Giardien bei katzen ansteckung

Giardien – Der Kampf gegen den Einzeller

Mir wurde die folgende Frage gesendet:

Was ist „Giardien“ bei Katzen?

Giardien sind einzellige Darmparasiten, welche sehr ansteckend bei Katzen, aber auch beim Menschen sind. Diese Einzeller gehören zu den Geißeltierchen. Giardien haften sich mit ihrer Saugscheibe an die Wand des Dünndarms. Diese Einzeller, auch Giardien genannt, verursachen sehr starken Durchfall. Dieser starke Durchfall tritt nicht nur bei deiner Katze auf, nein auch du als Tierbesitzer kannst davon betroffen sein. Diese einzelligen Darmparasiten stammen aus dem Mittelmeerraum. Es haben fast in jedem Land Tierbesitzer und auch Tierschützer mit Giardien zu kämpfen. Sogar in Deutschland sind diese Darmparasiten bei Katzen sehr stark verbreitet. Es gab eine Studie, in der die Belastung von Fließgewässern mit Giardia Lamblia in vier Einzugsgebieten untersucht wurde. In der Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Giardia Lamblia sogar über die vier Einzugsgebiete hinaus verbreitet sind. Auch in den umliegenden Bächen und Talsperren der vier untersuchten Einzugsgebiete wurden Giardien nachgewiesen. Die nachgewiesene Menge war zwar gering, aber auch diese geringe Menge ist sehr bedeutend.

 

Wie Giardien erkennen?

Die Giardien Symptome: Katzen mit Darmparasiten leiden sehr oft unter wässrigem, ockerfarbenen Durchfall. Dieser Durchfall ist auch sehr häufig mit blutiger Schleimhaut aus dem Dünndarm durchzogen. Ein Symptom von Giardien ist der typische Geruch des Katzenkots: Der Giardienkot riecht auch immer etwas süßlich. Eine Katze, welche unter Giardien leidet, schafft es häufig nicht mehr rechtzeitig auf ihr Katzenklo. Die befallenen Katzen haben auch einen sehr großen Appetit. Die aufgenommene Nahrung kann aufgrund der Darmparasiten leider nicht mehr richtig verwertet werden, deswegen empfiehlt sich ein Nahrungsergänzungsmittel zu geben*.

Von Giardien sind besonders Katzenbabys, die sogenannten Kitten, sowie alte aber auch schwache oder geschwächte Tiere betroffen.

Giardien was tun?

Sehr wichtig für einen Besitzer einer Katze, welche unter Giardien leidet, ist, darauf zu achten, dass der Stubentiger nicht austrocknet. Eine Austrocknung kann bei einer Katze sehr schnell lebensbedrohlich werden. Stelle deswegen immer genug frisches Wasser bereit, damit dein Liebling jederzeit etwas Trinken kann. Bei Anzeichen von Austrocknung (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Hecheln, eingefallene Augen) solltest du deine Katze lauwarmes Wasser Trinken lassen und danach sofort zum Tierarzt!

Wahre Begebenheit: Tierarzt erkennt Giardien nicht!

Die Giardienkrankheit wirklich erkennen kann nur ein Giardientest. Ich habe sowohl von Fällen gehört, bei denen der Test vom Tierarzt versagt hat, als auch von selbst gemachten Tests, die versagt haben. Das Problem ist einfach, dass die Giardien nicht täglich im Kot zu finden sind. Deswegen kann ein Test falsch negativ anzeigen. Ich empfehle daher immer, den Test doppelt zu machen: Einmal selbst zuhause, als auch beim Tierarzt.

Einen Giardien Test zum selbst testen gibt es bei Amazon* zu kaufen. Im Test-Set sind auch die Behälter dabei, in denen der Kot gesammelt wird. Durch Klicken auf das folgende Bild, kommst du direkt auf Amazon, wo du mehr Infos über den Test findest:

 

Selbst wenn der Test zuhause negativ ausfällt du aber trotzdem eine Kotveränderung bemerkst, solltest du mit Deinem Liebling zum Tierarzt gehen, damit der wahre Grund für die Kotveränderung gefunden wird.

Vorbereitung für den Test beim Tierarzt

Um durch einen Test beim Tierarzt die Krankheit Giardien bei einer Katze nachzuweisen, sollte über drei Tage Kot gesammelt werden. Zum Beispiel mit Hilfe der hier abgebildeten Dosen*:

 

Der Kühlschrank dient als Zwischenlager für die Kotproben, welche sehr fein verpackt werden. Bis es dann endlich heißt: Ab mit den Kotproben und der Katze zum Tierarzt deines Vertrauens.

Bei einem positiven Befund einer Katze verschreibt der Tierarzt Panacur. Es gibt mittlerweile leider Giardienarten, die eine Resistenz gegenüber dem Mittel Panacur entwickelt haben. Panacur wurde ursprünglich für Hunde entwickelt und nicht für Katzen. Nebenwirkunge von Panacur sind weitere Durchfälle und Appetitlosigkeit. Leider zerstört Panacur die Flora des Katzendarms – wenn man Panacur verabreicht, muss man zusätzlich immer eine komplette Katzendarmsanierung machen. Bis sich der Darm wieder erholt hat, können Monate vergehen, in denen die Katze weiterhin unter Durchfällen leidet oder sogar Gefahr läuft zu dehydrieren. Es gibt Möglichkeiten die Giardien los zu werden ohne diese vielen Nebenwirkungen. Nämlich mit meinem Geheimtipp „Spartrix*“ – dazu unten mehr. Nun zurück zum Thema Panacur, für alle, die lieber Panacur verwenden möchten:

Panacur ist ein Wurmmittel welches über mehrere Tage verabreicht werden muss. Es gibt verschiedene Phasen, in denen das Medikament verabreicht wird.

  1. Phase eins besteht darin, dass die Gabe von Panacur oder einem ähnlichen, vom Tierarzt verschriebenen Mittel, fünf Tage lang erfolgt.
  2. Phase zwei besteht darin, dass die Gabe des Medikamentes für drei Tage ausgesetzt wird. Danach beginnt wieder das gleiche Schema wie bei der ersten Phase.

Panacur / Metrodinazol oder andere bittere Katzenmedzin richtig verabreichen

Viele Giardienmedikamente sind sehr bitter. Je nach Katze, klappt die Verabreichung der Medikamente unterschiedlich gut. Lass dir die Medikamente auf jeden Fall in Tablettenform geben, denn in flüssiger Form, wirst du sie schwer verabreichen können.

Hier einige Ideen, wie die Verabreichung erfolgreich werden kann:

  • Manche Katzen nehmen die 500g Panacurtabletten ganz einfach mit Leckerlistäbchen* ein
  • Bei anderen Katzen ist es komplizierter, aber was zB. gut geklappt hat: Die Panacurtablette zuerst im Mörser zerkleinern und dann mit einem Esslöffel Schälchen Sheba Selection* verrühren. Optional kann anstatt des Sheba auch Leberwurst verwendet werden.
  • Weitere Idee: Panacur in lauwarmem Wasser aufweichen und mit einer stumpfen Spitze ins Mäulchen geben

Manchmal reicht die Behandlung mit Panacur nicht aus, deshalb muss oft auch auf andere Mittel oder Wirkstoffe wie zum Beispiel Metronidazol oder Tinidazol zurück gegriffen werden. Tinidazol ist aber leider nur noch im europäischen Ausland erhältlich. Die Mittel gegen die Darmparasiten sind sehr bitter und deshalb ist es sehr schwierig Katzen dieses Mittel zu verabreichen. Damit Sie sich eine Erleichterung bei der Gabe dieses Mittels bei einer Katze schaffen, können Sie die Tabletten in Gelatine-Kapseln umfüllen. Diese Gelatine-Kapseln sind in jeder Apotheke erhältlich. Sie sollten aber unbedingt noch an ein was denken: Nicht nur das mit Giardien betroffene Tier, sondern alle Tiere welche im Haushalt leben müssen unbedingt behandelt werden.

 

Meine erste Wahl bei Giardien: Spartrix*


Dieses Medikament ist für Tauben zugleassen – für Katzen jedoch nicht offiziell. Dennoch wird es sehr oft erfolgreich von Katzenfreunden verabreicht, weil es dazu viele positive Erfahrungsberichte gibt. Der Erfolg der Behandlung mit Spartrix beruht auf der „Verwandtheit“ des Mittels mit anderen Medikamenten gegen Giardien. Deswegen ist es tatsächlich ein wirksames Mittel gegen Katzengiardien. Es gibt verschiedene Ideen und Erfahrungsberichte wie das Spartrix am besten dosiert werden sollte. Wer mit Spartrix behandelt, der muss sich klar machen, dass er experimentiert. Die Dosierung auf der Packungsbeilage für Spartrix* ist für Tauben. Wer sich für die Behandlung entscheidet, der muss letztendlich selbst testen, wie er das Mittel bei seiner Katze dosiert. Am besten man rechte sich selbst einen „Schnitt“ aus von allen Erfahrungsberichten, die man so finden kann.

Das Gute an Spartrix ist, dass bisher niemand der Selbstanwender von Unverträglichkeiten berichtet – auch nicht bei kleinen Kitten. Die Giardien verschwinden rasch und die Tiere müssen sich nicht weiter damit herumquälen. Die Therapiedauer ist kurz im Vergleich zu anderen Medikamenten. Bei kleinen Kätzchen ist einfach immer ein hohes Risiko, wenn man sie mit Panacur behandelt. Die Durchfälle und die geschädigten Darmwände sind für Kitten schnell lebensgefährlich. Die Kleinen Kätzchen können froh sein, wenn sie überhaupt ein paar Nährstoffe aus dem Katzenfutter verarbeiten können. Wenn die Kitten geschädigte Darmwände haben, passiert es, dass sie die Nahrung einfach ohne sie verdaut zu haben, wieder ausscheiden.

Eine zeitlang war es schwierig Spartrix zu bekommen, mittlerweile gibt es das Mittel wieder ganz normal im Handel*.

 

Hygiene ist sehr wichtig

Giardien sterben zwar besonders schnell an der Luft doch leider sind es die Zysten der Giardien, welche sehr langlebig sind. Ein normales Desinfektionsmittel kann beseitigt die Zysten leider nicht. Sollte ihr Stubentiger jedoch diese Zysten wieder aufnehmen, dauert der Zyklus bis zur Entwicklung von neuen Giardien nur 10-15 Tage. Dies können Sie besonders gut an der wechselnden Intensität des Durchfalles bei ihrer Katze erkennen. Deshalb müssen Sie täglich Putzen*. Die Hygiene spielt eine sehr große Rolle bei der Behandlung von Giardien. Sie müssen unbedingt das Katzenklo täglich ausspülen und desinfizieren*. Das gesamte Katzenstreu muss täglich gewechselt werden.

 

Welches Desinfektionsmittel bei Giardien?

Das richtige Desinfektionsmittel* sollte die in der Wohnung vorhandenen Oberflächen und Materialien nicht beschädigen. Es ist außerdem wichtig darauf zu achten, dass es keine Resistenzen bei den Einzellern verursacht. Desinfektionsmittel wie zum Beispiel Halamid*, hat sich bei der Bekämpfung von Giardien sehr gut bewährt. Es wird gleich mit Dosieranleitung geliefert und kann auch in Sprayflaschen umgefüllt, verdünnt und in der Wohnung versprüht werden. Das Halamid kommt gleich in einem 1 kg Eimer und ist sehr ergiebig, um die gesamte Wohnung von den Giardien und Zysten zu befreien. Es reichen leider die normalen Desinfektionsmittel aus Drogeriemärkten oder Supermarkt  bei der Bekämpfung dieser Darmparasiten nicht aus.

Auch die Wasser- und Futternäpfe sollten täglich gereinigt werden. Am besten Sie übergießen diese Näpfe mit kochendem Wasser. Decken und Liegeflächen Ihres Stubentigers sollten Sie bei mindestens 60 Grad Celsius reinigen. Auch den Kratzbaumes ihres Lieblings sollten Sie auf keinen Fall vergessen. Sollten Sie bei der Reinigung des Kratzbaumes einen Dampfreiniger verwenden, sollten sie unbedingt daran denken die einzelnen Stellen sehr lange zu bedampfen. Sie sollten aber auch noch wissen je stärker der Durchfall bei Ihrer Katze ist umso leichter verteilen sich die langlebigen Zysten der Giardien. Bereits durch eine Aufnahme von nur wenigen Zysten kann ein erneuter Giardienbefall entstehen.

Sanierung der Darmflora und Stärkung des Immunsystems

Die Sanierung der Darmflora bei ihrer Katze erfolgt gleichzeitig mit der Medikamentengabe. Dies ist unbedingt erforderlich um den lästigen Durchfall bei Ihrer Katze zu stoppen. Es ist natürlich ebenso wichtig, dass sich die Darmwand wieder erholt. Dafür sind sehr gut Perenterol-Kapseln 50 mg* geeignet. Du kannst eine Perenterolkapsel auf 3 Mahlzeiten aufteilen. Streue es einfach über das Futter Deiner Katze. Natürlich kannst Du auch Bierhefetabletten*  wie ein Leckerli geben bzw. über das Futter streuen. Aber auch Moorheilerde* können Sie verwenden. Diese Moorheilerde können Sie einfach in das Futter mischen oder in die Schale mit frischem Wasser bei Ihrem Stubentiger geben. Benebac* ist ein Mittel mit positiven Bakterienkulturen, welches Du bei Amazon* erhalten kannst. Darmflora plus ist ein geschmacksneutrales Pulver, welches Sie in einer Apotheke erhalten können. Mucosa compositum* ist ein sehr komplexes Mittel auf homöopathische Art, welches Du bei Amazon bestellen kannst. Welches Mittel am geeignesten ist, weiß Dein Tierarzt oder Deine Tierheilpraktikerin.

Ein sehr großer Teil der Hunde und Katzen welche bei uns in Deutschland leben, können ohne Symptome mit diesen Darmparasiten leben. Tiere mit einem sehr guten Immunsystem können die Giardien besser eliminieren. Das ist aber bei jungen, geschwächten und natürlich auch gestressten Tieren leider nicht der Fall. Diesen Tieren sollte auch immer etwas zur Stärkung des Immunsystems gegeben werden. Sie könnten deshalb bei ihrer Katze auch eine Kur mit Immu Stimm* durchführen. Beim Durchfall welcher durch die Giardien ausgelöst wird, wird das sehr wichtige Vitamin B ausgeschieden. Sie können das Vitamin B in Tablettenform verabreichen oder der Tierarzt gibt ihrer Katze eine Spritze. Sie sollten aber unbedingt nach der richtigen Dosierung der Tabletten fragen.

Darmparasiten verhungern lassen!

Giardien ernähren sich von Kohlenhydraten. Diese sollten aber im Speiseplan ihrer Katze nicht vorkommen. Trockenfutter und auch Nassfutter aus dem Supermarkt, welches einen sehr hohen Getreideanteil enthält ist für eine artgerechte Katzenhaltung leider nicht geeignet. Sie können deshalb den Giardien recht einfach die Nahrungsquelle entziehen. Bei ihrer Katze ist aufrund der Durchfälle Schonkost* angesagt. Schonkost heißt das Sie ihrer Katze nur mageres Hühnchen- oder Putenfleisch oder natürlich auch sehr bekömmliches Dosenfutter* ohne Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Zucker oder Karamell geben können. Sie sollten sich deshalb die Inhaltsstoffe auf der Verpackung des Futters genau durchlesen.

Es gibt auch alternative Wege gegen Giardien

Leider gibt es gegen Giardien noch nicht die perfekte Lösung in der Medikamentenwahl. Sehr oft werden Panacur und Metronidazol miteinander kombiniert. Die Dosierung aber auch die Länge der einzelnen Phasen wird auf jede Katze separat angepasst.

Bei der Behandlung mit kolloidalem Silber*, welches auch mit Panacur kombiniert werden kann, haben Tierheilpraktiker bei der Bekämpfung von Giardien sehr großen Erfolg.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Sie einmalig hochdosiertes Tinidazol verabreichen. Danach sollten Sie aber vier bis sechs Wochen warten bevor Sie erneut die Kotproben beim Tierarzt testen lassen. Sollte der Befund leider immer noch positiv sein, reicht schon eine zweite Gabe von Tinidazol vollkommen aus. Der zweite Test nach vier bis sechs Wochen ist in der Regel immer negativ. Bitte keinen Alleingang bei dieser Behandlungsmethode unternehmen, sondern immer einen Tierarzt ihres Vertrauens hinzuziehen, da die Nebenwirkungen leider sehr hoch sind.

Mehr Infos zu Giardien gibt es in unserer Buchempfehlung:

Giardien bei Kleinsäugern*:

 

exponentielle Fortpflanzung der Katze

Und nach uns die Kätzchenflut….

80 Millionen Kätzchen in 10 Jahren! Klingt verrückt, ist aber statistische Realität. Geht man davon aus, dass ein Katze und ein Kater im Jahr zweimal Junge bekommt und von diesen jeweils drei überleben, macht das nach nur drei Jahren über 400 Kätzchen!

Katzenpopulation Deutschland

Um nicht in einer Katzenflut unterzugehen, heißt die Lösung daher: Kastration. Denn selbst ein einziges Katzenpärchen hat, wenn es pro Jahr zwei Würfe mit zwei bis drei Jungen auf die Welt bringt, die selbst wieder Nachwuchs bekommen, eine schier unvorstellbar große Zahl an Nachkommen —

80 Millionen nach nur zehn Jahren!

Die hier beschriebene Fortpflanzungspyramide soll verdeutlichen, dass ein einziges Katzenpaar ausreicht, um eine regelrechte Lawine ins Rollen zu bringen.
Das ist deshalb unglaublich wichtig, weil es immer noch Katzenhalter gibt, die ihre Lieblinge nicht kastrieren lassen wollen, sondern lieber eine Katzenflut in Kauf nehmen. Oder was wenig besser ist, die Kastration nach dem ersten Wurf erledigen wollen. Es herrscht zwar im Allgemeinen die Meinung vor, dass sich im Bekanntenkreis sicherlich genug Abnehmer für eines der niedlichen Tiere finden werden. Aber am Ende werden etliche junge Katzen im Tierheim oder auf der Straße landen und diejenigen, die wirklich ein neues Haustier wollen, könnten ja stattdessen eine Katze aus dem Tierheim glücklich machen.

fundtier wer zahlt

 

Fundtier – was tun ?

Vorsicht: Wem gehören Fundtiere? Mitnahme kann Diebstahl sein!

FALL A: Haustier (z. B. Katze) Zugelaufen?

Schon wieder war sie da, die dunkle Katze mit den smaragdgrünen Augen lag mal wieder im Garten von Herr Peter. Darf Herr Peter die Fundkatze behalten?

 

Die kleine Katze war in letzter Zeit häufiger im Garten aufgetaucht und Herr Peter legte deswegen ein Futternapf an die Veranda. „Du armes Ding, hast wahrscheinlich kein Besitzer?“. Nach einer Woche nahm Herr Peter die Katze und brachte sie schließlich ins Haus. Der Katze gefiel es anscheinend, denn sie machte es sich auf der Couch gemütlich und schloss langsam die Augen, um ein Nickerchen zu halten. Herr Peter gab der Katze den Namen „Denzil“.

Denzil durfte aber von nun an nicht mehr raus aus dem Haus, denn Herr Peter wollte, dass sich die Katze an das neue Zuhause gewöhnt. Leider wusste der Tierfreund Herr Peter nicht, dass „Denzil“ eigentlich „Mohrchen“ hieß und das neuste Familienmitglied der Nachbarn eine Straße weiter war.
Als Mohrchen nach zwei Tagen nicht mehr zurück ins Haus kam, suchte die Familie die Nachbarschaft ab und rief auch bei der Polizei und dem Tierheim an.
Eine Woche verging. Mohrchen war ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen verschwunden und die Familie konnte trotz aller Bemühungen Mohrchen nicht ausfindig machen.

 

Die Rechtslage (Fundtieregesetz), juristische Situation:

Wenn der rechtmäßige Besitzer eines gefundenen Tieres nicht ausfindig gemacht werden kann, gilt das Gefundene, also in dem Fall die gefundene Katze, als „Fundsache“.

 

Die Stadt oder Gemeinde ist für die Versorgung einer Fundsache verantwortlich, die in den meisten Fällen, schon vor ab, das örtliche Tierheim mit der Pflege und Aufbewahrung solcher Tiere beauftragt hat. Wenn die gefundene Katze dem Tierheim gemeldet wurde, darf das Tier, meistens provisorisch, in seinem „Adoptionszentrum“ zur Pflege bleiben.
Aber Achtung: Sobald sich der rechtmäßige Besitzer meldet, hat der Finder das Tier abzuliefern. Erst nach sechs Monaten ohne Signal des vorherigen Besitzers werden die Besitzansprüche an den neuen Halter übergeben. Die Betreuungskosten werden von der Gemeinde jedoch nur für die ersten vier Wochen gezahlt. Für den Rest der Periode muss der Tierfreund selbst aufkommen. auf.

Es ist bemerkenswert, wenn Tierliebhaber sich um scheinbar streunende Tiere kümmern. Aber es gibt ein paar Punkte, die man beachten sollte, um sicherzustellen, dass man einen bestehenden Besitzer nicht unglücklich macht, indem man ausversehen sein Tier adoptiert. Außerdem ist das Behalten von Tieren, die schon einen Besitzer haben, tatsächlich als Tatbestand eines Diebstahls gültig.

Eine Katze, die gut ernährt ist und ein gesundes Fell hat, ist in vielen Fällen einfach nur eine freilaufende Katze, die bei ihren Razzien ein paar zusätzliche Leckereien fangen möchte. In solchen Fällen ist die Versuchung groß, das Tier zu füttern. Aber das ist nicht zu empfehlen. Gerne können Sie das Tier in die Wohnung lassen, um ein Nickerchen zu machen. Aber die Katze sollte wieder rausgelassen werden, sobald sie es will. Sie können das Tier gerne gut behandeln, wenn es sich immer wieder in ihrem Garten blicken lässt, aber erklären Sie es nicht als der Familie zugehörig.

Ein vernachlässigtes Tier mit einem zotteligen Fell hingegen wurde höchstwahrscheinlich aufgegeben. Fütterung* ist offiziell nicht nur erlaubt, aber sehr empfehlenswert. Wenn herrenlose Tiere hungern, muss das Futter gut dosiert* werden. Zu viel auf einmal ist extrem ungesund für den kleinen Magen. Wenn eine solche Katze wenig Interesse daran hat, ihren warmen Platz zu verlassen (und nur dann!), Ist die – provisorische – Aufnahme des Tieres erlaubt. Das gleiche gilt – in geringerem Maße – für Hunde, von denen es bekanntermaßen mehr Ausreißer gibt, als man meinen könnte. 

 

Was ist zu tun? 

1) Fundtiere melden

Der Fund des Tieres muss in jedem Fall gemeldet werden: beim Tierheim bzw. örtlichen Tierschutzverein, der Polizei und der Gemeinde bzw. Ordnungsbehörde (Fundbüro).

 

Wer zahlt Tierarztkosten bei Fundtieren?

Die Meldung bei der Gemeinde muss schriftlich erfolgen (Fundtieranzeige), da ansonsten kein Anspruch auf Erstattung entstehender Kosten (v.a. Tierarzt) besteht.

 

„Wo kann ich eine Fundkatze abgeben?“

Es ist zu überlegen, ob man die Katze ins Tierheim abgibt oder lieber bei sich behält, bis die „Besitzverhältnisse“ geklärt sind. Zu beachten dabei ist: Eine Erstattungspflicht der Pflegekosten durch die Gemeinde existiert nur für die ersten vier Wochen.

Diese Frist gilt, obwohl das Tier erst nach sechs Monaten endgültig an den Finder übergehen kann – vorausgesetzt, es meldet sich bis dahin kein Besitzer.

Ab wann dürfen Fundtiere vermittelt werden? Erst nach 6 Monaten darf die Katze an einen neuen Besitzer abgegeben werden.

Was passiert mit Fundkatzen im Tierheim? Bei der Entscheidung, das Tier oder die Katze im Tierheim abzugeben, kann man sicher sein, dass die Katze wenn möglich an den ursprünglichen Besitzer zurück gegeben wird oder ein neuer Katzenfreund sich der Katze annimmt.

 

2) Zum Tierarzt

Der Gang zum Tierarzt ist der nächste Schritt. Zunächst ist das Tier auf Chip, Halsband oder Tätowierung zu untersuchen, die eventuell Hinweise auf den Besitzer geben. Im Falle eines Chips können Tierarzt und Tierheim bei der Suche nach dem Besitzer weiterhelfen. Dies ist aufgrund der Existenz verschiedener Registrierstellen, wie zum Beispiel Tasso, der beste Weg.

Der Tierarzt untersucht nicht nur den allgemeinen Gesundheitszustand, sondern sucht mit einem speziellen Lesegerät auch nach einem möglichen Microchip. Die Kosten hierfür übernimmt i.d.R. die Gemeinde/Stadt, wenn bei ihr eine Fundtieranzeige, also eine schriftliche Meldung der „Fundsache“, vorliegt. Somit soll verhindert werden, dass sich einige Personen ihr eigenes Tier auf Kosten der Gemeinde behandeln lassen.

 

3) Tierbesitzer suchen

Es gibt Dank des Internets viele Möglichkeiten den Besitzer einer Katze zu suchen.

Fundtiere bei Facebook suchen

Nutze die Facebook Suchfunktion und suche nach Gruppen, wo man gefundene Tiere melden kann. Bei Tasso auf der Webseite können die Tierbesitzer direkt angeschrieben werden und ihnen die Fundkatze gemeldet werden. Es gibt dort die Möglichkeit nach Wohnort zu sortieren, so dass man die Katzenbesitzer gut ausfindig machen kann.

Auch auf Ebay Kleinanzeigen können Fotos des gefundenen Tieres hochgeladen werden.

Zettelaushang im Wohngebiet ist eine weitere effektive Möglichkeit. Achten Sie auf eventuelle Vermisstmeldungen. Melden Sie das aufgenommene Tier bei den Online-Registrierstellen.

 

FALL B) Fund eines verletzten Tieres

 

Buchempfehlung* zum Thema „Erste Hilfe“:

Vorsicht:
Hier gibt es per Gesetz eine – für Tierliebhaber oft unverständliche – Differenzierung verschiedener Tiergruppen:

I. Haustiere (Fundkatzen, Fundhunde etc.) 
Bei Haustieren gibt es kein Zögern

1) Die Fundkatze, der Fundhund etc. muss, wenn sie es zulässt mit Erster Hilfe versorgt werden* und dann eilig aber vorsichtig zum Tierarzt gebracht werden. Nachdem die Wunden behandelt wurden, können sie auch nach einem möglicherweise vorhandenen Mikrochip suchen.

2) Dann kannst Du nach dem Besitzer suchen. Auch hier muss die Fundkatze, der Fundhund etc. gemeldet werden
(siehe Text zu Fall 1). Die schriftliche Nachricht an die Gemeinde, sollte eine Mitteilung des Tierarztes über Art der Behandlung und die Höhe der Kosten enthalten.

3) Du solltest unbedingt die Flyer aushängen und in der Nähe deines Hauses fragen, wer der Besitzer des Tieres ist. Wenn Du eine tote Katze oder einen toten Hund auf oder neben der Straße findest, solltest Du dies auch dem Tierheim melden, damit die dem Besitzer mitteilen können, dass sie die Suche beenden können.

II. Wild lebende, nicht zahme Katze 

Eine Katze, die noch nie bei Menschen gelebt hat, zählt als wildes Tier und für diese Katze werden keine Kosten durch die Gemeinde übernommen. Diese Katzen würden sich auch nie zähmen lassen, weil sie es gewohnt sind in der freien Natur zu leben. Das Einzige was du tun kannst, ist in diesem Artikel unter dem Untertitel „Pflege von wilden Katzen, die sich nicht zähmen lassen“ zu lesen.

 

III. Wildtiere (Hirsche, Kaninchen, Igel, Schweine etc.)

Vorsicht: Tiere, die zum „jagdbaren Wild“ gehören (so das Amtsdeutsch) dürfen nicht vom Fundort entfernt werden. Dies wäre „Wilderei“, denn sie sind Eigentum des Jägers. Dieser muss sofort informiert werden. Ist er nicht bekannt oder erreichbar, ist die Polizei zu benachrichtigen. Die betroffenen Tiere werden i.d.R. noch am Unfallort erlöst.

Achtung: Tiere, die als „jagdbares Wild“ gelten (so das offizielle Deutsch) dürfen nicht von der Fundstelle weggebracht werden. Das würde als Wilderei gelten, weil sie Eigentum des Jägers sind. Der Fund von verletzten Wild muss dem Jäger sofort mitgeteilt werden. Wenn er nicht bekannt oder erreichbar ist, muss die Polizei benachrichtigt werden. Die betroffenen Tiere werden meistens noch an der Fundstelle von ihrem Leid erlöst.

 

Verletzte Igel und andere kleinere Wildtiere, dürfen jedoch sicher zum Tierarzt gebracht werden, wenn der Jäger an denen kein Interesse hat. Viele Tierarztpraxen bezahlen freiwillig die Behandlungskosten bei verletzten Wildtieren. Wildtiere unterliegen dem Naturschutzgesetz und müssen nach der Behandlung und Genesung in der Nähe des Ortes – außerhalb der Gefahrenzone – zurückgebracht werden.

 

vermisste katzen wiederfinden

1.) Schritt:

Frage die Nachbarn, ob sie im Keller, im Schuppen, Dachboden oder auf dem Dach einmal nach deiner Katze suchen können und, ob sie deine Katze irgendwo gesehen haben.

2)

Bitte versuche dein Tier mit Hilfe von Zetteln an Ampeln und Bäumen zu suchen. Versuche möglichst im gesamten Viertel die Zettel zu verteilen.

Auf den Zetteln sollte ein Bild der Katze drauf sein, auf welchen Namen sie hört und seit wann sie verschwunden ist. Außerdem sollten deine Kontaktdaten – mindestens eine Telefonnummer zu sehen sein.

Weise auf dem Zettel darauf hin, dass die Nachbarschaft auch in ihren Kellern und auf den Dachböden nachsieht. Oftmals sind Katzen schon unbemerkt eingesperrt wurden und es besteht die Gefahr, dass sie verdursten oder verhungern.

3.)

Zeitgleich kannst du im Internet nach deiner Katze suchen. Hier eine Auswahl an Internetportalen:

 

4.)

Frage in den Tierheimen und Katzenschutzvereinen vor Ort nach, ob deine Katze dort gemeldet, oder abgegeben wurde.

Hier findest du ein Katzenschutz-Organisationen-Verzeichnis für gesamt Deutschland.

 

In Kürze findest du hier in diesem Artikel noch weitere Ideen und Hilfestellungen für Katzenbesitzer, die ihren Liebling vermissen. Der Artikel wird bald erweitert.

Lesen außerdem den folgenden Artikel für weitere Tipps.

Katzenhilfe macht die welt besser

Eines Tages gehst du in deinem Stadtviertel spazieren und plötzlich siehst du ein pelziges Katzengesicht, das hinter einem Busch hervorragt. Oder eine Katze / einen Kater, die / den du noch nie zuvor gesehen hast, rast über den Hof und verschwindet unter einem geparkten Auto. Du willst helfen, aber was kannst du bei einer streunenden Katze tun?

Wie du eine streunende, heimatlose Katze am besten erkennst

Die erste Regel, um streunenden und heimatlosen Katzen zu helfen lautet: Hände weg! Verfolge die Katze nicht sofort. Es ist unwahrscheinlich, dass du sie fängst, aber es ist wahrscheinlich, dass du sie erschreckst. Selbst wenn du es schaffst, nahe genug heranzukommen, riskierst duschwere Verletzungen, wenn du versuchst, sie zu ergreifen. Eine verängstigte Katze kann sehr schnell viel Schaden anrichten.

Die zweite Regel, um effektiv zu helfen: Detektiv spielen. Ist das eine Hauskatze, die kürzlich verloren gegangen ist? Eine streunende Katze, die seit einiger Zeit auf sich allein gestellt ist, sich aber für die Menschen interessiert, sobald sie sie kennengelernt hat? Eine wilde Katze, die von Natur aus misstrauisch gegenüber Menschen ist und lieber außerhalb eines traditionellen Hauses lebt?

Um das herauszufinden, fragst du Nachbarn und andere Menschen in der näheren Umgebung, ob sie etwas über die Katze wissen. Ist sie gerade angekommen oder wurde sie schon länger gesehen? Füttert sie jemand, bietet ihr Unterschlupf oder lässt sie sogar in sein Haus? Hat die Katze oder der Katzer ein Halsband und Anhänger? Hat jemand „Katze vermisst“-Schilder oder Zettel in der Nachbarschaft angebracht?

Wie man einer zahmen, heimatlosen Katze hilft

Wenn sich herausstellt, dass das Kätzchen verloren gegangen ist, dann willst du natürlich den Besitzer kontaktieren und die Katze zurückgeben. Wenn das gefundene Tier ein freundlicher, zahmer Streuner ist, dann lebte er wahrscheinlich einmal in einem Heim. Wenn du keinen Besitzer finden kannst und auch niemand seine Katze vermisst, dann musst du eine Lösung finden, damit dem armen Tier nichts geschieht. Hier erfährst du, welche Schritte du einleiten musst, wenn du eine Fundkatze gefunden hast.

Streunende Katze abgeben?

Erkundige dich beim örtlichen Tierheim- und Rettungsorganisationen, ob sie Platz haben, um eine weitere Katze aufzunehmen und ein Zuhause zu finden. Wenn ja, locken Sie mit Hilfe einer Dose Thunfisch* die Katze in eine Katzentransportbox* und schließen Sie die Tür hinter sich, aber versuchen Sie nicht, sie zu zwingen. Frage jemanden, der Erfahrung im Umgang mit Katzen hat. Verwende im Zweifelsfall eine humane Kastenfalle*.

Du kannst versuchen, eine Falle von einer örtlichen Katzenrettungsgruppe, einem Tierheim oder einer Kastrationsklinik auszuleihen.

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Wenn das Tierheim überfüllt ist und die Rettungsvereine/-gruppen voll sind, dann versuche nicht, ihnen eine weitere Katze zu bringen, die sie nicht unterbringen können. Überlege selbst die Katze zu pflegen und ein dauerhaftes Zuhause zu suchen. Zum Beispiel kannst du auch einfach über Ebay Kleinanzeigen versuchen ein neues Katzenzuhause zu finden. Wenn das auch nicht möglich ist, dann lasse die Katze kastrieren und versorge das Tier im Freien mit Futter* und einem warmen Katzenheim*.

Pflege von wilden Katzen, die sich nicht zähmen lassen

Wenn deine Nachbarschaftskatze verwildert ist oder es scheint nicht, dass er jemals in einem Haus gelebt hat, dann ist er wahrscheinlich nicht zähmbar. Hier kann eine andere Lösung gefunden werden. Die Katze kann draußen wohnen bleiben, während du Essen und Unterkunft bietest.

Streundende Katzen einfangen und kastrieren bzw. sterilisieren

Die wichtigste Regel für die Pflege von wilden Katzen: Falls du sie einfangen willst, musst du schnell sein. Du musst eine Lebendfalle verwenden, die möglichst keine Verletzungsgefahr darstellt. Oder du verwendest den Thunfisch Trick, der oben beschrieben wurde. Nur so kannst du die wilde Katze fangen und für die Kastration in eine Tierklinik bringen. Ein oder zwei Tage nach der Operation kann er wieder nach draußen entlassen werden. Es ist wichtig, vorher anzurufen und einen Termin zu vereinbaren, bevor du die Katze in die Falle lockst. Weitere Informationen über das Fangen von wilden Katzen und deren Pflege vor und nach der Operation findest du im Internet.

streunende Kater und Kätzchen helfen

Wenn es eine wild lebende Katze in deiner Nachbarschaft gibt, sind wahrscheinlich auch andere da. Schaue dich um und spreche mit deinen Nachbarn darüber, wie ihr alle zusammenarbeiten könnt, um den Katzen zu helfen. Es ist wichtig, dass alle Katzen in deiner Nachbarschaft sterilisiert oder kastriert werden, damit sich die Wildlinge (wild lebende Katze ohne Herrchen) nicht noch fortpflanzen. Dies wird als Trap-Neuter-Return* oder TNR bezeichnet und ist der effektivste und humanste Weg, die freilaufende Katzenpopulation zu kontrollieren. Hier gibt es mehr Infos zu TNR:

Es braucht ein wenig Zeit und Arbeit, aber wenn du fertig bist und deine Nachbarskatze jetzt in einem neuen Zuhause ist oder im Freien betreut wird, wirst du wissen, dass du einen Unterschied gemacht hast.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt mit ihren Tieren wünschst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:

petsmartcharities.org/blog/helping-stray-cats-in-your-neighborhood

katze überfahren rufe polizei an

Dir ist eine Katze vor das Auto gelaufen und du hast dich total erschrocken? Du hast versucht dem armen Tier auszuweichen oder eventuell hast du sogar versucht zu bremsen, aber konntest nichts dagegen tun und nun hast du die Katze überfahren. Leider fahren die meisten Menschen einfach weiter, nachdem sie eine Katze überfahren haben.

Aber ist das denn in Ordnung, wenn der Fahrer einfach die Flucht ergreift, nachdem er eine Katze schwer verletzt hat oder gar durch die Kraft des fahrenden Autos getötet hat?

Im Tierschutzgesetz ist festgelegt, dass jeder Mensch in Deutschland verpflichtet ist sich für das Wohl und die Gesundheit von Tieren einzusetzen. Natürlich kannst du nichts dafür, dass dir die Katze vor das Auto gerannt ist. Außerdem steht das Wohl des Menschen auch über dem Wohl des Tieres – das heißt, du darfst zB. nicht bremsen, wenn gerade ein anderes Auto hinter dir fährt. Wenn du einfach so auf „freier“ Strecke bremsen würdest und damit einen gefährlichen Auffahrunfall verursachen würdest, dann müsstest du dich dafür verantworten (außer innerhalb geschlossener Ortschaften, denn hierzu gibt es ein neues Gerichtsurteil – siehe Erklärung ganz unten im letzten Absatz.).

Im Sinne des Tierschutzgesetzes kannst du jedoch versuchen an der nächstbesten geeigneten und sicheren Haltemöglichkeit mit deinem Auto anzuhalten, die Warnblinkanlage anschalten und von dort aus kannst du zurück zu der Stelle laufen wo du das arme Tier angefahren hast.

Psychische Folgen vom Anblick eines verletzten oder sterbenden Tieres

Achtung – der Anblick eines schwer verletzten Tieres kann traumatische Folgen auf die Psyche haben – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Wenn du schon von weitem siehst in welchem Zustand die Katze ist, dann schütze deine psychische Gesundheit und gehe nicht zu nah an die Katze heran. Rufe die Polizei unter 110 an.

Falls du den Anblick von Verletzungen zB. aus beruflichen Gründen gewöhnt bist, kannst du natürlich sofort näher heran gehen. Auch wenn du dir sicher bist, dass du den Anblick verkraften kannst, solltest du dich trauen zur Katze zu gehen.

polizei rufen bei Tierunfall

Welche Gefahr kann von verletzten Katzentieren ausgehen?

Ein verletztes Tier kann aggressiv sein, fauchen und kratzen – einfach aus Angst. Ein verletztes oder sterbendes Tier kann sich im Todeskampf befinden. Es kann aber auch sein, dass von dem Tier trotz Verletzung keine Gefahr ausgeht. Aber sicher kann man das vorher leider nicht wissen. Daher solltest du dir genau überlegen, ob du das Tier auf eigene Faust anfässt oder versuchst es zu retten bzw. zum Tierarzt zu bringen.

Warum ist das wichtig nicht einfach so weg zu fahren nachdem du ein Tier angefahren hast?

Es ist deswegen wichtig, weil die verletzte Katze mit deiner Hilfe noch überleben könnte. Außerdem ist das eventuell auf der Straße herumliegende Tier eine Gefahr für den Straßenverkehr und somit eine Gefahr für den Mensch. Falls die Katze noch in der Lage ist wegzurennen, könnte sie auf ihrem Weg über die Straße ebenfalls einen Unfall verursachen.

Wenn du nun die verletzte oder tote Katze gefunden oder gesehen hast und sie wirklich eine Gefahr für den Straßenverkehr ist, dann rufst du die Polizei an unter der bundesweit gültigen Telefonnummer 110.

Die Polizei wird sich darum kümmern die Katze von der Straße zu bekommen.

Du brauchst übrigens keine Angst haben, dass der Besitzer Schadenersatz für seine Katze fordert – darauf hat er kein Recht. Es kann sogar sein, dass nach einer sogenannten Haftungsprüfung festgestellt wird, dass der Tierbesitzer für die Schäden an deinem Auto aufkommen muss. Die meisten Tierbesitzer haben für diese Fälle eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen – diese Versicherung trägt die Kosten für die Reparatur deines Autos. Es gibt auch eine KFZ Versicherung von der R und V*, die Zusammenstöße mit Tieren abdeckt.

In der KFZ-Teilkaskoversicherung ist der Zusammenstoß des in Fahrt befindlichen Fahrzeuges mit Tieren jeder Art oder mit Haarwild versichert. Der Schaden am Fahrzeug muss durch die Berührung mit dem Tier entstanden sein. Diese Versicherung kannst du vorsichtshalber für zukünftige Zusammenstöße hier abschließen* (KLICK).

 

Fragst du dich, ob du das Tier selbst „erlösen“ darfst, nachdem du die Katze angefahren hast?

Ob ein Tier erlöst werden darf, muss ein Tierarzt entscheiden. Deswegen ist es so wichtig immer als erstes die Polizei unter 110 zu rufen.

 Achtung – innerhalb einer geschlossenen Ortschaft ist Bremsen für Katzen erlaubt:

Falls das hinter einem fahrende Auto auffährt, nachdem man für eine Katze gebremst hat, ist die Haftpflichtversicherung des hinter einem fahrenden Autos verantwortlich den Schaden zu übernehmen. Der Hintermann ist in der Pflicht ausreichenden Abstand zu halten, damit die Bremsung des Vordermannes keinen Unfall verursacht! Dieses Urteil wurde vom Landgericht Paderborn festgelegt (5 S 181/100).

Autoversicherung Vergleich

hitzschlag was hilft

Vorsicht Hitzestau

Wenn das Thermometer Temperaturen über 25 Grad anzeigt, sind nicht nur die Sonnenhungrigen begeistert, denn das Allgemeinbefinden der meisten Menschen steigt enorm an und die Lebensqualität nimmt zu. „Sonnenanbeter“ sind zwar in ihrem Element, jedoch ist die Hitze für Haustiere eher etwas negativ besetztes.

Insbesondere wenn der Liebling keinen Platz im kühlenden Schatten vorfinden kann oder aber nicht genug Wasser zum Trinken zur Verfügung steht. Ebenso kann mangelnde Frischluftzufuhr zu einem sogenannten Wärmestau im Körper des Tieres stattfinden. Dies kann blitzschnell zu einem Hitzschlag bei Katzen und weiteren Symptomen führen.

Welche Hitzschlag Symptome gibt es?

Erste Anzeichen für einen Hitzschlag sind unter anderem Unruhe, Abgeschlagenheit sowie leichtes Taumeln. Sollte man die eigene Katze in solch einem Zustand vorfinden ist sofortiges Handeln dringend geraten.

Hitzschlag bei Katzen was tun? Wie kann erste Hilfe geleistet werden?

wie erkenne ich einen Hitzschlag bei Katzen

Das Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden beziehungsweise in einen kühlen Raum. Darüber hinaus sollte ausreichend frisches Wasser zum Trinken für die Katze bereitstehen und auch für eine gute Luftzirkulation sollte gesorgt werden. Bekommt das Tier Krämpfe oder leidet es unter Atemnot oder wird im schlimmsten Fall sogar bewusstlos, besteht Lebensgefahr. In diesem Fall sollte das Tier mit kalten sowie feuchten Tüchern gewickelt werden und man sollte dringend einen Tierarzt aufsuchen.

Beim Transport dorthin ist zu beachten, dass das Tier ausreichen frische Luft bekommt. Im Übrigen sind vor allem ältere, Herzkranke und trächtige sowie besonders junge Tiere Hitzschlag gefährdet. Am besten beugt man vor, in dem man diese und generell Tiere nicht der Mittagssonne aussetze. Darüber hinaus sollte vor allem auch körperliche Aktivitäten nicht in der Mittagszeit beziehungsweise bei enormen Hitze ausgeführt werden und eher auf die kühlere Tageszeit verschoben werden.

VORBEUGUNG: Was tun, um Hitzeschlag bei Katzen im Auto vorzubeugen?

Natürlich unterliegen auch Tiere, die im Auto transportiert werden müssen, einem sehr großen Risiko einen Hitzschlag zu erleiden. Der Transport muss daher sorgfältig vorbereitet werden. Für lange Fahrten mit dem Auto sollten eher die kühleren Tageszeiten in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus sollte ebenfalls genügend Trinkwasser für das Tier mitgenommen werden. Wichtig sind aber auch helle Tücher, die bei direkter Sonneneinstrahlung befeuchtet werden können und über das Tier beziehungsweise über den Käfig gelegt werden können. Beachtet werden sollte aber auch, dass selbst bei kurzen Fahrten das Auto durch langes Stehen in der Sonne überhitzt sein kann. Abschließend sollte auch noch erwähnt werden, dass man ein Tier niemals in einem geparkten Auto alleine zurücklässt. Selbst dann nicht, wenn man das Fenster einen Spalt offen lässt. Dies kann tödlich für das Tier sein.

 

Auch andere Tiere haben Hitzestaus: Hunde, Ziervögel, Kaninchen und Meerschweine

Die häufigsten Opfer der Hitze sind neben Kaninchen und Meerschweinchen oftmals auch Ziervögel, da deren Käfige oft achtlos der ungefilterten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Daher sollte der Standort des Käfigs eher so gewählt werden, dass dieser zu jeder Zeit mit ausreichend Schatten versorgt wird. Wissenswert dürfte sein, dass die Häuschen, welche es im Einzelhandel zu kaufen gibt, nicht genügend Schutz bieten. Ein Irrglaube ist auch, dass Kaninchen und Meerschweinchen kein Wasser zum Trinken benötigen. Gerade im Hochsommer kann dies fatale Folgen für das Tier haben.

name daisy

Daisy

Die Bedeutung des Katzennamens Daisy
Auf Englisch heißt das Gänseblümchen „daisy“. Der Name dieser Blume ist „das Auge des Tages“.
Diesen schönen Katzennamen gibt es erst seit dem neunzehnten Jahrhundert.
Wann hat die Katze Daisy ihren Namenstag? Am ersten Mai!
Du überlegst deine Katze Daisy zu nennen? Das ist eine gute Idee, weil es ein wunderschöner Name ist für eine Mietz.

katzen impfen zuhause

Sie dürfen Ihre Katze selbst impfen und hier ist die Anleitung

Es ist einfacher als du denkst….

Sie sparen dadurch Geld, weil Sie nur die Medikamente kaufen müssen.

Die Nervosität nimmt mit der Übung ab:
Auch wenn Sie sich beim ersten Mal etwas nervös fühlen, wird es mit jeder selbst durchgeführten Impfung einfacher. Die meisten Impfstoffe werden unter der losen Haut tief über der Schulter oder am Hinterbein verabreicht.

Die Impfung ist auf Garantie frisch und wird rechtzeitig verabreicht:
Wenn Sie den Impfstoff direkt vom Tierarzt abholen, müssen Sie keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen und auch nicht auf einen Termin warten. Dadurch haben Sie immer frische Impfstoffe.

Weniger Stress für Ihr Haustier

Die komfortable Umgebung Ihres Hauses ist der natürlichste und entspannteste Ort, um Ihr Haustier zu impfen. Und es ist praktisch für Sie, weil Sie die Katze nicht erst mit dem Auto transportieren müssen.

WIE SIE IHRE KATZE SELBST IMPFEN

Regelmäßige Impfungen sind sehr wichtig für die Gesundheit und Sicherheit Ihrer Katze. Wenn Sie sich dafür entscheiden Ihre Katze zu Hause zu impfen, fragen Sie vorher Ihren Tierarzt  welche Impfstoffe Sie wie oft geben sollten.

Katzenimpfstoffe

Stellen Sie sicher, dass Sie verstehen, welche Art von Impfstoff Sie bestellen, bevor Sie kaufen oder verabreichen. Subkutane Impfungen sind solche, die direkt unter der Haut verabreicht werden, während einige andere Impfstoffe für Katzen intranasal sein können, die als Tropfen in Nase und Augen verabreicht werden.

Beide Impfarten sind für viele Katzenhalter einfach genug, um sie selbst zu Hause der Katze zu verabreichen.

Wenn die Nadel und die Spritze nicht in dem von Ihnen bestellten Impfstoff enthalten sind, müssen Sie sie separat kaufen. Achten Sie darauf, dass Sie für jeden Impfstoff und jede Katze zu Hause separate Nadeln/Spritzen haben und diese nicht mehr als einmal verwenden.

Einige Katzenimpfstoffe werden in einem einzigen Fläschchen geliefert, das nicht gemischt werden muss und gebrauchsfertig ist. Andere Impfstoffe werden jedoch mit zwei Fläschchen geliefert – einer Pulver- und einer Flüssigportion. Die Kombination der beiden aktiviert den Impfstoff.

 

Video Katze selbst impfen

 

Injizierbare Impfstoffe

Wenn Sie einen Impfstoff haben, der gemischt werden muss, führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Impfstoff zu mischen und vorzubereiten:

Führen Sie die Spritze in das Flüssigkeitsfläschchen ein und entnehmen Sie die gesamte Flüssigkeit, indem Sie das Fläschchen umgedreht halten und die Spritze senkrecht halten. Entnehmen Sie die gesamte Flüssigkeit, indem Sie das Fläschchen auf den Kopf stellen und die Spritze senkrecht halten. Achten Sie darauf, den Kontakt mit der Nadel zu vermeiden.
Injizieren Sie die Flüssigkeit in das zweite Fläschchen mit gefriergetrocknetem oder pulverisiertem Impfstoff.
Das zweite Fläschchen einige Sekunden schütteln, um die Flüssigkeit und das Pulver gut zu vermischen.
Überschüssige Luft aus der Spritze ausdrücken und dann den gesamten gemischten Inhalt entnehmen. Achten Sie darauf überschüssige Luft aus der Spritze auszudrücken.
Verschließen Sie die Nadel wieder bis Sie bereit sind, den Impfstoff zu geben.

Wenn Sie einen einzelnen Fläschchenimpfstoff haben, entnehmen Sie den Inhalt des Fläschchens, drücken Sie die Luft aus und verschließen Sie die Nadel wieder.

Verabreichung des Impfstoffs

Die American Association of Feline Practitioners (AAFP) empfiehlt, dass jede Art von Katzenimpfstoff an einer bestimmten Stelle des Körpers verabreicht wird.

Bei felinen 3-Wege- oder 4-Wege-Kombinationsimpfstoffen, die KEINE Katzenleukämie enthalten, sollte die Injektion am äußeren Teil des rechten Vorderbeins unterhalb des Ellenbogengelenks erfolgen (siehe rote 2 im Bild).

Bei Tollwutimpfstoffen (die von Ihrem Tierarzt verabreicht werden) sollte die Injektion subkutan an der Außenseite des rechten Hinterbeins unterhalb des Knies erfolgen (siehe rote 1 im Bild).

Bei Katzenleukämie-Impfstoffen sollte die Injektion an der Außenseite des linken Hinterbeins, unterhalb des Knies, erfolgen.

 

Positionieren Sie sich neben der rechten Schulter Ihrer Katze, gegenüber Ihrem Helfer, mit Ihrer Katze zwischen Ihnen beiden. Lassen Sie Ihre Katze von Ihrem Helfer sanft halten, eventuell mit einem Spielzeug oder einer Leckerei ablenken.

Die Haut an der Injektionsstelle anheben und die Nadel einführen. Wenn Sie den Impfstoff geben, entfernen Sie die Kappe von der Nadel, heben Sie die Haut an der Injektionsstelle an und setzen Sie die Nadel ein. Ziehen Sie die Spritze zurück, um sicherzugehen, dass Sie sich nicht in einem Blutgefäß befinden, in diesem Fall würde Blut in die Spritze gelangen. Injizieren Sie die gesamte Impfstoffmenge.

So einfach und sicher ist das. Ihr Haustier wird die Injektion kaum bemerken.

Wenn Sie mit der Impfung Ihrer Katze fertig sind, tun Sie die Kappe wieder auf die Nadel und legen Sie sie beiseite. Entsorgen Sie die Nadel oder Spritze nicht im Müll. Wir empfehlen Ihnen, es zur Entsorgung in Ihre Apotheke oder in eine öffentliche Klinik zu bringen.

Nach der Impfung sollten Sie Ihre Katze mit einem kleinen Leckerli und viel Lob belohnen. Überwachen Sie Ihre Katze mehrere Stunden nach der Impfung.

Intranasale Impfstoffe

Einige Impfstoffe sind nicht injizierbar, sondern für die Anwendung in Nase und Augen Ihrer Katze konzipiert. Diese Impfstoffe müssen gemischt werden.

Um diese Art von Impfstoff zu erhalten, entfernen Sie die Metalldichtung und den Gummistopfen von jeder Ampulle.

Geben Sie einen Tropfen Impfstoff in den Augenwinkel. Mit dem beiliegenden Tropfer den trockenen Teil des Impfstoffs mit dem dazugehörigen flüssigen Teil des Impfstoffs rehydrieren. Setzen Sie den Gummistopfen wieder ein und schütteln Sie, bis es sich aufgelöst hat. Entfernen Sie den Stopfen und ziehen Sie den rehydrierten Impfstoff sofort in den Tropfer.

Geben Sie einen Tropfen Impfstoff in den Augenwinkel.

Der verbleibende Impfstoff wird verabreicht, indem der Impfstoff gleichmäßig in jedes Nasenloch gegeben wird, während das Tier einatmet.

Wie immer, wenn Sie Fragen zum Impfstoff Ihrer Katze haben oder anormale Aktivitäten bei Ihrer Katze beobachten, wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.

 

 

 

 

 

Quelle: drsfostersmith.com/pic/article.cfm?articleid=87

wohnungskatze impfen ja oder nein

Warum auch Wohnungskatzen Impfungen brauchen

Denken Sie, dass Ihre Hauskatze keine Impfungen braucht? Überlegen Sie es sich noch einmal. Ich empfehle das folgende Buch zu lesen*, bevor über Impfungen entschieden wird.

Hier auf das folgende Bild klicken, um mehr über das Buch zu erfahren:

Wenn ein tollwütiges Tier in Ihr Haus kommt oder Ihre Katze in einem Tierheim landet, möchten Sie, dass sie geimpft ist.

Ich höre es ständig: „Meine Katze bleibt drinnen. Warum braucht sie Impfungen?“

Es scheint unlogisch, nicht wahr? Wenn Katzen nicht Gefahr laufen, an Krankheiten zu erkranken, warum brauchen sie dann alle drei Jahre Kernimpfstoffe (oder Titer)? Hier sind ein halbes Dutzend gute Gründe, warum Ihr Tierarzt möchte, dass Sie Ihre Katze mit ihren Impfungen auf dem Laufenden halten.

3 Gründe für die Impfung der Wohnungskatze

Ihre Katze könnte aus Versehen nach draußen gelangen. Katzen können aus einer offenen Tür schlüpfen, bevor man es merkt. Sie sind neugierig auf diese große, aufregende Welt vor ihren Fenstern und werden nicht zögern, sie zu erkunden. Oder ein Handwerker oder Besucher könnte versehentlich die Tür offen lassen und den Weg für die Flucht Ihrer Katze ebnen. Du könntest sie sofort zurückholen oder du merkst nicht, dass sie für einige Stunden verschwunden ist. Das ist genug Zeit für sie, um einen Kampf mit einer streunenden Katze anzufangen, die eine Krankheit hat oder sich mit einem tollwütigen Tier einzulassen. Moderne Impfungen schützen Ihre Katze vor dem Unerwarteten.

Wenn Ihre Katze in einem Tierheim landet, könnte sie kranken Katzen ausgesetzt sein. Wir hoffen, dass es unseren geliebten Haustieren nie passiert aber wie ich bereits erwähnt habe, können Katzen aus ihren Häusern fliehen. Wenn Ihre Katze gefunden wird, aber ihr Halsband verloren hat oder keinen Mikrochip hat, könnte ihr nächster Halt Ihr lokales Tierheim sein. Das ist extrem stressig für jede Katze, besonders für eine, die eine Wohnungskatze ist. Stress, in Kombination mit überfüllten Unterkünften, kann Katzen anfälliger für Krankheiten machen.

Der Lebensstil Ihrer Katze könnte sich ändern. Wenn du dieses bezaubernde Kätzchen mit nach Hause bringst, erwartest du, dass es ein Leben lang bei dir bleibt, nehme ich an. Aber manchmal bringt das Leben Veränderungen mit sich, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Scheidung, Tod oder ein Umzug in ein neues Zuhause können die Lebensumstände Ihrer Katze beeinflussen. Sie könnten in ein neues Zuhause umziehen, wo es sicher scheint, sie herum streifen zu lassen oder sie könnte sich bei einer neuen Familie wiederfinden, die es ihr erlaubt, im Freien zu leben. Es gibt viele Katzen auf der Welt, die als Wohnungskätzchen angefangen haben und später zu Outdoorkatzen wurden. Wir können nie wissen, was die Zukunft bringt oder davon ausgehen, dass eine Hauskatze nie mit einer Katzenkrankheit in Berührung kommt, also ist es am besten, vorbereitet zu sein.

Wie oft brauchen Wohnungskatzen Impfungen?

Müssen Wohnungskatzen genauso stark medikamentös behandelt oder geimpft werden wie Outdoorkatzen? Ich verstehe, dass ich Flöhe…. in mein Haus bringen kann, also bin ich damit einverstanden, etwas dagegen zu tun. Aber müssen Wohnungstiere wirklich jedes Jahr gegen Tollwut geimpft werden oder Auffrischungsimpfungen bekommen? Ich kann das nicht verstehen. Ich glaube nicht, dass ich Tollwut mit nach Hause bringen kann, und es gibt viele widersprüchliche Informationen über Auffrischungsimpfungen.

Diese Frage ist sehr gut. Und sie ist wichtig, denn es ist eine grundlegende und unbeantwortete Frage der Veterinärmedizin: Wie oft brauchen Katzen eine Impfung?

Tatsächlich gibt es Antworten auf die Frage, wie oft Katzen Impfstoffe brauchen, aber sie sind nicht sehr befriedigend. Einige plausible Antworten auf diese Frage sind: Es kommt darauf an. Niemand weiß es. Sie variiert je nach Lebensphase, Lebensstil, geografischer Lage und Funktion des Immunsystems.

Menschen, die eine einfache Antwort suchen, werden an dieser Stelle zweifellos abgeschreckt. Obwohl es keine einfache und einfache Antwort auf die oben gestellten Fragen gibt, gibt es einige Richtlinien, die helfen können, eine Impfung sinnvoll zu gestalten.

Dr. Eric von „Frag einen Tierarzt – Ask a Vet“

Sehr ausführliche Anleitung zum Thema „Katzen impfen mit Verstand“ – auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren:

1. Impfstoff-Boosterspritzen

Obwohl es auch keine einfache Antwort auf die Frage gibt, wie oft Katzen Impfstoffe benötigen, bin ich froh, dass es eine einfache Antwort auf die damit verbundene Frage gibt, ob Wohnungskatzen jedes Jahr Auffrischungsimpfungen benötigen. Diese Antwort ist nein.

Die Bedeutung der Katzenimpfung ist in etwa umgekehrt proportional zum Alter. Katzenbabyimpfungen sind enorm wichtig, und nicht geimpfte Kätzchen erliegen mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Katzen-Panleukopenie. Ich empfehle daher allen Katzenbesitzern ihre Katzenbabies nach 6-8 Wochen, 10-12 Wochen und 14-16 Wochen sorgfältig impfen zu lassen (mit dem sogenannten FVRCP). Ein Booster sollte im Alter von einem Jahr auftreten. Ich empfehle nicht, dass eine Katze häufiger als alle drei Jahre einen Nachschub erhält; viele Katzenbesitzer wählen einen Zeitraum von 5-7 Jahren.

Der FVRCP ist der wichtigste Impfstoff, den kleine Kätzchen erhalten. Es gibt zwei weitere Impfstoffe, die häufig verwendet werden. Man schützt vor Katzenleukämie oder FeLV. Hauskatzen sind nicht gefährdet an FeLV zu erkranken. Solange es also keine Chance auf Flucht gibt, brauchen Hauskatzen den Impfstoff gegen FeLV überhaupt nicht.

2. Tollwut

Der letzte gemeinsame Impfstoff bei Katzen schützt vor Tollwut. Ich habe viele Male geschrieben, dass Tollwut die tödlichste Infektionskrankheit von Katzen und Menschen ist. Wahrlich, es gibt keine Krankheit, die mehr gefürchtet werden sollte. Tollwut wird durch direkten Kontakt mit infizierten (tollwütigen) Säugetieren verbreitet. Könnte eine Wohnungskatze Tollwut ausgesetzt sein? Es ist nicht wahrscheinlich, aber theoretisch möglich – ich habe von tollwütigen Fledermäusen gehört, die durch Schornsteine oder offene Fenster fliegen.

Sollte der Besitzer einer Hauskatze sein Haustier gegen Tollwut impfen ja oder nein?

Das hängt von einer Reihe von Faktoren ab, darunter Ihre Risikobereitschaft, lokale Gesetze (die manchmal eine Tollwutimpfung bei Katzen vorschreiben) und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Katze Menschen beißt (wenn Ihre Katze jemanden beißt, wird Ihr Leben – und das Leben Ihrer Katze – viel einfacher sein, wenn Ihre Katze gegen Tollwut geimpft ist).

Schließlich muss man das Risiko von überflüssigen Impfungen bei Katzen berücksichtigen. Katzen sind dem Risiko von Krebserkrankungen ausgesetzt, die als Injektionssarkome bezeichnet werden. Obwohl Impfstoffe unzählige Katzenleben gerettet haben, haben sie auch ein nicht unerhebliches Schadenspotenzial.

Also, was soll ein besorgter Katzenbesitzer tun? Niemand kann eine klare These zum Thema Impfstoffe und regelmäßige Parasitenprävention bei Katzen machen. Aber ich war im Laufe der Jahre sehr konsequent mit der folgenden Empfehlung: Finden Sie einen guten Tierarzt und sprechen Sie darüber. Ein guter Tierarzt wird die Komplexität der Situation jeder Katze erkennen und sich die Zeit nehmen, Ihnen zu helfen einen für die individuellen Bedürfnisse Ihrer Katze passenden Impfplan entwickeln. Hüten Sie sich vor jeder Person, die das Thema einfach klingen lässt – in Wahrheit ist es alles andere als das.

 

Die Frage ergab sich aus dem Kontext der Flohprävention. Benötigen alle Katzen Flohschutzmittel oder sind sie wichtiger für Katzen, die nach draußen dürfen?

3. Flöhe

Viele Menschen glauben, dass Flöhe ansteckend sind und von Haustier zu Haustier übertragen werden. Obwohl eine von Flöhen befallene Katze den Befall auf jede Katze übertragen kann, mit der sie in Kontakt kommt, denken Sie daran, dass Flöhe, obwohl sie durchaus verabscheuungswürdig sind, eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Verbreitung und zum Überleben haben. Flöhe können sich frei bewegen und aus eigener Kraft in Häuser eindringen. Daher sind Katzen, die nur in geschlossenen Räumen leben, einem Flohbefall ausgesetzt, auch wenn sie nicht mit anderen Tieren in Kontakt kommen.

Dies bedeutet nicht unbedingt, dass jede Katze eine monatliche Flohprophylaxe benötigt. Katzen ohne Hautprobleme und ohne sichtbaren Flohbefall kommen oft nur gelegentlich mit Flohschutzmitteln aus. Kurzum, die Flohprävention kann für alle Katzen, vor allem aber für Wohnungskatzen, als optional angesehen werden.

Seien Sie sich jedoch bewusst, dass Flöhe heimtückisch sind und es ist nicht ungewöhnlich, dass Katzenbesitzer nicht wissen, dass ihre Haustiere stark befallen sind. Moderne Flohschutzmittel sind im Allgemeinen sicher, und Flöhe können alle möglichen Gesundheitsprobleme verursachen. Wenn Sie nicht wirklich wissen, wie man einen Flohbefall erkennt, ist es daher besser, sich auf der Seite der Flohprävention zu irren, als einen Befall zu riskieren.

Gegen Flöhe impfen und entwurmen

Falls ein Flohbefall vorhanden war, sollte auch direkt Entwurmt werden, weil Flöhe oftmals Würmer übertragen.

4. Herzwurm (in Deutschland kaum vorhanden)

Wie wäre es mit Herzwurm-Prävention? In Süd- und Osteuropa kommen Herzwürmer öfters vor bei Katzen. Die Herzwurmerkrankung wird durch Mücken übertragen, die durchaus in der Lage sind ihren Weg ins Haus zu finden. Obwohl Katzen im Freien eher gestochen werden, haben nur Katzen im Haus das Potenzial, mit diesen schweren Parasiten infiziert zu werden, wenn Sie in Süd- oder Osteuropa wohnen. Und denken Sie daran, dass die meisten Herzwurmvorbeugungsmittel auch vor Darmwürmern schützen, die sich auf den Menschen ausbreiten können.

Allerdings ist der Herzwurm in einigen Bereichen häufiger als in anderen. Viele Katzenbesitzer entscheiden sich gegen die Herzwurmvorbeugung, insbesondere für Haustiere, die nur in geschlossenen Räumen leben.

 

 

5. Ein weiteres Impfbeispiel: Der Katzenherpes

Stress kann dazu führen, dass latente Krankheiten aufflammen. Viele Katzen sind dem Katzenherpesvirus schon in jungen Jahren ausgesetzt, besonders wenn sie aus einem überfüllten Tierheim kommen oder sich die Krankheit im Uterus zugezogen haben. Es ist sehr ansteckend und kann zwischen Katzen (aber nicht zu Menschen oder Hunden) durch Kontakt mit den Augen, der Nase oder dem Mund oder durch das Teilen von Gegenständen wie Katzenklo und Futternäpfen verbreitet werden. Katzen mit geschwächtem Immunsystem, junge Katzen und Katzen mit flachem Gesicht (z.B. Perser) sind besonders anfällig für diese Krankheit. Eine Impfung kann den Virus nicht heilen – der Katzenherpesvirus ist ein Virus, der durch die Schutzimpfung unter Kontrolle gehalten wird. Die Krankheit kann vor allem bei Katzen ohne Impfungen auftreten und zu Atemwegsinfektionen und Augenproblemen führen, wenn ein Tier gestresst oder krank ist.

Buchempfehlung für Wohnungskatzen:

 

 

Quellen:

catster.com/lifestyle/cat-health-vaccines-annual-yearly-vaccination-for-cats-ask-a-vet

vetstreet.com/our-pet-experts/why-indoor-cats-need-vaccinations

drsfostersmith.com/pic/article.cfm?articleid=87