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Auferstanden
vom Tod Es
war einmal ein kleines Lamm. Wollig und weiß. Spindeldürr mit langen
Stöckchenbeinen. Nach drei viel zu kurzen Wochen bei seiner Mutter wird
es abgeholt. Am Karfreitag. Dunkelheit im Kofferraum des Autos. Es stinkt.
Und all die entsetzlichen Geräusche. Mit zusammengebundenen Beinchen
bewegungslos. Ziel der Fahrt: ein Metzgerladen in Bari. Am Abend des Tages finden in Bari die Karfreitagsprozessionen statt. Aus allen Kirchen der Stadt werden die Heiligenstatuen geholt. Die Jünger Jesu. Die Mutter Gottes. Der gekreuzigte Heiland. Das Lamm Gottes ist auch dabei. Die beiden Engel tragen es mit der Prozession. Es hat immer noch seine bunte Schleife um. Die Menschen drehen sich um. Man (oder frau) fragt: Wer ist das? Die Engel antworten: Das Lamm Gottes. - Wo kommt es her? Aus der Hölle. - Wo bringt ihr es hin? Zum Heiligen Franz nach Assissi. Und jeder der das hörte wunderte sich. Über das auferstandene Gotteslamm in der Karfreitagsprozession durch die Strassen der Stadt Bari. Christa
Blanke |
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