Berlin (26.03.2003 dpa) - Die Zahl der Versuchstiere
ist im fünften Jahr in Folge gestiegen und liegt inzwischen bei mehr
als zwei Millionen. Das geht aus dem am Mittwoch in Berlin von Verbraucherministerin
Renate Künast (Grüne) vorgestellten Tierschutzbericht der Bundesregierung
hervor. Demnach wurden im Jahr 2001 rund 2,13 Millionen Tiere Opfer
von Versuchen im Dienste der Wissenschaft - so viele wie seit Anfang
der 90er Jahre nicht mehr. Künast kündigte Maßnahmen zur Reduzierung
der Tierversuche an. Sie wolle die Anerkennung von Ersatzmethoden und
den Aufbau einer Tierversuch-Datenbank vorantreiben. Künftig müsse auch
berücksichtigt werden, dass der Tierschutz inzwischen ins Grundgesetz
aufgenommen worden sei.
Vom Beginn der Datenerhebung 1989 an bis zum Jahr 1997 sank die Zahl
der Versuchstiere. Seitdem steigt sie stetig wieder an. Mehr als 2100
Affen mussten 2001 für Versuchszwecke leiden, darunter allerdings wie
auch in den Vorjahren keine Menschenaffen. 4430 Hunde und 648 Katzen
wurden Opfer von Tierversuchen. Mit mehr als einer Million waren fast
die Hälfte der Versuchstiere Mäuse, gefolgt von Ratten (gut 500 000)
und Fischen (mehr als 300 000). |