burmilla

Bei der Burmilla handelt es sich um eine noch sehr unbekannte Katzenrasse. Im deutschsprachigen Raum gibt es aktuell nur wenige Züchter, welche die wunderschöne und elegante Katzenrasse anbieten. Wir haben uns mit dem Thema genauer beschäftigt und dürfen spannende Informationen präsentieren.

Geschichte der Katzenrasse Burmilla


Von einer neuartigen Katzenrasse zu sprechen, wäre weit hergeholt. Die zufällige Kreuzung eines Chinchilla-Perserkaters und einer, wie der Name bereits vermuten lässt, Burmakatze liegt bereits fast 40 Jahre zurück.Der genaue Hintergrund der Kreuzung lassen sich nicht mehr zu 100 % belegen. Laut mehreren Quellen hielt eine britische Baronin beide Katzenrassen bei sich zu Hause. Durch einen amüsanten Zufall entstanden nach kurzer Zeit die ersten vier Burmilla-Kitten.
Schon drei Jahre später entstand der erste „Fanclub“, welcher sich bis heute Burmilla Cat Club nennt, diesen begeisterte vor allem das außergewöhnliche Aussehen, welches königlichen Ursprungs schien.
Dieser ebnete auch den langsamen, aber stetigen Aufstieg der Katzenrasse. Seit dem Jahr 1996 hält die Rasse auch die offizielle Anerkennung der Federation Internationale Feline. In den USA wird die Katzenrasse bis heute (noch) nicht anerkannt.

Aussehen der Burmilla Katze

Kommen wir zum, für die meisten Halter, wichtigsten Thema: Dem Aussehen.
Der Körper der Burmilla ist meist kräftig. Gekennzeichnet durch eine schlanke Taille mit stämmigen und auch starken Beinen. Dabei sind die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine, was mit freiem Auge fast nicht zu erkennen ist.
Katzenkenner würden die Burmilla aber keinesfalls als große Katze beschreiben. Das Gewicht der Katze beträgt maximal 4,5 Kilogramm, die des Katers maximal 6,5 Kilogramm. Die durchschnittliche Burmilla wiegt aber rund 3 – 4 Kilogramm, was im allgemeinen Katzenvergleich dem Mittelmaß entspricht.
Ziel der Züchter ist, die Eleganz der burmesischen Vorfahren beizubehalten. Die Pfoten der Burmilla sind zierlich und unauffällig. Sie passen sich dem allgemeinen Muster der Katze an.
Absolut charakteristisch ist die Farbe des Fells. Dieses erstrahlt in der Regel in einem unverwechselbaren, silbernen und glänzenden Farbton.


Abgerundet wird das Aussehen vom schier makellosem Gesicht der Burmilla. In diversen Foren wird die Katzenrasse als Supermodel unter den Katzen bezeichnet. Die Nase in Kombination mit den Lippen und den großen Augen wirken wie gemalt. Der Blick der Katze wird als bittend und entschlossen zugleich tituliert.
Die Augenfarbe ist in jungem Alter grünlich-gold beziehungsweise gelblich. In den darauffolgenden zwei bis drei Jahren entwickelt sich der Farbton in einen beliebigen Grünton, welcher summa summarum ein sehr niedliches Erscheinungsbild widerspiegelt.

Wie bereits erwähnt ist die Burmilla silberweiß. Es gibt jedoch mehrere, zugelassene und anerkannte Farbetöne, diese sind: chocolate (dunkelbraun), black (schwarz), blue (blau), creme-silver und fawn-tortie-silver. Weitere Ausprägungen sind zwar anerkannt in Deutschland aber nicht zu finden.

Das einzigartige Fell stammt primär von der Chinchilla-Perserkatze. Katzenliebhaber wissen bereits was das bedeutet. Halblanges und sehr weiches, seidiges Fell, welches den Linien am Körper folgt. Darüberhinaus gibt es aber auch Burmilla Katzen mit kurzem Fell. Dieser Fall tritt ein, wenn in der Kreuzung ein Gen für kurzes Fell vorhanden ist. Dieses Gen setzt sich gegen ein langes Fell immer durch.

Charakterliche Merkmale von Burmillas

Die Burmilla möchte definitiv als vollwertiges Familienmitglied anerkannt werden. Sie ist sehr menschennahe und nach geraumer Zeit entwickelt sie bedingungslose und unendliche Liebe für die Besitzer. Was dabei sehr außergewöhnlich ist, dass sie das auch zeigt. Neben aller Anhänglichkeit ist die Burmilla aber auch unabhängig und anspruchsvoll. Einerseits will die Katze im Mittelpunkt stehen, andererseits aber auch Eigenmut zeigen. Diese Eigenschaften sind der Kreuzung geschuldet. Würde man die Burmakatze charakterisieren, so würde man definitiv von einer anhänglichen Katze sprechen. Der klassische Perserkater ist ein entspanntes und gelassenes Wessen, welches in den Tag hineinlebt.
Wer also eine Katze mit „Kuschelfaktor“ besitzen möchte, der findet diese eindeutig in der Burmilla.
Ein weiterer wichtiger Faktor bei Katzen ist die Arroganz. Diese ist bei der Burmilla nicht stark ausgeprägt. Eigenheiten sind zwar vorhanden, aber eher im naturellen Sinne. Die Burmilla erahnt den Gemütszustand der Menschen und kann so abschätzen, was für einen Menschen in der aktuellen Situation unterstützend wirkt.
Wer aus der Hundewelt kommt, würde die Charaktereigenschaften einem Labrador zuweisen. Der Vergleich dabei ist nicht abwegig und trifft absolut ins Schwarze.

Ist man jedoch selten zuhause empfiehlt sich die Burmilla nicht. Sie braucht viel Zeit und einen „Freund“, mit welchem sie sich stets beschäftigen kann. Dabei lernt das Tier auch von einem. Der Burmilla Tricks zu erlernen fällt relativ einfach und macht auch der Katze sehr viel Spaß.

Gesundheit und Ernährung von Burmillakatzen

Katzen und Ernährung sollte ein eigener Studienlehrgang sein. Auf diesem Gebiet lernt man nie aus. Die Burmilla benötigt unbedingt hochwertiges Katzenfutter. Versucht man es mit billigerem, wird das einzigartige Fell schnell borstig. Das ist ein Umstand, der mit dem Mangel an Vitaminen und Mineralien einhergeht.
Bei der Wahl des Futters sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Burmilla ein reiner Fleischfresser ist. Das bedeutet, dass ein Mindestfleischanteil von 95 % erreicht werden muss.
Für junge Burmillas sollte auf keinen Fall ein als „Kittenfutter“ gekennzeichnetes Futter gewählt werden, weil diese Kennzeichnung nichts anderes sagt, als dass dort zusätzlich zum enthaltenen Fleisch noch synthetische Mineralstoffe und Vitamine zugegeben wurden. Ein Burmilla-Kitten braucht jedoch etwas anderes: Sie braucht frisches und hochwertiges Fleisch – am besten in Lebensmittelqualität, weil dort alle lebensnotwendigen Mineralstoffe und Vitamine von Natur aus enthalten sind. Leider ist es von der deutschen Gesetzgebung her erlaubt in das handelsübliche Kittenfutter die ekelhaftesten Schlachtabfälle zu verarbeiten – und es muss nicht einmal deklariert werden! Das heißt, der ahnungslose Verbraucher meint es gut, kauft das Futter und serviert seiner geliebten Fellnase unbewusst die schaurigsten Abfälle der Fleischindustrie, die man sich vorstellen kann.

Welche Schlachtabfälle gehören dazu?

Falls Du, lieber Leser, eher zart beseitet bist, überspringe bitte den folgenden Satz: Tiermehle (Tierkadaver getrocknet und zermahlen), Hormone aus Fruchtblasen, Sekrete aus Drüsen, Blut, Gehirn, Klauen und Hufe, Federn, Wolle, Haut, Schweineborsten usw.

Nun fragst du dich, woher du ein gutes Futter für deine Burmilla bekommst? Ich empfehle ein Futter in Lebensmittelqualität zu kaufen mit frischem Fleisch. Wenn man statt der kleinen 200 Gramm Dosen die großen 810 Gramm Dosen kauft, kann man das gute Futter für nur 1,- Euro pro Tag bekommen. Hier gibt es einen Gutschein für das Futter: https://frauenpower-online.de/versorge-ich-meinen-stuben-tiger-mit-hochwertigem-futter/

Dann kann man einen Teil der Dose in Gefrierboxen einfrieren. Wenn man es auftaut, dann würde ich vor dem Servieren das Futter auf Beutetemperatur bringen! Die Burmillakatzen lieben Futter in Beutetemperatur. Und bitte nicht den ganzen Tag das Futter stehen lassen, weil es sonst seinen Reiz verliert. Burmillas sind von Natur aus Jäger, das heißt, sie erjagen sich ihr Futter normalerweise. Bei mäkeligen Burmillas, kannst du den Napf auch schon nach 5 Minuten wegräumen, wenn sie nichts gefressen hat. Dann musst du den Napf natürlich zur nächsten Mahlzeit wieder hinstellen. Das wird sie neugierig machen, wenn sie mitbekommt, dass das Futter anscheinend etwas Besonderes ist.

So hat man ein richtig gesundes Futter und kann sich sicher sein, dass die Katze nicht irgendwelche Krankheiten bekommt. Letztens hatte ich ein langes Telefonat mit einer Katzenbesitzerin, deren Katzen waren am Billig-Katzenfutter gestorben. Nun wollte sie bei ihren neuen Katzen auf keinen denselben Fehler machen und hat sich genau erkundigt wie sie die Futterumstellung am besten bewerkstelligen kann.

Übergewicht bei Burmillas


Wenn ein Futter mit hohem Kohlenhydrate-Anteil gefüttert wird, führt das zwangsweise zu Übergewicht. Katzen haben keine Verdauungsenzyme, um Kohlenhydrate zu verdauen! Bitte füttere nur ein reines Fleischfutter in Lebensmittelqualität, dann nimmt deine Burmilla automatisch ab. Dass Übergewicht generell schlecht ist, müssen wir an dieser Stelle wohl nicht weiter ausführen. Problematisch kann jedoch sein, dass bei Übergewicht nicht mehr alle Teile vom Fell mit dem Kopf beziehungsweise der Zunge erreicht werden können. Die Folge kann sein, dass das Fell stellenweise nicht mehr so glänzend ist.
Besteht Übergewicht, kann eine artgerechte Fütterung wieder zum Normalzustand führen.


Weitere Krankheiten können Parasitenbefall und auch Diabetes sein. Dabei ist die Burmilla aber nicht häufiger betroffen als andere Katzenrassen. Allergien hingegen treten häufiger auf. Diese können vom Tierarzt mittels Katzen-Allergietest festgestellt werden. Diesen Schritt empfehlen wir zwingend, damit das Wohlergehen der Katze sichergestellt wird.
Standardmäßig sollte vor dem Erwerb der Stammbaum überprüft werden. Wo kommt die Burmilla her? Sind Erkrankungen bei Vorgängern bekannt? Et cetera …

Pflege und Haltung


Wie bereits erwähnt ist es unabdingbar der Burmilla viel Aufmerksamkeit zu widmen.
Bei der Haltung muss ergänzt werden, dass die Burmilla nicht unbedingt viel Platz benötigt oder erwartet. Für die artgerechte Haltung sollte aber unbedingt ein Kratzbaum oder ähnliches vorhanden sein. Klettermöglichkeiten sind ein „Nice-To-Have“, aber kein „Must-Have“ für die Katze.
Tägliches Bürsten sorgt für ein gepflegteres Fell. Zwar erledigt die Burmilla einen Teil davon selber, doch müssen oftmals alte Haare aus dem Fell entfernt werden. Dabei darf man nicht davon ausgehen, dass es sich beim Bürsten um eine lästige Hausaufgabe handelt, viel mehr pflegt man damit die Katze und unterstützt auch das Wohlergehen. Nebenbei sieht die Burmilla das Bürsten als Spiel und wird sich und ihrem Besitzer viel Freude bereiten.
Wer bereits eine Katze hat oder hatte weiß, dass regelmäßige Impfungen und Parasitenbehandlungen erforderlich sind – so auch bei der Burmilla.

Züchterangebote


Die Züchterangebote sind im deutschsprachigen Raum (noch) nicht umfänglich vorhanden.
Bei der Anschaffung müssen gewisse Kriterien beachtet werden:

  • Sind lückenlose Papiere vorhanden?
  • Wirken die Katzen glücklich und zufrieden?
  • Wirken die Katzen gesund?

Können Sie alle diese Fragen bejahen, haben Sie sehr wahrscheinlich einen guten Züchter erwischt. Ist nur eine der Frage zu verneinen, sollten Sie zumindest auf der Hut und skeptisch sein.

Trotz der schwierigen Züchterlage in Deutschland konnten wir zwei Anbieter ausfindig machen:
1) Cilly‘ Jentzsch
Nordrhein-Westfalen

2) Sheila Bormann
Schleswig-Holstein

Genauere Kontaktangaben finden Sie mittels Google-Suche.
Wer nahe an der dänischen Grenze lebt, kann sich auch im Nachbarland schlau machen. Dort gibt es ebenfalls mehrere Züchter mit hervorragenden Bewertungen.