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Schutzimpfungen
schützen unsere Haustiere vor vielen lebensgefährlichen Krankheiten.
Eine wichtige Voraussetzung für eine wirkungsvolle Impfung ist die Gesundheit
des Impflings. Deshalb wird der Tierarzt sich vor einer Impfung nach
Krankheitsanzeichen wie z.B. Durchfall erkundigen und er wird beispielsweise
eine Allgemeinuntersuchung durchführen und Fieber messen.
Zur Gesundheit gehört ebenfalls ein Freisein von Parasiten. Vor jeder
Impfung sollte eine Kotuntersuchung auf Darmparasiten bzw. eine prophylaktische
Wurmkur stehen.
Am besten ist, man geht etwa eine Woche vor dem Impftermin zum Tierarzt
und bringt eine Kotprobe dort vorbei oder besorgt sich von ihm ein geeignetes
antiparasitäres Präparat. Die Apotheke ist hier keine sinnvolle Alternaive,
denn Wurmmittel sind verschreibungspflichtig und das aus gutem Grund.

Wurmmittel wirken nicht alle gleich und bekämpfen nicht dieselben Würmer.
Es gibt sehr viel verschiedene Präparate und nur der Tierarzt kann entscheiden,
ob beispielsweise eine Bandwurmbehandlung erforderlich ist, was den
Einsatz spezieller Mittel erfordert.
Bei einem Tier, das noch nie geimpft wurde, muss eine sogenannte Grundimmunisierung
durchgeführt werden. Das bedeutet, dass zwei Impfungen, im allgemeinen
im Abstand von 3-4 Wochen, durchgeführt werden, um einen ausreichenden
Antikörperspiegel aufzubauen. Dieser wird dann durch eine einmalige
jährliche Auffrischungsimpfung aufrechterhalten.
Bei Katzen unterscheidet man prinzipiell zwischen solchen, die nur in
der Wohnung leben und keinen Kontakt zu ungeimpften oder fremden Katzen
haben und denen, die nach draußen gehen und Fremdkontakt haben. Freigänger
sollte man impfen lassen gegen folgende Erkrankungen: Tollwut, Katzenschnupfen,
Katzenseuche, Leukose und FIP.
Falls die Herkunft der Katze unbekannt ist, sollte vor der Leukose-Impfung
ein Bluttest durchgeführt werden. Er gibt Auskunft über ein eventuelles
Vorliegen einer Leukose-Infektion, in einem solchen Fall wäre eine Leukose-Impfung
sinnlos. Überlegenswert ist auch, den Leukose-Test zu kombinieren mit
einem Test auf Vorliegen der FIV-Infektion ("Katzenaids"). Fällt einer
der beiden Test positiv aus, so darf das betreffende Tier keinen Freigang
mehr bekommen, da es für andere Katzen eine gefährliche Infektionsquelle
ist.
Die Wohnungskatzen kommen um einen Impftermin bei Onkel oder Tante Doktor
auch nicht drum herum, weil nämlich die Erreger von Katzenschnupfen
und Katzenseuche so gefährlich sind, dass sie sogar an Schuhsohlen mit
in die Wohnung getragen werden können.
Noch ein Wort zur Katzenschnupfen-Impfung: Der Katzenschnupfen kann
durch verschiedene Erreger ausgelöst werden. Herpesviren und Caliciviren
gehören zu den Haupterregern. Die meisten Impfstoffe schützen vor diesen
Erregern. Aber auch andere Erreger, wie zum Beispiel Chlamydien, können
am Katzenschnupfen beteiligt sein. Es gibt spezielle Impfstoffe, die
auch hiervor schützen, diese sind allerdings teurer als der normale
Katzenschnupfen-Impfstoff. Falls Sie Interesse an einer solchen umfassenden
Impfung haben, beraten Sie sich mit Ihrem Tierarzt. Die Impfstoffe allgemein
sind heutzutage so gut verträglich, dass sie Ihrem Tier eine durchgeführte
Vakzination wahrscheinlich gar nicht anmerken. Ein bis zwei Tage sollte
man keine "Höchstleistungen" vom Impfling fordern, manche Tiere sind
auch etwas ruhiger als sonst.
In wenigen Fällen kommt es zu einer leichten Reaktion an der Impfstelle:
es bildet sich eine kleine Umfangsvermehrung. Diese ist normalerweise
schmerzlos und muss auch nicht tierärztlich behandelt werden, sondern
sie verschwindet nach einiger Zeit meist von selbst. Ist die Hautveränderung
jedoch sehr groß oder vermehrt warm und tut sie dem Tier weh, so sollte
sicherheitshalber der Tierarzt zur Überprüfung aufgesucht werden. Das
Nebenwirkungsrisiko der Impfung ist so gering, dass es nicht ins Gewicht
fällt gegenüber dem immensen Nutzen, der durch "den kleinen Pieks mit
der großen Wirkung" entsteht.
Copyright:
Dr. med. vet. und Dipl. biol. Gisela Wittmer
Westerbachstr. 226
65936 Frankfurt
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