonal nachfragen, dass Du Deine Katze öfters mal hochholen kannst, um sie zu streicheln. Das beruhigt deine Mietze nämlich sehr. Von Beruhigungsmitteln ist besser abzuraten, weil diese unter dem Druck der Kabine so weit oben eventuell eine gefährliche Wirkung haben können. Besser ist es, der Katze Bachblüten gegen Flugangst* zu geben oder Feliway (von Tierärzten entwickelt)*.

Dadurch ist die Katze beruhigt und trotzdem nicht in Gefahr durch Medikamente.

Beim Landen und Starten des Flugzeuges wird starker Druck auf die Katzenohren ausgeübt. Deswegen ist es wichtig, dass die Katze zwischendurch schluckt, damit die Mietze den Druck in den Katzenohren ausgleichen kann.

Du kannst Malzpaste mit ins Flugzeug nehmen und Deiner Katze die Malzpaste* anbieten, denn dann schlabbert und schluckt sie zwischendurch regelmäßig.

 

Welche Fluglinie erlaubt Katzen im Flugzeug?

Jede Fluglinie hat unterschiedliche Bestimmungen, ob eine Katze mitgenommen werden kann oder nicht. Deswegen ist es so wichtig, dass Du so früh wie möglich die Infos einholst, ob Deine Fluglinie Katzen mitnimmt. Um mit Katze zu reisen, muss die Katze meist im Vorhinein über ein Formular angemeldet werden. Im nächsten Absatz sind alle Fluggesellschaften aufgelistet.

Was kostet es eine Katze im Flugzeug mitnehmen?

Die Kosten variieren – hier mal einige Beispiele von Fluggesellschaften bei denen Katzenmitnahme erlaubt ist:

Iberia, KLM, SunExpress ab 25 Euro

Air France ab 30,- Euro

TUIfly ab 40,- Euro

Austrian Airlines, Condor, Lufthansa, Swiss Airlines ab 50,- Euro

Eurowings ab 55,- Euro

Germania, Thaiairways, Turkish Airlines ab 60,- Euro

United Airlines ab 125,- Euro

Emirates ab 500 Euro

 

Ist die Einreise mit Katze erlaubt?

Es ist natürlich wichtig, dass man sich ausreichend informiert, welche Bestimmungen es für die Einreise mit Katze im jeweiligen Land gibt. Oftmals muss die Mietz bestimmte Impfungen haben oder einen internationalen Impfausweis und auch ein tierärztliches oder sogar amtstierärztliches Gesundheitszertifikat vorweisen können. Am besten Du erkundigst Dich bei der Botschaft welche Einreisebestimmungen es für Katzen gibt.

Die Reisebüros sind hier teilweise nicht komplett informiert, besser ist es, alle Infos selbst zu recherchieren. Es gibt auch Länder, bei denen die Einreisebestimmung aus einer Quarantäne für mehrere Monate besteht. Diese Länder eignen sich nicht als Urlaubsort.

Gesundheitliche Gefahren beim Verreisen mit Katze

Zusätzlich gibt es eine Reihe von gesundheitlichen Gefahren für Katzen – je nachdem in welches Zielland die Katze mitreisen soll.

Es gibt Katzenkrankheiten, die durch Insekten übertragen werden. Das ist besonders in den Mittelmeerländern und den Vereinigten Staaten der Fall.

Urlaubszeit mit Katze

Sandfliegen und Stechmücken übertragen die Herzwurmkrankheit auf Katzen. Zecken übertragen Ehrlichiose und Babesiose. Durch einen einfachen Mückenstich kann eine Dirofilariose übertragen werden.

Da auch Infektionskrankheiten wie Staupe wieder weiter verbreitet werden, ist ein ausreichender Impfschutz notwendig.

Gegen die Herzwürmer kann man sowohl vor als auch nach der Reise prophylaktisch Medikamente geben.

Gegen Zeckenbisse und Insektenstiche sollte unbedingt Schutz bestehen. Hier kann der Tierarzt Tipps geben.

Generell sollte auf jeden Fall einen Monat bevor die Reise los geht der Tierarzt befragt werden welche Vorsorge getroffen werden muss, damit die Katze optimal versorgt ist im Urlaub.

Nach der Reise sollte der Tierarzt das Blut der Katze untersuchen, ob irgendwelche Krankheiten aus dem Urlaub mitgebracht wurden.

Nur durch die Blutuntersuchung kann rechtzeitig erkannt werden, ob es der Katze schlecht geht und es kann auch schnellstmöglich etwas gegen die Krankheit unternommen werden. Falls Du eine Katze aus Deinem Urlaub mitgebracht hast, dann ist die Untersuchung durch den Tierarzt sowieso ein MUSS.

In den folgenden Urlaubsländer besteht Ansteckungsgefahr für Katzen:

Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Griechenland, Türkei: Ehrlichiose, Babesiose, Leishmaniose, Dirofilariose

Ungarn: Babesiose/ Haemobartonellose, Dirofilaria repens

USA: Ehrlichiose, Babesiose, Leishmaniose, Dirofilariose

Quelle: Informationsblatt Vet Med Labor, Ludwigsburg
http://www.vetmedlabor.de

 

Giardien bei katzen ansteckung

Giardien – Der Kampf gegen den Einzeller

Mir wurde die folgende Frage gesendet:

Was ist „Giardien“ bei Katzen?

Giardien sind einzellige Darmparasiten, welche sehr ansteckend bei Katzen, aber auch beim Menschen sind. Diese Einzeller gehören zu den Geißeltierchen. Giardien haften sich mit ihrer Saugscheibe an die Wand des Dünndarms. Diese Einzeller, auch Giardien genannt, verursachen sehr starken Durchfall. Dieser starke Durchfall tritt nicht nur bei deiner Katze auf, nein auch du als Tierbesitzer kannst davon betroffen sein. Diese einzelligen Darmparasiten stammen aus dem Mittelmeerraum. Es haben fast in jedem Land Tierbesitzer und auch Tierschützer mit Giardien zu kämpfen. Sogar in Deutschland sind diese Darmparasiten bei Katzen sehr stark verbreitet. Es gab eine Studie, in der die Belastung von Fließgewässern mit Giardia Lamblia in vier Einzugsgebieten untersucht wurde. In der Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Giardia Lamblia sogar über die vier Einzugsgebiete hinaus verbreitet sind. Auch in den umliegenden Bächen und Talsperren der vier untersuchten Einzugsgebiete wurden Giardien nachgewiesen. Die nachgewiesene Menge war zwar gering, aber auch diese geringe Menge ist sehr bedeutend.

 

Wie Giardien erkennen?

Die Giardien Symptome: Katzen mit Darmparasiten leiden sehr oft unter wässrigem, ockerfarbenen Durchfall. Dieser Durchfall ist auch sehr häufig mit blutiger Schleimhaut aus dem Dünndarm durchzogen. Ein Symptom von Giardien ist der typische Geruch des Katzenkots: Der Giardienkot riecht auch immer etwas süßlich. Eine Katze, welche unter Giardien leidet, schafft es häufig nicht mehr rechtzeitig auf ihr Katzenklo. Die befallenen Katzen haben auch einen sehr großen Appetit. Die aufgenommene Nahrung kann aufgrund der Darmparasiten leider nicht mehr richtig verwertet werden, deswegen empfiehlt sich ein Nahrungsergänzungsmittel zu geben*.

Von Giardien sind besonders Katzenbabys, die sogenannten Kitten, sowie alte aber auch schwache oder geschwächte Tiere betroffen.

Giardien was tun?

Sehr wichtig für einen Besitzer einer Katze, welche unter Giardien leidet, ist, darauf zu achten, dass der Stubentiger nicht austrocknet. Eine Austrocknung kann bei einer Katze sehr schnell lebensbedrohlich werden. Stelle deswegen immer genug frisches Wasser bereit, damit dein Liebling jederzeit etwas Trinken kann. Bei Anzeichen von Austrocknung (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Hecheln, eingefallene Augen) solltest du deine Katze lauwarmes Wasser Trinken lassen und danach sofort zum Tierarzt!

Wahre Begebenheit: Tierarzt erkennt Giardien nicht!

Die Giardienkrankheit wirklich erkennen kann nur ein Giardientest. Ich habe sowohl von Fällen gehört, bei denen der Test vom Tierarzt versagt hat, als auch von selbst gemachten Tests, die versagt haben. Das Problem ist einfach, dass die Giardien nicht täglich im Kot zu finden sind. Deswegen kann ein Test falsch negativ anzeigen. Ich empfehle daher immer, den Test doppelt zu machen: Einmal selbst zuhause, als auch beim Tierarzt.

Einen Giardien Test zum selbst testen gibt es bei Amazon* zu kaufen. Im Test-Set sind auch die Behälter dabei, in denen der Kot gesammelt wird. Durch Klicken auf das folgende Bild, kommst du direkt auf Amazon, wo du mehr Infos über den Test findest:

 

Selbst wenn der Test zuhause negativ ausfällt du aber trotzdem eine Kotveränderung bemerkst, solltest du mit Deinem Liebling zum Tierarzt gehen, damit der wahre Grund für die Kotveränderung gefunden wird.

Vorbereitung für den Test beim Tierarzt

Um durch einen Test beim Tierarzt die Krankheit Giardien bei einer Katze nachzuweisen, sollte über drei Tage Kot gesammelt werden. Zum Beispiel mit Hilfe der hier abgebildeten Dosen*:

 

Der Kühlschrank dient als Zwischenlager für die Kotproben, welche sehr fein verpackt werden. Bis es dann endlich heißt: Ab mit den Kotproben und der Katze zum Tierarzt deines Vertrauens.

Bei einem positiven Befund einer Katze verschreibt der Tierarzt Panacur. Es gibt mittlerweile leider Giardienarten, die eine Resistenz gegenüber dem Mittel Panacur entwickelt haben. Panacur wurde ursprünglich für Hunde entwickelt und nicht für Katzen. Nebenwirkunge von Panacur sind weitere Durchfälle und Appetitlosigkeit. Leider zerstört Panacur die Flora des Katzendarms – wenn man Panacur verabreicht, muss man zusätzlich immer eine komplette Katzendarmsanierung machen. Bis sich der Darm wieder erholt hat, können Monate vergehen, in denen die Katze weiterhin unter Durchfällen leidet oder sogar Gefahr läuft zu dehydrieren. Es gibt Möglichkeiten die Giardien los zu werden ohne diese vielen Nebenwirkungen. Nämlich mit meinem Geheimtipp „Spartrix*“ – dazu unten mehr. Nun zurück zum Thema Panacur, für alle, die lieber Panacur verwenden möchten:

Panacur ist ein Wurmmittel welches über mehrere Tage verabreicht werden muss. Es gibt verschiedene Phasen, in denen das Medikament verabreicht wird.

  1. Phase eins besteht darin, dass die Gabe von Panacur oder einem ähnlichen, vom Tierarzt verschriebenen Mittel, fünf Tage lang erfolgt.
  2. Phase zwei besteht darin, dass die Gabe des Medikamentes für drei Tage ausgesetzt wird. Danach beginnt wieder das gleiche Schema wie bei der ersten Phase.

Panacur / Metrodinazol oder andere bittere Katzenmedzin richtig verabreichen

Viele Giardienmedikamente sind sehr bitter. Je nach Katze, klappt die Verabreichung der Medikamente unterschiedlich gut. Lass dir die Medikamente auf jeden Fall in Tablettenform geben, denn in flüssiger Form, wirst du sie schwer verabreichen können.

Hier einige Ideen, wie die Verabreichung erfolgreich werden kann:

  • Manche Katzen nehmen die 500g Panacurtabletten ganz einfach mit Leckerlistäbchen* ein
  • Bei anderen Katzen ist es komplizierter, aber was zB. gut geklappt hat: Die Panacurtablette zuerst im Mörser zerkleinern und dann mit einem Esslöffel Schälchen Sheba Selection* verrühren. Optional kann anstatt des Sheba auch Leberwurst verwendet werden.
  • Weitere Idee: Panacur in lauwarmem Wasser aufweichen und mit einer stumpfen Spitze ins Mäulchen geben

Manchmal reicht die Behandlung mit Panacur nicht aus, deshalb muss oft auch auf andere Mittel oder Wirkstoffe wie zum Beispiel Metronidazol oder Tinidazol zurück gegriffen werden. Tinidazol ist aber leider nur noch im europäischen Ausland erhältlich. Die Mittel gegen die Darmparasiten sind sehr bitter und deshalb ist es sehr schwierig Katzen dieses Mittel zu verabreichen. Damit Sie sich eine Erleichterung bei der Gabe dieses Mittels bei einer Katze schaffen, können Sie die Tabletten in Gelatine-Kapseln umfüllen. Diese Gelatine-Kapseln sind in jeder Apotheke erhältlich. Sie sollten aber unbedingt noch an ein was denken: Nicht nur das mit Giardien betroffene Tier, sondern alle Tiere welche im Haushalt leben müssen unbedingt behandelt werden.

 

Meine erste Wahl bei Giardien: Spartrix*


Dieses Medikament ist für Tauben zugleassen – für Katzen jedoch nicht offiziell. Dennoch wird es sehr oft erfolgreich von Katzenfreunden verabreicht, weil es dazu viele positive Erfahrungsberichte gibt. Der Erfolg der Behandlung mit Spartrix beruht auf der „Verwandtheit“ des Mittels mit anderen Medikamenten gegen Giardien. Deswegen ist es tatsächlich ein wirksames Mittel gegen Katzengiardien. Es gibt verschiedene Ideen und Erfahrungsberichte wie das Spartrix am besten dosiert werden sollte. Wer mit Spartrix behandelt, der muss sich klar machen, dass er experimentiert. Die Dosierung auf der Packungsbeilage für Spartrix* ist für Tauben. Wer sich für die Behandlung entscheidet, der muss letztendlich selbst testen, wie er das Mittel bei seiner Katze dosiert. Am besten man rechte sich selbst einen „Schnitt“ aus von allen Erfahrungsberichten, die man so finden kann.

Das Gute an Spartrix ist, dass bisher niemand der Selbstanwender von Unverträglichkeiten berichtet – auch nicht bei kleinen Kitten. Die Giardien verschwinden rasch und die Tiere müssen sich nicht weiter damit herumquälen. Die Therapiedauer ist kurz im Vergleich zu anderen Medikamenten. Bei kleinen Kätzchen ist einfach immer ein hohes Risiko, wenn man sie mit Panacur behandelt. Die Durchfälle und die geschädigten Darmwände sind für Kitten schnell lebensgefährlich. Die Kleinen Kätzchen können froh sein, wenn sie überhaupt ein paar Nährstoffe aus dem Katzenfutter verarbeiten können. Wenn die Kitten geschädigte Darmwände haben, passiert es, dass sie die Nahrung einfach ohne sie verdaut zu haben, wieder ausscheiden.

Eine zeitlang war es schwierig Spartrix zu bekommen, mittlerweile gibt es das Mittel wieder ganz normal im Handel*.

 

Hygiene ist sehr wichtig

Giardien sterben zwar besonders schnell an der Luft doch leider sind es die Zysten der Giardien, welche sehr langlebig sind. Ein normales Desinfektionsmittel kann beseitigt die Zysten leider nicht. Sollte ihr Stubentiger jedoch diese Zysten wieder aufnehmen, dauert der Zyklus bis zur Entwicklung von neuen Giardien nur 10-15 Tage. Dies können Sie besonders gut an der wechselnden Intensität des Durchfalles bei ihrer Katze erkennen. Deshalb müssen Sie täglich Putzen*. Die Hygiene spielt eine sehr große Rolle bei der Behandlung von Giardien. Sie müssen unbedingt das Katzenklo täglich ausspülen und desinfizieren*. Das gesamte Katzenstreu muss täglich gewechselt werden.

 

Welches Desinfektionsmittel bei Giardien?

Das richtige Desinfektionsmittel* sollte die in der Wohnung vorhandenen Oberflächen und Materialien nicht beschädigen. Es ist außerdem wichtig darauf zu achten, dass es keine Resistenzen bei den Einzellern verursacht. Desinfektionsmittel wie zum Beispiel Halamid*, hat sich bei der Bekämpfung von Giardien sehr gut bewährt. Es wird gleich mit Dosieranleitung geliefert und kann auch in Sprayflaschen umgefüllt, verdünnt und in der Wohnung versprüht werden. Das Halamid kommt gleich in einem 1 kg Eimer und ist sehr ergiebig, um die gesamte Wohnung von den Giardien und Zysten zu befreien. Es reichen leider die normalen Desinfektionsmittel aus Drogeriemärkten oder Supermarkt  bei der Bekämpfung dieser Darmparasiten nicht aus.

Auch die Wasser- und Futternäpfe sollten täglich gereinigt werden. Am besten Sie übergießen diese Näpfe mit kochendem Wasser. Decken und Liegeflächen Ihres Stubentigers sollten Sie bei mindestens 60 Grad Celsius reinigen. Auch den Kratzbaumes ihres Lieblings sollten Sie auf keinen Fall vergessen. Sollten Sie bei der Reinigung des Kratzbaumes einen Dampfreiniger verwenden, sollten sie unbedingt daran denken die einzelnen Stellen sehr lange zu bedampfen. Sie sollten aber auch noch wissen je stärker der Durchfall bei Ihrer Katze ist umso leichter verteilen sich die langlebigen Zysten der Giardien. Bereits durch eine Aufnahme von nur wenigen Zysten kann ein erneuter Giardienbefall entstehen.

Sanierung der Darmflora und Stärkung des Immunsystems

Die Sanierung der Darmflora bei ihrer Katze erfolgt gleichzeitig mit der Medikamentengabe. Dies ist unbedingt erforderlich um den lästigen Durchfall bei Ihrer Katze zu stoppen. Es ist natürlich ebenso wichtig, dass sich die Darmwand wieder erholt. Dafür sind sehr gut Perenterol-Kapseln 50 mg* geeignet. Du kannst eine Perenterolkapsel auf 3 Mahlzeiten aufteilen. Streue es einfach über das Futter Deiner Katze. Natürlich kannst Du auch Bierhefetabletten*  wie ein Leckerli geben bzw. über das Futter streuen. Aber auch Moorheilerde* können Sie verwenden. Diese Moorheilerde können Sie einfach in das Futter mischen oder in die Schale mit frischem Wasser bei Ihrem Stubentiger geben. Benebac* ist ein Mittel mit positiven Bakterienkulturen, welches Du bei Amazon* erhalten kannst. Darmflora plus ist ein geschmacksneutrales Pulver, welches Sie in einer Apotheke erhalten können. Mucosa compositum* ist ein sehr komplexes Mittel auf homöopathische Art, welches Du bei Amazon bestellen kannst. Welches Mittel am geeignesten ist, weiß Dein Tierarzt oder Deine Tierheilpraktikerin.

Ein sehr großer Teil der Hunde und Katzen welche bei uns in Deutschland leben, können ohne Symptome mit diesen Darmparasiten leben. Tiere mit einem sehr guten Immunsystem können die Giardien besser eliminieren. Das ist aber bei jungen, geschwächten und natürlich auch gestressten Tieren leider nicht der Fall. Diesen Tieren sollte auch immer etwas zur Stärkung des Immunsystems gegeben werden. Sie könnten deshalb bei ihrer Katze auch eine Kur mit Immu Stimm* durchführen. Beim Durchfall welcher durch die Giardien ausgelöst wird, wird das sehr wichtige Vitamin B ausgeschieden. Sie können das Vitamin B in Tablettenform verabreichen oder der Tierarzt gibt ihrer Katze eine Spritze. Sie sollten aber unbedingt nach der richtigen Dosierung der Tabletten fragen.

Darmparasiten verhungern lassen!

Giardien ernähren sich von Kohlenhydraten. Diese sollten aber im Speiseplan ihrer Katze nicht vorkommen. Trockenfutter und auch Nassfutter aus dem Supermarkt, welches einen sehr hohen Getreideanteil enthält ist für eine artgerechte Katzenhaltung leider nicht geeignet. Sie können deshalb den Giardien recht einfach die Nahrungsquelle entziehen. Bei ihrer Katze ist aufrund der Durchfälle Schonkost* angesagt. Schonkost heißt das Sie ihrer Katze nur mageres Hühnchen- oder Putenfleisch oder natürlich auch sehr bekömmliches Dosenfutter* ohne Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Zucker oder Karamell geben können. Sie sollten sich deshalb die Inhaltsstoffe auf der Verpackung des Futters genau durchlesen.

Es gibt auch alternative Wege gegen Giardien

Leider gibt es gegen Giardien noch nicht die perfekte Lösung in der Medikamentenwahl. Sehr oft werden Panacur und Metronidazol miteinander kombiniert. Die Dosierung aber auch die Länge der einzelnen Phasen wird auf jede Katze separat angepasst.

Bei der Behandlung mit kolloidalem Silber*, welches auch mit Panacur kombiniert werden kann, haben Tierheilpraktiker bei der Bekämpfung von Giardien sehr großen Erfolg.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Sie einmalig hochdosiertes Tinidazol verabreichen. Danach sollten Sie aber vier bis sechs Wochen warten bevor Sie erneut die Kotproben beim Tierarzt testen lassen. Sollte der Befund leider immer noch positiv sein, reicht schon eine zweite Gabe von Tinidazol vollkommen aus. Der zweite Test nach vier bis sechs Wochen ist in der Regel immer negativ. Bitte keinen Alleingang bei dieser Behandlungsmethode unternehmen, sondern immer einen Tierarzt ihres Vertrauens hinzuziehen, da die Nebenwirkungen leider sehr hoch sind.

Mehr Infos zu Giardien gibt es in unserer Buchempfehlung:

Giardien bei Kleinsäugern*:

 

exponentielle Fortpflanzung der Katze

Und nach uns die Kätzchenflut….

80 Millionen Kätzchen in 10 Jahren! Klingt verrückt, ist aber statistische Realität. Geht man davon aus, dass ein Katze und ein Kater im Jahr zweimal Junge bekommt und von diesen jeweils drei überleben, macht das nach nur drei Jahren über 400 Kätzchen!

Katzenpopulation Deutschland

Um nicht in einer Katzenflut unterzugehen, heißt die Lösung daher: Kastration. Denn selbst ein einziges Katzenpärchen hat, wenn es pro Jahr zwei Würfe mit zwei bis drei Jungen auf die Welt bringt, die selbst wieder Nachwuchs bekommen, eine schier unvorstellbar große Zahl an Nachkommen —

80 Millionen nach nur zehn Jahren!

Die hier beschriebene Fortpflanzungspyramide soll verdeutlichen, dass ein einziges Katzenpaar ausreicht, um eine regelrechte Lawine ins Rollen zu bringen.
Das ist deshalb unglaublich wichtig, weil es immer noch Katzenhalter gibt, die ihre Lieblinge nicht kastrieren lassen wollen, sondern lieber eine Katzenflut in Kauf nehmen. Oder was wenig besser ist, die Kastration nach dem ersten Wurf erledigen wollen. Es herrscht zwar im Allgemeinen die Meinung vor, dass sich im Bekanntenkreis sicherlich genug Abnehmer für eines der niedlichen Tiere finden werden. Aber am Ende werden etliche junge Katzen im Tierheim oder auf der Straße landen und diejenigen, die wirklich ein neues Haustier wollen, könnten ja stattdessen eine Katze aus dem Tierheim glücklich machen.

fundtier wer zahlt

 

Fundtier – was tun ?

Vorsicht: Wem gehören Fundtiere? Mitnahme kann Diebstahl sein!

FALL A: Haustier (z. B. Katze) Zugelaufen?

Schon wieder war sie da, die dunkle Katze mit den smaragdgrünen Augen lag mal wieder im Garten von Herr Peter. Darf Herr Peter die Fundkatze behalten?

 

Die kleine Katze war in letzter Zeit häufiger im Garten aufgetaucht und Herr Peter legte deswegen ein Futternapf an die Veranda. „Du armes Ding, hast wahrscheinlich kein Besitzer?“. Nach einer Woche nahm Herr Peter die Katze und brachte sie schließlich ins Haus. Der Katze gefiel es anscheinend, denn sie machte es sich auf der Couch gemütlich und schloss langsam die Augen, um ein Nickerchen zu halten. Herr Peter gab der Katze den Namen „Denzil“.

Denzil durfte aber von nun an nicht mehr raus aus dem Haus, denn Herr Peter wollte, dass sich die Katze an das neue Zuhause gewöhnt. Leider wusste der Tierfreund Herr Peter nicht, dass „Denzil“ eigentlich „Mohrchen“ hieß und das neuste Familienmitglied der Nachbarn eine Straße weiter war.
Als Mohrchen nach zwei Tagen nicht mehr zurück ins Haus kam, suchte die Familie die Nachbarschaft ab und rief auch bei der Polizei und dem Tierheim an.
Eine Woche verging. Mohrchen war ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen verschwunden und die Familie konnte trotz aller Bemühungen Mohrchen nicht ausfindig machen.

 

Die Rechtslage (Fundtieregesetz), juristische Situation:

Wenn der rechtmäßige Besitzer eines gefundenen Tieres nicht ausfindig gemacht werden kann, gilt das Gefundene, also in dem Fall die gefundene Katze, als „Fundsache“.

 

Die Stadt oder Gemeinde ist für die Versorgung einer Fundsache verantwortlich, die in den meisten Fällen, schon vor ab, das örtliche Tierheim mit der Pflege und Aufbewahrung solcher Tiere beauftragt hat. Wenn die gefundene Katze dem Tierheim gemeldet wurde, darf das Tier, meistens provisorisch, in seinem „Adoptionszentrum“ zur Pflege bleiben.
Aber Achtung: Sobald sich der rechtmäßige Besitzer meldet, hat der Finder das Tier abzuliefern. Erst nach sechs Monaten ohne Signal des vorherigen Besitzers werden die Besitzansprüche an den neuen Halter übergeben. Die Betreuungskosten werden von der Gemeinde jedoch nur für die ersten vier Wochen gezahlt. Für den Rest der Periode muss der Tierfreund selbst aufkommen. auf.

Es ist bemerkenswert, wenn Tierliebhaber sich um scheinbar streunende Tiere kümmern. Aber es gibt ein paar Punkte, die man beachten sollte, um sicherzustellen, dass man einen bestehenden Besitzer nicht unglücklich macht, indem man ausversehen sein Tier adoptiert. Außerdem ist das Behalten von Tieren, die schon einen Besitzer haben, tatsächlich als Tatbestand eines Diebstahls gültig.

Eine Katze, die gut ernährt ist und ein gesundes Fell hat, ist in vielen Fällen einfach nur eine freilaufende Katze, die bei ihren Razzien ein paar zusätzliche Leckereien fangen möchte. In solchen Fällen ist die Versuchung groß, das Tier zu füttern. Aber das ist nicht zu empfehlen. Gerne können Sie das Tier in die Wohnung lassen, um ein Nickerchen zu machen. Aber die Katze sollte wieder rausgelassen werden, sobald sie es will. Sie können das Tier gerne gut behandeln, wenn es sich immer wieder in ihrem Garten blicken lässt, aber erklären Sie es nicht als der Familie zugehörig.

Ein vernachlässigtes Tier mit einem zotteligen Fell hingegen wurde höchstwahrscheinlich aufgegeben. Fütterung* ist offiziell nicht nur erlaubt, aber sehr empfehlenswert. Wenn herrenlose Tiere hungern, muss das Futter gut dosiert* werden. Zu viel auf einmal ist extrem ungesund für den kleinen Magen. Wenn eine solche Katze wenig Interesse daran hat, ihren warmen Platz zu verlassen (und nur dann!), Ist die – provisorische – Aufnahme des Tieres erlaubt. Das gleiche gilt – in geringerem Maße – für Hunde, von denen es bekanntermaßen mehr Ausreißer gibt, als man meinen könnte. 

 

Was ist zu tun? 

1) Fundtiere melden

Der Fund des Tieres muss in jedem Fall gemeldet werden: beim Tierheim bzw. örtlichen Tierschutzverein, der Polizei und der Gemeinde bzw. Ordnungsbehörde (Fundbüro).

 

Wer zahlt Tierarztkosten bei Fundtieren?

Die Meldung bei der Gemeinde muss schriftlich erfolgen (Fundtieranzeige), da ansonsten kein Anspruch auf Erstattung entstehender Kosten (v.a. Tierarzt) besteht.

 

„Wo kann ich eine Fundkatze abgeben?“

Es ist zu überlegen, ob man die Katze ins Tierheim abgibt oder lieber bei sich behält, bis die „Besitzverhältnisse“ geklärt sind. Zu beachten dabei ist: Eine Erstattungspflicht der Pflegekosten durch die Gemeinde existiert nur für die ersten vier Wochen.

Diese Frist gilt, obwohl das Tier erst nach sechs Monaten endgültig an den Finder übergehen kann – vorausgesetzt, es meldet sich bis dahin kein Besitzer.

Ab wann dürfen Fundtiere vermittelt werden? Erst nach 6 Monaten darf die Katze an einen neuen Besitzer abgegeben werden.

Was passiert mit Fundkatzen im Tierheim? Bei der Entscheidung, das Tier oder die Katze im Tierheim abzugeben, kann man sicher sein, dass die Katze wenn möglich an den ursprünglichen Besitzer zurück gegeben wird oder ein neuer Katzenfreund sich der Katze annimmt.

 

2) Zum Tierarzt

Der Gang zum Tierarzt ist der nächste Schritt. Zunächst ist das Tier auf Chip, Halsband oder Tätowierung zu untersuchen, die eventuell Hinweise auf den Besitzer geben. Im Falle eines Chips können Tierarzt und Tierheim bei der Suche nach dem Besitzer weiterhelfen. Dies ist aufgrund der Existenz verschiedener Registrierstellen, wie zum Beispiel Tasso, der beste Weg.

Der Tierarzt untersucht nicht nur den allgemeinen Gesundheitszustand, sondern sucht mit einem speziellen Lesegerät auch nach einem möglichen Microchip. Die Kosten hierfür übernimmt i.d.R. die Gemeinde/Stadt, wenn bei ihr eine Fundtieranzeige, also eine schriftliche Meldung der „Fundsache“, vorliegt. Somit soll verhindert werden, dass sich einige Personen ihr eigenes Tier auf Kosten der Gemeinde behandeln lassen.

 

3) Tierbesitzer suchen

Es gibt Dank des Internets viele Möglichkeiten den Besitzer einer Katze zu suchen.

Fundtiere bei Facebook suchen

Nutze die Facebook Suchfunktion und suche nach Gruppen, wo man gefundene Tiere melden kann. Bei Tasso auf der Webseite können die Tierbesitzer direkt angeschrieben werden und ihnen die Fundkatze gemeldet werden. Es gibt dort die Möglichkeit nach Wohnort zu sortieren, so dass man die Katzenbesitzer gut ausfindig machen kann.

Auch auf Ebay Kleinanzeigen können Fotos des gefundenen Tieres hochgeladen werden.

Zettelaushang im Wohngebiet ist eine weitere effektive Möglichkeit. Achten Sie auf eventuelle Vermisstmeldungen. Melden Sie das aufgenommene Tier bei den Online-Registrierstellen.

 

FALL B) Fund eines verletzten Tieres

 

Buchempfehlung* zum Thema „Erste Hilfe“:

Vorsicht:
Hier gibt es per Gesetz eine – für Tierliebhaber oft unverständliche – Differenzierung verschiedener Tiergruppen:

I. Haustiere (Fundkatzen, Fundhunde etc.) 
Bei Haustieren gibt es kein Zögern

1) Die Fundkatze, der Fundhund etc. muss, wenn sie es zulässt mit Erster Hilfe versorgt werden* und dann eilig aber vorsichtig zum Tierarzt gebracht werden. Nachdem die Wunden behandelt wurden, können sie auch nach einem möglicherweise vorhandenen Mikrochip suchen.

2) Dann kannst Du nach dem Besitzer suchen. Auch hier muss die Fundkatze, der Fundhund etc. gemeldet werden
(siehe Text zu Fall 1). Die schriftliche Nachricht an die Gemeinde, sollte eine Mitteilung des Tierarztes über Art der Behandlung und die Höhe der Kosten enthalten.

3) Du solltest unbedingt die Flyer aushängen und in der Nähe deines Hauses fragen, wer der Besitzer des Tieres ist. Wenn Du eine tote Katze oder einen toten Hund auf oder neben der Straße findest, solltest Du dies auch dem Tierheim melden, damit die dem Besitzer mitteilen können, dass sie die Suche beenden können.

II. Wild lebende, nicht zahme Katze 

Eine Katze, die noch nie bei Menschen gelebt hat, zählt als wildes Tier und für diese Katze werden keine Kosten durch die Gemeinde übernommen. Diese Katzen würden sich auch nie zähmen lassen, weil sie es gewohnt sind in der freien Natur zu leben. Das Einzige was du tun kannst, ist in diesem Artikel unter dem Untertitel „Pflege von wilden Katzen, die sich nicht zähmen lassen“ zu lesen.

 

III. Wildtiere (Hirsche, Kaninchen, Igel, Schweine etc.)

Vorsicht: Tiere, die zum „jagdbaren Wild“ gehören (so das Amtsdeutsch) dürfen nicht vom Fundort entfernt werden. Dies wäre „Wilderei“, denn sie sind Eigentum des Jägers. Dieser muss sofort informiert werden. Ist er nicht bekannt oder erreichbar, ist die Polizei zu benachrichtigen. Die betroffenen Tiere werden i.d.R. noch am Unfallort erlöst.

Achtung: Tiere, die als „jagdbares Wild“ gelten (so das offizielle Deutsch) dürfen nicht von der Fundstelle weggebracht werden. Das würde als Wilderei gelten, weil sie Eigentum des Jägers sind. Der Fund von verletzten Wild muss dem Jäger sofort mitgeteilt werden. Wenn er nicht bekannt oder erreichbar ist, muss die Polizei benachrichtigt werden. Die betroffenen Tiere werden meistens noch an der Fundstelle von ihrem Leid erlöst.

 

Verletzte Igel und andere kleinere Wildtiere, dürfen jedoch sicher zum Tierarzt gebracht werden, wenn der Jäger an denen kein Interesse hat. Viele Tierarztpraxen bezahlen freiwillig die Behandlungskosten bei verletzten Wildtieren. Wildtiere unterliegen dem Naturschutzgesetz und müssen nach der Behandlung und Genesung in der Nähe des Ortes – außerhalb der Gefahrenzone – zurückgebracht werden.

 

hitzschlag was hilft

Vorsicht Hitzestau

Wenn das Thermometer Temperaturen über 25 Grad anzeigt, sind nicht nur die Sonnenhungrigen begeistert, denn das Allgemeinbefinden der meisten Menschen steigt enorm an und die Lebensqualität nimmt zu. „Sonnenanbeter“ sind zwar in ihrem Element, jedoch ist die Hitze für Haustiere eher etwas negativ besetztes.

Insbesondere wenn der Liebling keinen Platz im kühlenden Schatten vorfinden kann oder aber nicht genug Wasser zum Trinken zur Verfügung steht. Ebenso kann mangelnde Frischluftzufuhr zu einem sogenannten Wärmestau im Körper des Tieres stattfinden. Dies kann blitzschnell zu einem Hitzschlag bei Katzen und weiteren Symptomen führen.

Welche Hitzschlag Symptome gibt es?

Erste Anzeichen für einen Hitzschlag sind unter anderem Unruhe, Abgeschlagenheit sowie leichtes Taumeln. Sollte man die eigene Katze in solch einem Zustand vorfinden ist sofortiges Handeln dringend geraten.

Hitzschlag bei Katzen was tun? Wie kann erste Hilfe geleistet werden?

wie erkenne ich einen Hitzschlag bei Katzen

Das Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden beziehungsweise in einen kühlen Raum. Darüber hinaus sollte ausreichend frisches Wasser zum Trinken für die Katze bereitstehen und auch für eine gute Luftzirkulation sollte gesorgt werden. Bekommt das Tier Krämpfe oder leidet es unter Atemnot oder wird im schlimmsten Fall sogar bewusstlos, besteht Lebensgefahr. In diesem Fall sollte das Tier mit kalten sowie feuchten Tüchern gewickelt werden und man sollte dringend einen Tierarzt aufsuchen.

Beim Transport dorthin ist zu beachten, dass das Tier ausreichen frische Luft bekommt. Im Übrigen sind vor allem ältere, Herzkranke und trächtige sowie besonders junge Tiere Hitzschlag gefährdet. Am besten beugt man vor, in dem man diese und generell Tiere nicht der Mittagssonne aussetze. Darüber hinaus sollte vor allem auch körperliche Aktivitäten nicht in der Mittagszeit beziehungsweise bei enormen Hitze ausgeführt werden und eher auf die kühlere Tageszeit verschoben werden.

VORBEUGUNG: Was tun, um Hitzeschlag bei Katzen im Auto vorzubeugen?

Natürlich unterliegen auch Tiere, die im Auto transportiert werden müssen, einem sehr großen Risiko einen Hitzschlag zu erleiden. Der Transport muss daher sorgfältig vorbereitet werden. Für lange Fahrten mit dem Auto sollten eher die kühleren Tageszeiten in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus sollte ebenfalls genügend Trinkwasser für das Tier mitgenommen werden. Wichtig sind aber auch helle Tücher, die bei direkter Sonneneinstrahlung befeuchtet werden können und über das Tier beziehungsweise über den Käfig gelegt werden können. Beachtet werden sollte aber auch, dass selbst bei kurzen Fahrten das Auto durch langes Stehen in der Sonne überhitzt sein kann. Abschließend sollte auch noch erwähnt werden, dass man ein Tier niemals in einem geparkten Auto alleine zurücklässt. Selbst dann nicht, wenn man das Fenster einen Spalt offen lässt. Dies kann tödlich für das Tier sein.

 

Auch andere Tiere haben Hitzestaus: Hunde, Ziervögel, Kaninchen und Meerschweine

Die häufigsten Opfer der Hitze sind neben Kaninchen und Meerschweinchen oftmals auch Ziervögel, da deren Käfige oft achtlos der ungefilterten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Daher sollte der Standort des Käfigs eher so gewählt werden, dass dieser zu jeder Zeit mit ausreichend Schatten versorgt wird. Wissenswert dürfte sein, dass die Häuschen, welche es im Einzelhandel zu kaufen gibt, nicht genügend Schutz bieten. Ein Irrglaube ist auch, dass Kaninchen und Meerschweinchen kein Wasser zum Trinken benötigen. Gerade im Hochsommer kann dies fatale Folgen für das Tier haben.

katzen impfen zuhause

Sie dürfen Ihre Katze selbst impfen und hier ist die Anleitung

Es ist einfacher als du denkst….

Sie sparen dadurch Geld, weil Sie nur die Medikamente kaufen müssen.

Die Nervosität nimmt mit der Übung ab:
Auch wenn Sie sich beim ersten Mal etwas nervös fühlen, wird es mit jeder selbst durchgeführten Impfung einfacher. Die meisten Impfstoffe werden unter der losen Haut tief über der Schulter oder am Hinterbein verabreicht.

Die Impfung ist auf Garantie frisch und wird rechtzeitig verabreicht:
Wenn Sie den Impfstoff direkt vom Tierarzt abholen, müssen Sie keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen und auch nicht auf einen Termin warten. Dadurch haben Sie immer frische Impfstoffe.

Weniger Stress für Ihr Haustier

Die komfortable Umgebung Ihres Hauses ist der natürlichste und entspannteste Ort, um Ihr Haustier zu impfen. Und es ist praktisch für Sie, weil Sie die Katze nicht erst mit dem Auto transportieren müssen.

WIE SIE IHRE KATZE SELBST IMPFEN

Regelmäßige Impfungen sind sehr wichtig für die Gesundheit und Sicherheit Ihrer Katze. Wenn Sie sich dafür entscheiden Ihre Katze zu Hause zu impfen, fragen Sie vorher Ihren Tierarzt  welche Impfstoffe Sie wie oft geben sollten.

Katzenimpfstoffe

Stellen Sie sicher, dass Sie verstehen, welche Art von Impfstoff Sie bestellen, bevor Sie kaufen oder verabreichen. Subkutane Impfungen sind solche, die direkt unter der Haut verabreicht werden, während einige andere Impfstoffe für Katzen intranasal sein können, die als Tropfen in Nase und Augen verabreicht werden.

Beide Impfarten sind für viele Katzenhalter einfach genug, um sie selbst zu Hause der Katze zu verabreichen.

Wenn die Nadel und die Spritze nicht in dem von Ihnen bestellten Impfstoff enthalten sind, müssen Sie sie separat kaufen. Achten Sie darauf, dass Sie für jeden Impfstoff und jede Katze zu Hause separate Nadeln/Spritzen haben und diese nicht mehr als einmal verwenden.

Einige Katzenimpfstoffe werden in einem einzigen Fläschchen geliefert, das nicht gemischt werden muss und gebrauchsfertig ist. Andere Impfstoffe werden jedoch mit zwei Fläschchen geliefert – einer Pulver- und einer Flüssigportion. Die Kombination der beiden aktiviert den Impfstoff.

 

Video Katze selbst impfen

 

Injizierbare Impfstoffe

Wenn Sie einen Impfstoff haben, der gemischt werden muss, führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Impfstoff zu mischen und vorzubereiten:

Führen Sie die Spritze in das Flüssigkeitsfläschchen ein und entnehmen Sie die gesamte Flüssigkeit, indem Sie das Fläschchen umgedreht halten und die Spritze senkrecht halten. Entnehmen Sie die gesamte Flüssigkeit, indem Sie das Fläschchen auf den Kopf stellen und die Spritze senkrecht halten. Achten Sie darauf, den Kontakt mit der Nadel zu vermeiden.
Injizieren Sie die Flüssigkeit in das zweite Fläschchen mit gefriergetrocknetem oder pulverisiertem Impfstoff.
Das zweite Fläschchen einige Sekunden schütteln, um die Flüssigkeit und das Pulver gut zu vermischen.
Überschüssige Luft aus der Spritze ausdrücken und dann den gesamten gemischten Inhalt entnehmen. Achten Sie darauf überschüssige Luft aus der Spritze auszudrücken.
Verschließen Sie die Nadel wieder bis Sie bereit sind, den Impfstoff zu geben.

Wenn Sie einen einzelnen Fläschchenimpfstoff haben, entnehmen Sie den Inhalt des Fläschchens, drücken Sie die Luft aus und verschließen Sie die Nadel wieder.

Verabreichung des Impfstoffs

Die American Association of Feline Practitioners (AAFP) empfiehlt, dass jede Art von Katzenimpfstoff an einer bestimmten Stelle des Körpers verabreicht wird.

Bei felinen 3-Wege- oder 4-Wege-Kombinationsimpfstoffen, die KEINE Katzenleukämie enthalten, sollte die Injektion am äußeren Teil des rechten Vorderbeins unterhalb des Ellenbogengelenks erfolgen (siehe rote 2 im Bild).

Bei Tollwutimpfstoffen (die von Ihrem Tierarzt verabreicht werden) sollte die Injektion subkutan an der Außenseite des rechten Hinterbeins unterhalb des Knies erfolgen (siehe rote 1 im Bild).

Bei Katzenleukämie-Impfstoffen sollte die Injektion an der Außenseite des linken Hinterbeins, unterhalb des Knies, erfolgen.

 

Positionieren Sie sich neben der rechten Schulter Ihrer Katze, gegenüber Ihrem Helfer, mit Ihrer Katze zwischen Ihnen beiden. Lassen Sie Ihre Katze von Ihrem Helfer sanft halten, eventuell mit einem Spielzeug oder einer Leckerei ablenken.

Die Haut an der Injektionsstelle anheben und die Nadel einführen. Wenn Sie den Impfstoff geben, entfernen Sie die Kappe von der Nadel, heben Sie die Haut an der Injektionsstelle an und setzen Sie die Nadel ein. Ziehen Sie die Spritze zurück, um sicherzugehen, dass Sie sich nicht in einem Blutgefäß befinden, in diesem Fall würde Blut in die Spritze gelangen. Injizieren Sie die gesamte Impfstoffmenge.

So einfach und sicher ist das. Ihr Haustier wird die Injektion kaum bemerken.

Wenn Sie mit der Impfung Ihrer Katze fertig sind, tun Sie die Kappe wieder auf die Nadel und legen Sie sie beiseite. Entsorgen Sie die Nadel oder Spritze nicht im Müll. Wir empfehlen Ihnen, es zur Entsorgung in Ihre Apotheke oder in eine öffentliche Klinik zu bringen.

Nach der Impfung sollten Sie Ihre Katze mit einem kleinen Leckerli und viel Lob belohnen. Überwachen Sie Ihre Katze mehrere Stunden nach der Impfung.

Intranasale Impfstoffe

Einige Impfstoffe sind nicht injizierbar, sondern für die Anwendung in Nase und Augen Ihrer Katze konzipiert. Diese Impfstoffe müssen gemischt werden.

Um diese Art von Impfstoff zu erhalten, entfernen Sie die Metalldichtung und den Gummistopfen von jeder Ampulle.

Geben Sie einen Tropfen Impfstoff in den Augenwinkel. Mit dem beiliegenden Tropfer den trockenen Teil des Impfstoffs mit dem dazugehörigen flüssigen Teil des Impfstoffs rehydrieren. Setzen Sie den Gummistopfen wieder ein und schütteln Sie, bis es sich aufgelöst hat. Entfernen Sie den Stopfen und ziehen Sie den rehydrierten Impfstoff sofort in den Tropfer.

Geben Sie einen Tropfen Impfstoff in den Augenwinkel.

Der verbleibende Impfstoff wird verabreicht, indem der Impfstoff gleichmäßig in jedes Nasenloch gegeben wird, während das Tier einatmet.

Wie immer, wenn Sie Fragen zum Impfstoff Ihrer Katze haben oder anormale Aktivitäten bei Ihrer Katze beobachten, wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.

 

 

 

 

 

Quelle: drsfostersmith.com/pic/article.cfm?articleid=87

wohnungskatze impfen ja oder nein

Warum auch Wohnungskatzen Impfungen brauchen

Denken Sie, dass Ihre Hauskatze keine Impfungen braucht? Überlegen Sie es sich noch einmal. Ich empfehle das folgende Buch zu lesen*, bevor über Impfungen entschieden wird.

Hier auf das folgende Bild klicken, um mehr über das Buch zu erfahren:

Wenn ein tollwütiges Tier in Ihr Haus kommt oder Ihre Katze in einem Tierheim landet, möchten Sie, dass sie geimpft ist.

Ich höre es ständig: „Meine Katze bleibt drinnen. Warum braucht sie Impfungen?“

Es scheint unlogisch, nicht wahr? Wenn Katzen nicht Gefahr laufen, an Krankheiten zu erkranken, warum brauchen sie dann alle drei Jahre Kernimpfstoffe (oder Titer)? Hier sind ein halbes Dutzend gute Gründe, warum Ihr Tierarzt möchte, dass Sie Ihre Katze mit ihren Impfungen auf dem Laufenden halten.

3 Gründe für die Impfung der Wohnungskatze

Ihre Katze könnte aus Versehen nach draußen gelangen. Katzen können aus einer offenen Tür schlüpfen, bevor man es merkt. Sie sind neugierig auf diese große, aufregende Welt vor ihren Fenstern und werden nicht zögern, sie zu erkunden. Oder ein Handwerker oder Besucher könnte versehentlich die Tür offen lassen und den Weg für die Flucht Ihrer Katze ebnen. Du könntest sie sofort zurückholen oder du merkst nicht, dass sie für einige Stunden verschwunden ist. Das ist genug Zeit für sie, um einen Kampf mit einer streunenden Katze anzufangen, die eine Krankheit hat oder sich mit einem tollwütigen Tier einzulassen. Moderne Impfungen schützen Ihre Katze vor dem Unerwarteten.

Wenn Ihre Katze in einem Tierheim landet, könnte sie kranken Katzen ausgesetzt sein. Wir hoffen, dass es unseren geliebten Haustieren nie passiert aber wie ich bereits erwähnt habe, können Katzen aus ihren Häusern fliehen. Wenn Ihre Katze gefunden wird, aber ihr Halsband verloren hat oder keinen Mikrochip hat, könnte ihr nächster Halt Ihr lokales Tierheim sein. Das ist extrem stressig für jede Katze, besonders für eine, die eine Wohnungskatze ist. Stress, in Kombination mit überfüllten Unterkünften, kann Katzen anfälliger für Krankheiten machen.

Der Lebensstil Ihrer Katze könnte sich ändern. Wenn du dieses bezaubernde Kätzchen mit nach Hause bringst, erwartest du, dass es ein Leben lang bei dir bleibt, nehme ich an. Aber manchmal bringt das Leben Veränderungen mit sich, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Scheidung, Tod oder ein Umzug in ein neues Zuhause können die Lebensumstände Ihrer Katze beeinflussen. Sie könnten in ein neues Zuhause umziehen, wo es sicher scheint, sie herum streifen zu lassen oder sie könnte sich bei einer neuen Familie wiederfinden, die es ihr erlaubt, im Freien zu leben. Es gibt viele Katzen auf der Welt, die als Wohnungskätzchen angefangen haben und später zu Outdoorkatzen wurden. Wir können nie wissen, was die Zukunft bringt oder davon ausgehen, dass eine Hauskatze nie mit einer Katzenkrankheit in Berührung kommt, also ist es am besten, vorbereitet zu sein.

Wie oft brauchen Wohnungskatzen Impfungen?

Müssen Wohnungskatzen genauso stark medikamentös behandelt oder geimpft werden wie Outdoorkatzen? Ich verstehe, dass ich Flöhe…. in mein Haus bringen kann, also bin ich damit einverstanden, etwas dagegen zu tun. Aber müssen Wohnungstiere wirklich jedes Jahr gegen Tollwut geimpft werden oder Auffrischungsimpfungen bekommen? Ich kann das nicht verstehen. Ich glaube nicht, dass ich Tollwut mit nach Hause bringen kann, und es gibt viele widersprüchliche Informationen über Auffrischungsimpfungen.

Diese Frage ist sehr gut. Und sie ist wichtig, denn es ist eine grundlegende und unbeantwortete Frage der Veterinärmedizin: Wie oft brauchen Katzen eine Impfung?

Tatsächlich gibt es Antworten auf die Frage, wie oft Katzen Impfstoffe brauchen, aber sie sind nicht sehr befriedigend. Einige plausible Antworten auf diese Frage sind: Es kommt darauf an. Niemand weiß es. Sie variiert je nach Lebensphase, Lebensstil, geografischer Lage und Funktion des Immunsystems.

Menschen, die eine einfache Antwort suchen, werden an dieser Stelle zweifellos abgeschreckt. Obwohl es keine einfache und einfache Antwort auf die oben gestellten Fragen gibt, gibt es einige Richtlinien, die helfen können, eine Impfung sinnvoll zu gestalten.

Dr. Eric von „Frag einen Tierarzt – Ask a Vet“

Sehr ausführliche Anleitung zum Thema „Katzen impfen mit Verstand“ – auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren:

1. Impfstoff-Boosterspritzen

Obwohl es auch keine einfache Antwort auf die Frage gibt, wie oft Katzen Impfstoffe benötigen, bin ich froh, dass es eine einfache Antwort auf die damit verbundene Frage gibt, ob Wohnungskatzen jedes Jahr Auffrischungsimpfungen benötigen. Diese Antwort ist nein.

Die Bedeutung der Katzenimpfung ist in etwa umgekehrt proportional zum Alter. Katzenbabyimpfungen sind enorm wichtig, und nicht geimpfte Kätzchen erliegen mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Katzen-Panleukopenie. Ich empfehle daher allen Katzenbesitzern ihre Katzenbabies nach 6-8 Wochen, 10-12 Wochen und 14-16 Wochen sorgfältig impfen zu lassen (mit dem sogenannten FVRCP). Ein Booster sollte im Alter von einem Jahr auftreten. Ich empfehle nicht, dass eine Katze häufiger als alle drei Jahre einen Nachschub erhält; viele Katzenbesitzer wählen einen Zeitraum von 5-7 Jahren.

Der FVRCP ist der wichtigste Impfstoff, den kleine Kätzchen erhalten. Es gibt zwei weitere Impfstoffe, die häufig verwendet werden. Man schützt vor Katzenleukämie oder FeLV. Hauskatzen sind nicht gefährdet an FeLV zu erkranken. Solange es also keine Chance auf Flucht gibt, brauchen Hauskatzen den Impfstoff gegen FeLV überhaupt nicht.

2. Tollwut

Der letzte gemeinsame Impfstoff bei Katzen schützt vor Tollwut. Ich habe viele Male geschrieben, dass Tollwut die tödlichste Infektionskrankheit von Katzen und Menschen ist. Wahrlich, es gibt keine Krankheit, die mehr gefürchtet werden sollte. Tollwut wird durch direkten Kontakt mit infizierten (tollwütigen) Säugetieren verbreitet. Könnte eine Wohnungskatze Tollwut ausgesetzt sein? Es ist nicht wahrscheinlich, aber theoretisch möglich – ich habe von tollwütigen Fledermäusen gehört, die durch Schornsteine oder offene Fenster fliegen.

Sollte der Besitzer einer Hauskatze sein Haustier gegen Tollwut impfen ja oder nein?

Das hängt von einer Reihe von Faktoren ab, darunter Ihre Risikobereitschaft, lokale Gesetze (die manchmal eine Tollwutimpfung bei Katzen vorschreiben) und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Katze Menschen beißt (wenn Ihre Katze jemanden beißt, wird Ihr Leben – und das Leben Ihrer Katze – viel einfacher sein, wenn Ihre Katze gegen Tollwut geimpft ist).

Schließlich muss man das Risiko von überflüssigen Impfungen bei Katzen berücksichtigen. Katzen sind dem Risiko von Krebserkrankungen ausgesetzt, die als Injektionssarkome bezeichnet werden. Obwohl Impfstoffe unzählige Katzenleben gerettet haben, haben sie auch ein nicht unerhebliches Schadenspotenzial.

Also, was soll ein besorgter Katzenbesitzer tun? Niemand kann eine klare These zum Thema Impfstoffe und regelmäßige Parasitenprävention bei Katzen machen. Aber ich war im Laufe der Jahre sehr konsequent mit der folgenden Empfehlung: Finden Sie einen guten Tierarzt und sprechen Sie darüber. Ein guter Tierarzt wird die Komplexität der Situation jeder Katze erkennen und sich die Zeit nehmen, Ihnen zu helfen einen für die individuellen Bedürfnisse Ihrer Katze passenden Impfplan entwickeln. Hüten Sie sich vor jeder Person, die das Thema einfach klingen lässt – in Wahrheit ist es alles andere als das.

 

Die Frage ergab sich aus dem Kontext der Flohprävention. Benötigen alle Katzen Flohschutzmittel oder sind sie wichtiger für Katzen, die nach draußen dürfen?

3. Flöhe

Viele Menschen glauben, dass Flöhe ansteckend sind und von Haustier zu Haustier übertragen werden. Obwohl eine von Flöhen befallene Katze den Befall auf jede Katze übertragen kann, mit der sie in Kontakt kommt, denken Sie daran, dass Flöhe, obwohl sie durchaus verabscheuungswürdig sind, eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Verbreitung und zum Überleben haben. Flöhe können sich frei bewegen und aus eigener Kraft in Häuser eindringen. Daher sind Katzen, die nur in geschlossenen Räumen leben, einem Flohbefall ausgesetzt, auch wenn sie nicht mit anderen Tieren in Kontakt kommen.

Dies bedeutet nicht unbedingt, dass jede Katze eine monatliche Flohprophylaxe benötigt. Katzen ohne Hautprobleme und ohne sichtbaren Flohbefall kommen oft nur gelegentlich mit Flohschutzmitteln aus. Kurzum, die Flohprävention kann für alle Katzen, vor allem aber für Wohnungskatzen, als optional angesehen werden.

Seien Sie sich jedoch bewusst, dass Flöhe heimtückisch sind und es ist nicht ungewöhnlich, dass Katzenbesitzer nicht wissen, dass ihre Haustiere stark befallen sind. Moderne Flohschutzmittel sind im Allgemeinen sicher, und Flöhe können alle möglichen Gesundheitsprobleme verursachen. Wenn Sie nicht wirklich wissen, wie man einen Flohbefall erkennt, ist es daher besser, sich auf der Seite der Flohprävention zu irren, als einen Befall zu riskieren.

Gegen Flöhe impfen und entwurmen

Falls ein Flohbefall vorhanden war, sollte auch direkt Entwurmt werden, weil Flöhe oftmals Würmer übertragen.

4. Herzwurm (in Deutschland kaum vorhanden)

Wie wäre es mit Herzwurm-Prävention? In Süd- und Osteuropa kommen Herzwürmer öfters vor bei Katzen. Die Herzwurmerkrankung wird durch Mücken übertragen, die durchaus in der Lage sind ihren Weg ins Haus zu finden. Obwohl Katzen im Freien eher gestochen werden, haben nur Katzen im Haus das Potenzial, mit diesen schweren Parasiten infiziert zu werden, wenn Sie in Süd- oder Osteuropa wohnen. Und denken Sie daran, dass die meisten Herzwurmvorbeugungsmittel auch vor Darmwürmern schützen, die sich auf den Menschen ausbreiten können.

Allerdings ist der Herzwurm in einigen Bereichen häufiger als in anderen. Viele Katzenbesitzer entscheiden sich gegen die Herzwurmvorbeugung, insbesondere für Haustiere, die nur in geschlossenen Räumen leben.

 

 

5. Ein weiteres Impfbeispiel: Der Katzenherpes

Stress kann dazu führen, dass latente Krankheiten aufflammen. Viele Katzen sind dem Katzenherpesvirus schon in jungen Jahren ausgesetzt, besonders wenn sie aus einem überfüllten Tierheim kommen oder sich die Krankheit im Uterus zugezogen haben. Es ist sehr ansteckend und kann zwischen Katzen (aber nicht zu Menschen oder Hunden) durch Kontakt mit den Augen, der Nase oder dem Mund oder durch das Teilen von Gegenständen wie Katzenklo und Futternäpfen verbreitet werden. Katzen mit geschwächtem Immunsystem, junge Katzen und Katzen mit flachem Gesicht (z.B. Perser) sind besonders anfällig für diese Krankheit. Eine Impfung kann den Virus nicht heilen – der Katzenherpesvirus ist ein Virus, der durch die Schutzimpfung unter Kontrolle gehalten wird. Die Krankheit kann vor allem bei Katzen ohne Impfungen auftreten und zu Atemwegsinfektionen und Augenproblemen führen, wenn ein Tier gestresst oder krank ist.

Buchempfehlung für Wohnungskatzen:

 

 

Quellen:

catster.com/lifestyle/cat-health-vaccines-annual-yearly-vaccination-for-cats-ask-a-vet

vetstreet.com/our-pet-experts/why-indoor-cats-need-vaccinations

drsfostersmith.com/pic/article.cfm?articleid=87